North Dakota

 

Theodore Roosevelt National Park

Theodore Roosevelt, von 1901 bis 1909 der 26. Präsident der USA, hat den Natur- und Landschaftsschutz in den USA auf ein neues Level gebracht. Roosevelt erklärte zahlreiche Gebiete vor allem im Westen des Landes zu Schutzgebieten und er besuchte viele davon selbst, um sich von der Einzigartigkeit der Natur zu überzeugen. Doch noch bevor er ins Weiße Haus einzog, hatte er sich für diese Region im Westen von North Dakota als Standort für seine eigene Ranch entschieden. 

ND Theodore Roosevelt NP

Der Nationalpark besteht aus insgesamt drei Teilen, wobei die beiden größeren mehr als 120 Kilometer voneinander entfernt liegen und als North und South Unit bezeichnet werden. Beide Hauptabschnitte verfügen über Straßen mit guten Aussichtspunkten, viele Meilen an Wanderwegen, Campingplätze und Besucherzentren und beide eignen sich hervorragend zur Naturbeobachtung. Der Park liegt in den sogenannten “Badlands” von North Dakota, der nächstgelegene Ort ist Medora. Dort und im etwas weiter entfernten Dickinson gibt es einige Hotels.

Theodore Roosevelt hatte diese Region im Herbst 1883 kennen gelernt und hier ein Gefühl der Freiheit empfunden, das ihn verleitete, gleich eine Ranch zu kaufen; ein Jahr später folgte die zweite, die Elkhorn Ranch. Bis zu seinem Tod 1919 besuchte er die Region regelmäßig. Roosevelts Erfahrungen hier spielten eine entscheidende Rolle für seinen Einsatz für den Naturschutz während seiner Präsidentschaft und er drängte auch darauf, dass in North Dakota ein solches Schutzgebiet entstehen sollte. Es dauerte allerdings bis 1946, bis hier ein nach Theodore Roosevelt benanntes Naturschutzgebiet etabliert wurde, aus dem ein Jahr später ein Nationalpark wurde. 1978 wurde das Gelände erweitert.

Roosevelts Elkhorn Ranch besteht heute nicht mehr; der Ort, an dem der Präsident Ruhe und Natur genoss, kann aber besichtigt werden. Das Grundstück gehört zwar zum Nationalpark, liegt aber weit abseits der beiden anderen Teile und ist nur über eine lange Schotterpiste erreichbar. Deutlich mehr zu sehen gibt es in den beiden anderen Abschnitten.

Die North Unit liegt nahe des Ortes Watford City. Nach der Einfahrt in den Park findet man hier ein Besucherzentrum und die Zufahrt zum Scenic Drive, der etwas über 20 Kilometer lang ist und zu verschiedenen Aussichtspunkten führt. Ebenso gelangt man auf diesem Weg zu den Anfangspunkten mehrerer Spazier- und Wanderwege. Einige davon sind mit Infotafeln zu den hier vorkommenden Tieren und Pflanzen versehen. Ganz ähnlich sieht es auch in der South Unit aus; hier allerdings ist die durchgängig asphaltierte Rundstrasse mehr als doppelt so lang. Das Besucherzentrum in dieser Sektion des Parks verfügt über ein kleines Museum, in dem auch die Rolle Theodore Roosevelts für diese Region beleuchtet wird. Den wahrscheinlich schönsten Blick bekommt man am Painted Canyon (über Ausfahrt 32 vom Interstate 94), hier befindet sich ebenfalls ein Besucherzentrum.

Die Hauptattraktion des Theodore Roosevelt Nationalparks ist und bleibt die Natur, insbesondere die vielseitige Tierwelt. Zu den hier vorkommenden Arten gehören unter anderem Präriehunde, Wildpferde und Kojoten. Bei den Besuchern sehr beliebt ist die Herde Bisons. Die Tiere wurden in der Region wieder angesiedelt und stehen unter Beobachtung der Park Rangers und der Wissenschaftler. Um diese Kontrolle zu gewährleisten und die Herde beieinander zu halten, ist der ganze Nationalpark von einem Zaun umgeben.

Selbst wenn man nicht das Glück hat, einige der hier lebenden Tierarten zu sehen zu bekommen, ist der Park wegen seiner vielen unterschiedlichen Landschaftsformen sehenswert. Es gibt Flüsse und Bäche, Wälder und Prärie und Wiesen, auf denen im Frühjahr viele Wildblumen zu bewundern sind. Im Winter liegt dagegen häufig Schnee, was dazu führen kann, dass einige der Parkstraßen nicht befahrbar sind. 


 

 

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