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Die University ist daneben Standort mehrerer Museen und der beiden bedeutendsten Sportstadien der Stadt. Das 1973 eingeweihte McKale Center ist Heimat des Basketballteams der Universität und hat ein Fassungsvermögen von 14.500 Zuschauern. 2002 wurde dem Center ein Komplex hinzugefügt, in dem moderne Trainings- und sportmedizinische Einrichtungen bestehen und das daneben ein kleines Museum zu den Errungenschaften des beliebten Uni-Teams, der Arizona Wildcats beherbergt. Das beinahe 58.000 Zuschauer fassende Arizona Stadium, Austragungsort der Footballspiele der Wildcats, wurde seit seinem Bau 1928 mehrfach erweitert. In dem Stadiongebäude befinden sich auch zwei Studentenwohnheime und einige Verwaltungs- und Unterrichtsräume. Auf dem Gelände der Universität gibt es auch ein Kunstmuseum mit Werken bekannter Künstler.
Sentinel Peak Auf einem der zahlreichen Berge rund um Tucson prangt weithin sichtbar ein grosses “A” in rot, weiss und blau als Zeichen der University of Arizona. Dieser Berg, der offiziell Sentinel Peak und inoffiziell A-Mountain heisst und 883 Meter hoch ist, gehört zur Bergkette der Tucson Mountains, die zum grossen Teil innerhalb des Saguaro Nationalparks liegen. Das A auf dem Berg besteht seit 1916 und wird von Studentenorganisationen gepflegt.
Winterhaven Der gepflegte Stadtteil im Zentrum gehört zu den ältesten Vierteln der Stadt. In Winterhaven findet alljährlich im Dezember das Festival of Lights statt, bei dem Tausende Lichter die Strassen trotz der Wüstenumgebung in eine Weihnachtslandschaft verwandeln. Seit 2005 steht das ganze Viertel auf der nationalen Liste historischer Bezirke.
Downtown Wie viele andere amerikanische Städte hat auch Tucson seine Downtown einem Revitalisierungsprogramm unterzogen. Das 700 Millionen Dollar schwere Programm enthält Neubauten zum Beispiel eines Shoppingcenters, aber auch Restaurationen historischer Gebäude und Investitionen in die Infrastruktur. In Downtown findet man sowohl moderne Architektur wie den 100 Meter hohen UniSource Energy Tower, das höchste Gebäude der Stadt, als auch historische Bauwerke wie das Fox Theater oder St. Augustine Cathedral. Hotel Congress: Das 1919 im spanischen Kolonialstil erbaute Hotel befindet sich nahe dem historischen Bahnhofsgebäude von 1907 und dem Rialto Theatre. Hier wurde im Jahr 1934 der berühmt-berüchtigte Bankräuber John Dillinger zusammen mit einigen Komplizen festgenommen, als im Hotel Congress ein Feuer ausbrach und Feuerwehrleute die Verbrecher erkannten. Dillinger war damals einer der erklärten “Staatsfeinde”, seine Taten wurden im ganzen Land verfolgt und seine Festnahme war ein grosses Ereignis. Seit 1985 gehört ein Rock-Club namens Club Congress zu dem Hotel, in dem regelmässig Livekonzerte stattfinden. Im September gibt es ein dreitägiges Musikfestival, das HOCOfest. Ergänzt wird das Angebot durch gleich vier thematisch unterschiedliche Bars, die weithin bekannt sind. Adresse: 311 East Congress Street Rialto Theatre: Gegenüber dem Hotel Congress gelegen, ist das Rialto Theatre, das im Jahr 1919 fertiggestellt wurde, ein weiterer Ort, an dem Konzerte und Theateraufführungen stattfinden. Zunächst diente das Rialto als Kino, doch 1963 musste es aus wirtschaftlichen Gründen schliessen. Ein Möbelhaus nutzte das Gebäude bis 1971 als Lager. Es folgten zwei Jahre unter dem Namen “El Cine”, in denen ausschliesslich spanischsprachige Filme gezeigt wurden und eine fünf Jahre dauernde Nutzung als Pornokino, wiederum ab 1978 gefolgt als Kino für lateinamerikanische Filme bis 1984. Die Explosion eines Dampfkessels in diesem Jahr erforderte die Schliessung des historischen Kinos und es dauerte bis 1995, bis das Rialto, nun als Konzertbühne, wieder eröffnet wurde. Adresse: 318 East Congress Street Fox Tucson Theatre: Es bedurfte eines grossen finanziellen Aufwands, um das 1930 erbaute Fox Theatre nach einer grossangelegten Restauration 2005 im alten Glanz wiedereröffnen zu können. Das Filmtheater im Art Deco - Stil fasst 1200 Zuschauer und diente bis 1974 ununterbrochen als Kino und Bühne. Nach der Schliessung quartierten sich Obdachlose hier ein und das Gebäude verfiel in Folge von Vandalismus und Wasserschäden immer mehr. Seit der Wiedereröffnung ist das Fox Theatre wieder Schauplatz von Vorführungen von Ballet bis Rockmusik. Adresse: 17 West Congress Street St. Augustine Cathedral: Im Jahr 1860 sah der für die Region zuständige Bischof von Santa Fe angesichts der auf 600 Menschen angewachsenen Einwohnerschaft Tucsons die Notwendigkeit zur Ernennung eines Priesters und zur Errichtung einer Kirche. Diese wurde 1868 fertig und für fast 100 Jahre, bis 1966, diente das damals errichtete Kirchengebäude der katholischen Gemeinde. Die umfangreichen Restaurationen, durch eine unsicher gewordene Bausubstanz nötig geworden, wurden 1968 abgeschlossen. Zu den sehenswerten Punkten der Cathedral gehören die Fassadenverzierungen - neben kirchlichen Motiven sind hier auch typische Wüstenpflanzen modelliert worden -, eine grosse Statue des auferstandenen Christus, ein Kruzifix aus Spanien aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und der Bischofsstuhl. St. Augustine Cathedral bietet Sitzplätze für 1250 Personen. Führungen werden nach Absprache angeboten. Adresse: 192 South Stone Avenue Pima County Courthouse: Das ehemalige Hauptgerichtsgebäude des Pima County, dessen Hauptstadt Tucson ist, dient heute noch als Gerichtsgebäude für kleinere Strafsachen sowie als Verwaltungsgebäude. Es wurde 1928 im spanischen Kolonialstil errichtet und beeindruckt vor allem durch seine weithin sichtbare, glitzernde und 30 Meter hohe Kuppel, die mit einem Mosaik aus roten, grünen, blauen und gelben Keramikfliesen bedeckt ist. Adresse: 115 North Church Street
Mission San Xavier del Bac Etwa 15 Kilometer ausserhalb der Stadt, auf dem Boden des Tohono O’odham Indianerreservats befindet sich bereits seit dem Jahr 1699 eine katholische Kirche. Ursprünglich von den Jesuiten errichtet, um die Ureinwohner zu missionieren, wird die Mission bis heute als Kirche genutzt, allerdings nicht mehr im Originalgebäude. Dieses war wiederholt von Apachen angegriffen und schliesslich zerstört worden und nachdem König Karl III von Spanien im Jahr 1767 alle Jesuiten vom spanischen Kolonialbesitz verbannte, wurde das Grundstück - unter Nutzung der Tatkraft der Indianer - bis 1797 von den Franziskanern wieder aufgebaut. Von 1828 bis 1858, unter mexikanischer Herrschaft, stand die Kirche leer, nach dem Gadsden Purchase kam das Gelände in den Zuständigkeitsbereich des Bischofs von Santa Fe, der das Gebäude restaurieren liess und mit einem Priester besetzte. Sehenswert ist der von verschiedenen Künstlern gestaltete Innenraum, insbesondere der Altarbereich ist reichhaltig geschmückt, doch bekannt ist auch das strahlend weisse Äussere der Kirche, die deswegen den Spitznamen “White dove of the desert” (Weisse Taube der Wüste) erhielt. Am Freitag nach Ostern findet hier das traditionelle San Xavier Festival der Tohono O’odham und Yaqui - Indianervölker mitsamt Fackelzug statt. Die Kirche ist täglich von 7 bis 17 Uhr geöffnet und ist frei zugänglich; Ausnahmen gelten wenn Gottesdienste stattfinden. Adresse: 1950 West San Xavier Road
Arizona-Sonora Desert Museum Tucson ist umgeben vom einzigartigen Lebensraum der Sonora-Wüste und dieses Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt der scheinbar kargen Landschaften auszustellen. Das Museum, eigentlich eine Mischung aus botanischem Garten, Zoo und Museum, zählt zu den meistbesuchten Attraktionen Tucsons mit etwa einer halben Million jährlichen Besuchern und beschäftigt sich sowohl mit der Flora und Fauna der Wüste als auch mit der Kunst, mit Fossilien und Mineralien und dem Leben des Menschen in der Sonora. Das Arizona-Sonora Desert Museum ist bekannt für die naturgemässe Unterbringung seiner Tiere und engagiert sich daneben für Forschung und Wissenschaft. Mehr als 300 Tierarten und über 1200 Pflanzenarten sind hier zu entdecken. Zur Ausstellung gehören beispielsweise begehbare Vogelhäuser, eine Insektenausstellung, ein nachgebauter Canyon und ein Kakteengarten. Adresse: 2021 North Kinney Road. Ganzjährig geöffnet, in den Sommermonaten aber nur bis zum frühen Nachmittag.
Old Tucson Studios Eine Spur von Hollywood in der Wüste Südarizonas findet sich in diesem zum Vergnügungspark ausgeweiteten Filmstudio. Nachdem die Westernkulissen von Columbia Pictures für einen Film 1939 im Stile der 1860er Jahre errichtet und im Anschluss für viele weitere Produktionen, oft mit namhaften Schauspielern, genutzt wurden, öffnete man das Studiogelände im Jahr 1960 für die Öffentlichkeit, um einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen. Trotzdem wurden hier weiterhin Filme und Fernsehserien gedreht, unter anderem solche mit John Wayne oder Robert Mitchum. Im Jahr 1995 zerstörte ein Grossfeuer viele der alten Kulissen, vor allem aber unersetzliche Ausstellungsstücke wie Originalkostüme. 1997 wurde der Park wiedereröffnet, nun mit einer grosszügigeren Anlage und zahlreichen neuen Gebäuden. Vor diesen Kulissen, die noch immer für Filme genutzt werden, finden unter anderem inszenierte Shootouts und Stuntshows statt. Ausserdem gibt es Führungen durch die Filmgeschichte der Studios mit vielen bemerkenswerten Ausstellungsstücken, Fahrgeschäfte, Goldwaschen und wechselnde Veranstaltungen. Adresse: 201 South Kinney Road. Täglich geöffnet, an einigen Tagen aber nur eingeschränktes Angebot (dienstags und mittwochs möglich).
Catalina Foothills Am Fusse der Catalina Mountains, einer der Bergketten rund um Tucson und zugleich ein Gebiet mit hohem Freizeitwert, liegt mit der Ortschaft Catalina Foothills nicht nur ein wohlhabender Vorort der Stadt, sondern auch einer der dem Durchschnittseinkommen nach reichsten Orte Arizonas. Mehrere Canyons sind von hier aus leicht erreichbar, die vor allem in den Wochenende zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stadtbewohner gehören. In Catalina Foothills, wo bereits etwa 54.000 Menschen leben, befinden sich mehrere Hotelresorts der gehobenen Klasse, das Shoppingcenter “La Encantada”, das ebenfalls vor allem gut gefüllte Brieftaschen anspricht und das Freilichtmuseum DeGrazia Gallery an der North Swan Road. In die Wüstenumgebung integriert, besteht die Galerie aus 13 Gebäuden, die zwischen 1952 und 1982 entstanden sind und von Künstlern entworfen wurden. Im Inneren der Häuser befinden sich Ausstellungen von Kunstwerken mit kostenlosem Eintritt.
Fort Lowell Das ursprünglich zum Schutz der Stadt während der Indianerkriege errichtete Fort war von 1873 bis 1891 aktiv und damals mit mehr als 300 Mann besetzt. Neben Verteidigungsanlagen und Unterkünften gehörte auch ein Hospital zu der Anlage. Das Pima County verwandelte das Fort in ein Freizeitgelände und Museum. Besucher finden hier Sportfelder unter anderem für Tennis, Baseball und Basketball. Das Museum, das an die militärische Bedeutung des Forts erinnert, befindet sich in den ehemaligen Räumlichkeiten des kommandohabenden Offiziers. Adresse: 2900 North Craycroft Road
Tucson Museum of Art Das Kunstmuseum legt seinen Schwerpunkt auf die Kunst des amerikanischen Westens und die des lateinamerikanischen Raums in moderner und zeitgenössischer Darstellung. Hinzu kommen wechselnde Sonderausstellungen, in denen beispielsweise auch auf regionale Künstler aus dem Umland Tucsons eingegangen wird. Zum Museum gehört der so genannte historische Block in der Nachbarschaft, wo sich einige Gebäude aus der Anfangszeit der Stadt befinden und in denen jeweils Teile der Ausstellung untergebracht sind. Adresse: 140 North Main Avenue. Geöffnet dienstags bis samstags 10-17 Uhr, sonntags 12-17 Uhr
Center for Creative Photography Angesiedelt auf dem Gelände der University of Arizona und gegründet 1975, enthält das angesehene Zentrum für kreative Fotografie die kompletten Werksammlungen einiger namhafter Fotokünstler, vor allem das des berühmten Fotografen des Westens, Ansel Adams, der sogar ein Mitbegründer des Centers war. Insgesamt sind Werke von mehr als 2000 Fotographen in der Sammlung, die durch wechselnde Ausstellungen ergänzt wird. Auf dem Campus der University of Arizona in der Nähe des Speedway. Geöffnet Montag-Freitag 9-17 Uhr, Wochenende 13-16 Uhr
El Tiradito Eine ungewöhnliche Sehenswürdigkeit, denn El Tiradito ist eigentlich der zerfallende Rest eines alten, 1871 erbauten Backsteingebäudes, in dessen Inneren ein Metallgestell steht. Dieses Gestell allerdings dient der Aufnahme von Blumen, Gedichten auf Zetteln und Kerzen, mit denen Menschen ihre Wünsche und Fürbitten ausdrücken. Der “Wünsche-Schrein” wurde der Legende nach im Gedenken an einen Mann eingerichtet, der im Kampf für seine Liebe sein Leben verlor. Adresse: 400 South Main
Trail Dust Town Halb Shoppingmeile, halb Freilichtmuseum: Trail Dust Town entstand in den Kulissen eines nie zu Ende gedrehten Westernfilms in den 50er Jahren. Neben einer Handvoll Läden und Restaurants entdecken Besucher hier eine Mini-Eisenbahn, eine am Abend aufgeführte Slapstick-Stuntshow, ein historische Karussell aus den 20er Jahren und das Museum of the Horse Soldier, das sich der Geschichte der Kavallerie in Amerika bis zurück zum Civil War widmet und viele historische Exponate vorweisen kann. Adresse: 6541 East Tanque Verde Road
Titan Missile Museum Wer schon immer mal eine Atomrakete aus der Nähe betrachten wollte, fährt am besten ins etwa 25 Kilometer von Tucson entfernte Sahuarita, wo man in geführten Touren eine ebensolche aus dem Titan II-Programm bewundern kann. Das Programm wurde 1982 von Präsident Reagan stillgelegt und die einstmals hier befindliche Rakete mit einer Kraft von 9000 Kilotonnen wurde durch eine baugleiche Trainingsrakete ohne Antrieb und Sprengkopf ersetzt. Raketensilo, technische Einrichtungen und Kommandozentrale sind allerdings noch Originale aus dem Kalten Krieg. Adresse: 1580 West Duval Mine Road, Sahuarita. Geöffnet täglich 8:45-17 Uhr, Touren beginnen halbstündlich
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