Texas

 

Lubbock

TX Lubbock

Einwohner:

239.500

Lage:

Nordwesten von Texas

Beiname:

Hub City

Offizielle Flagge:

Lubbock

“Das Texas, von dem Du immer geträumt hast”, das ist der Werbespruch des Tourismusbüros von Lubbock und tatsächlich: Weite Hochebenen, soweit das Auge reicht, ausgedehnte Weiden und Ranches und Baumwollfelder prägen die Umgebung von Lubbock und damit sieht diese eigentlich ganz so aus, wie man sich Texas so vorstellt. Weitab von den Metropolen im Osten des Bundesstaats - bis nach Houston sind es von hier aus mehr als 800 Kilometer - und tief verwurzelt in den Traditionen dieser Gegend ist Lubbock ein weitgehend unbekanntes, aber authentisches Stück Texas.

Die Entstehungsgeschichte der Stadt ist eher ungewöhnlich. Im Jahr 1890 beschlossen die Gemeinden Old Lubbock und Monterey, gemeinsam eine Stadt zu gründen, wozu man von dem einen Ort den Namen und vom anderen die Lage hernahm - was bedeutete, dass alle Einwohner Old Lubbocks umsiedelten, zum Teil wurden sogar Gebäude auf Rollen gestellt und an ihren neuen Platz verfrachtet. Der Aufwand lohnte aber, denn schon im Jahr darauf wurde die neue Gemeinschaft zur Hauptstadt des gleichnamigen Countys. 1923 wurde die erste Universität in der Stadt gegründet, die sich später mit einer anderen zusammenschloss und heute die Texas Tech University bildet, eine der größten amerikanischen Hochschulen mit 35.000 eingeschriebenen Studenten und einem landesweit beachteten Sportprogramm, insbesondere bei Football und Basketball. Die Universität spielte auch eine gewisse Rolle bei einem Ereignis 1951, das Lubbock international in die Schlagzeilen brachte. In mehreren Nächten im August und September wurden über der Stadt unbekannte, fliegende Formationen gesehen, was unter anderem auch mehrere renommierte Professoren der Texas Tech bestätigten. Die sogenannten “Lubbock Lights” blieben auch nach einer Untersuchung durch das US-Militär nicht endgültig geklärt. Im Mai 1970 wurde die Stadt von einem schweren Tornado getroffen, der 26 Menschen das Leben kostete.

Die Texas Tech University ist es auch, die regelmäßig viele auswärtige Gäste nach Lubbock lockt. Das liegt zum einen an den oft hochkarätigen akademischen Veranstaltungen, vor allem aber am Football-Team, den “Red Raiders”. Diese tragen ihre Heimspiele im Jones AT&T Stadium aus (2626 Mac Davis Lane). Das im Jahr 1947 eröffnete Stadion wurde im Laufe der Jahre mehrfach umgebaut und erweitert und fasst nun mehr als 60.000 Zuschauer. Auf dem Campus der Universität, auf der Amon G. Carter Plaza, befindet sich eine 1947 fertiggestellte Bronzeskulptur namens Riding into the Sunset, die den Cowboy und Schauspieler Will Rogers auf einem Pferd sitzend darstellt. Auch eine weitere Sehenswürdigkeit befindet sich auf dem Gelände der Hochschule. Das Museum of Texas Tech University (3301 4th Street, geöffnet Dienstag-Samstag 10-17 Uhr, Sonntag 13-17 Uhr) besteht aus mehreren Teilen, darunter das eigentliche, naturwissenschaftliche Museum und ein Planetarium. Beachtenswert ist Lubbock Lake Landmark: An der Stelle eines in den 1930er Jahren ausgetrockneten Sees befindet sich eine archäologische Ausgrabungsstätte, an der schon zahllose Fossilien aus 12.000 Jahren Erdzeitgeschichte gefunden wurden.

Die Region rund um Lubbock ist im Wesentlichen vom Anbau von Baumwolle bestimmt, sie ist das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt. Dementsprechend hat die Gegend eine lange landwirtschaftliche Tradition, die man zum Beispiel im National Ranching Heritage Center (321 4th Street, geöffnet Montag-Samstag 10-17 Uhr, Sonntag 13-17 Uhr) nachempfinden kann. Für die Ausstellung des Centers wurden rund 50 historische Gebäude von ihrem ursprünglichen Standort abgebaut und hierher verbracht. Dazu gehören unter anderem ein Schulgebäude, ein Eisenbahndepot, mehrere Scheunen, Ställe und Ranchgebäude und sogar ein kleiner Friedhof. Das Center ist bei freiem Eintritt auf eigene Faust zu erkunden. Lubbock ist daneben der Sitz der American Cowboy Culture Association, die einmal jährlich bei einem Symposium Geschichte und Kultur der Cowboys des amerikanischen Westens in den Blickpunkt rückt. Zu dem Event gehören immer auch eine Parade und ein Volksfest.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört das Silent Wings Museum auf dem ehemaligen South Plains-Flugfeld (am Interstate I-27, geöffnet Dienstag-Samstag 10-17 Uhr, Sonntag 13-17 Uhr). Es ist dem Einsatz von Segelfliegern für die US-Armee im Zweiten Weltkrieg gewidmet, die hier auf dem Flugfeld trainiert worden waren. Dem wahrscheinlich berühmtesten Sohn der Stadt, dem Musiker Buddy Holly, ist ebenfalls ein Museum gewidmet, das Buddy Holly Center (1801 Crickets Avenue, geöffnet Dienstag-Samstag 10-17 Uhr, Sonntag 13-17 Uhr), untergebracht in einem ehemaligen Eisenbahndepot. Ausgestellt werden viele Fotos, Instrumente und Erinnerungsstücke aus der Karriere des Rock ‘n’ Roll-Stars. Ebenfalls in dem Gebäude untergebracht ist eine große Kunstgalerie mit Werken aus dem Fine Arts Center.  

Ein beliebtes Naherholungsgebiet innerhalb der Stadtgrenzen ist der Mackenzie Park. In dieser ausgedehnten Grünanlage befindet sich unter anderem der nostalgisch anmutende Joyland Amusement Park, ein Freizeitpark, der zwischen März und September geöffnet hat. Der Park, durch den zwei Zuflüsse des Brazos River fließen, ist daneben Standort eines Museums für Windenergie, dem American Wind Power Center (1701 Canyon Lake Drive, geöffnet Dienstag-Samstag 10-17 Uhr), das mehr als 150 Windmühlen aus dem ganzen Land ausstellt, viele davon noch im Betrieb. Der Mackenzie Park mündet in den Yellow House Canyon, in dem sich mehrere kleine Seen befinden, die als Canyon Lakes bekannt sind. Der Canyon ist ein beliebtes Ziel für Radfahrer, Picknicker und Spaziergänger.  


 

 

 

Find us on Facebook

 

Follow us on Twitter

 

 

 

 

Americanet.de

 

Visit us on Pinterest

 

bl

 

 

 

 

Übersicht Bundesstaaten

 

Impressum

 

 

 

 

This page in English: Texas