Texas

 

Palo Duro Canyon

“Ein flammender, brodelnder Kessel, gefüllt mit dramatischem Licht und Farbe”, so beschrieb einst die Malerin Georgia O’Keeffe, die im nahegelegenen Amarillo lebte, den Palo Duro Canyon. Mit einer Länge von 193 Kilometern, einer Breite von bis zu 32 Kilometern und einer maximalen Tiefe von 300 Metern ist das Naturwunder im Norden von Texas der zweitgrößte Canyon der USA nach dem Grand Canyon. Es wurde geschaffen durch die Erosionskräfte des Prairie Dog Town Fork Red River, der von hier aus über etwa 190 Kilometer nach Osten in Richtung Oklahoma fließt. Außer der Schlucht selbst warten hier sehenswerte Felsformationen, Höhlen und Säulen aus Gestein, sogenannte Hoodoos, auf Besucher. Palo Duro Canyon ist als State Park des Bundesstaats Texas organisiert.

TX Palo Duro Canyon1

Insgesamt nimmt der State Park, der 1934 eröffnet wurde, mehr als 8000 Hektar ein. Zuvor war das Gelände von Kompanien des Civilian Conservation Corps (einem Arbeitsbeschaffungsprogramm innerhalb des New Deal von Präsident Franklin D. Roosevelt) zugänglich gemacht und für den Tourismus erschlossen worden. Im Visitor Center, das Informationen über mögliche Aktivitäten, Übernachtungsmöglichkeiten, Natur und Geologie bereithält, gibt es ein kleines Museum, das sich auch mit der Geschichte des Parks beschäftigt.

Diese Geschichte beginnt vor etwa 12.000 Jahren, als die Region von den Völkern der Clovis und Folsom bewohnt wurde. Eine spanische Expedition fand den Canyon 1541, noch immer besiedelt von Ureinwohnern. Die Europäer gaben dem Gebiet wohl den Namen - “palo duro” ist die spanische Bezeichnung für “hartes Holz” und bezieht sich wahrscheinlich auf die Bäume, die hier wachsen. Der Canyon blieb bis zum Jahr 1874 in indianischer Hand, dann wurden die Comanche, Cheyenne und Kiowas, die hier lebten, von einer Einheit der US-Kavallerie überrascht und zurück in die Reservate in Oklahoma gebracht. Ab 1876 ging das Gebiet dann als Teil der riesigen JA Ranch in private Hände, bis Texas 1934 das Gelände des heutigen State Park erwarb.

Wer den Canyon besuchen möchte, orientiert sich an dem kleinen Ort Canyon südlich von Amarillo, der rund 20 Kilometer westlich des Parks liegt. In einer der beiden Städte sieht man sich, wenn ein mehrtägiger Aufenthalt geplant ist, auch am besten nach einer Unterkunft um, denn im Park selbst stehen nur sieben Hütten zur Verfügung, daneben mehrere Campingplätze. Für beide Optionen sollte, insbesondere in den Sommermonaten, rechtzeitig im Voraus reserviert werden.

Die Schönheiten des Parks lassen sich bereits gut vom Auto aus entdecken. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist dabei der hoch aufragende Felsen mit dem Namen The Lighthouse, der über einen Rundweg zu erreichen ist. Die Strecke kann aber auch zu Fuß oder mit dem Mountain Bike in Angriff genommen werden, was einen näheren Kontakt mit der Natur des Palo Duro Canyon erlaubt. Zu den hier ansässigen Lebewesen gehören nicht nur Klapperschlangen, Kojoten und Roadrunner, sondern auch eine nur hier vorkommende Mausart. An den unterschiedlichen Schattierungen der Felswände können aufmerksame Beobachter zudem die viele Millionen Jahre alte Entwicklungsgeschichte ablesen. Wer möchte, kann den Canyon auch per Pferd erkunden - bei den Old West- Ställen im Inneren des Parks kann man Pferde ausleihen und mit diesen viele der ausgewiesenen Wege im State Park benutzen. Ebenfalls angeboten wird eine Fahrt mit der Kutsche.


 

 

 

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