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Eine der berühmtesten Straßen der Welt existiert eigentlich gar nicht mehr. 1926 gegründet, war die Mother Road die wichtigste Verbindung in die noch dünn besiedelten Gebiete am Pazifik, doch 1985, nachdem längst schnellere und breitere Straßen in Richtung California errichtet worden waren, wurde sie aus dem offiziellen Straßennetz heraus genommen. Viele private Initiativen arbeiten seitdem daran, die Straße an sich zu erhalten und an den Mythos Route 66 zu erinnern. Die 66 ist ein Symbol für vieles, was die USA ausmachen - insbesondere diente sie als Transportweg für die Migration der von den Sandstürmen der 30er Jahre betroffenen Menschen aus den Great Plains nach Westen. Viele Orte entlang der Straße erblühten durch sie zu Leben und die Errichtung der Interstate-Verbindungen hat eine Vielzahl nun verwaister Geschäfte, Tankstellen und Diners zurückgelassen, die nun teilweise wieder hergerichtet werden. Einige Teile der Route 66 sind inzwischen als National Scenic Byway ausgewiesen.
Die Route 66 war die erste durchgängig asphaltierte Straße für den Fernverkehr und an ihren Rändern entstanden zahllose Motor Inns und gastronomische Einrichtungen, unter anderem das erste McDonald`s in San Bernardino, California. Dennoch verlor sie im Laufe der Zeit an Attraktivität für die Motoristen, zum Teil weil sie Ballungsgebiete wie Oklahoma City oder St. Louis umging, vor allem aber, weil ab 1956 das Netz der mehrspurigen Interstate Highways errichtet wurde. Heute ist die Mother Road nicht mehr durchgängig befahrbar. Es gibt noch etliche Teilstücke, die heute als Nebenstraßen, State Roads oder ganz normale Stadtstraßen fungieren. In weiten Teilen sind diese auch noch als Historic Route 66 ausgewiesen, Teile in Arizona, California und Oklahoma wurden jeweils in State Road 66 umbenannt, andernorts wurden Schilder entlang der Straße errichtet, die an die Original- Beschilderung der Highways erinnern.
Tatsächlich ist die Straße nie aus dem amerikanischen Bewusstsein verschwunden und noch heute gibt es viele Auto- und Motorradfahrer, die sich mit der Bewältigung von Teilstrecken einen Traum erfüllen. Die Route 66 wurde in unzähligen Filmen, Fernsehserien, Musikstücken, Büchern und Ausstellungen porträtiert. Die bekanntesten Beispiele sind vermutlich John Steinbecks Roman Die Früchte des Zorns über den Weg von Farmern aus dem Dust Bowl Oklahomas nach Westen, der Song Get your kicks on Route 66 von Nat King Cole und die aus in den Boden vergrabenen Autos bestehende Cadillac Ranch bei Amarillo in Texas.
Link: National Historic Route 66 Foundation
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