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Harriet Tubman

Harriet Tubman

Die auch als “Moses” bekannt gewordene Tubman, selbst als Sklavin geboren und durch ihr schon als Kind zugefügte Gewalt körperlich beeinträchtigt war, begann schon kurz nach ihrer eigenen Flucht damit, erst Verwandten, dann anderen Sklaven das Verlassen des Südens zu ermöglichen. Durch ihren eigenen Status war das Risiko für Tubman als Mitglied der Underground Railroad besonders hoch, weshalb sie von ihren Mitstreitern, unter anderem von Frederick Douglass, viel Anerkennung erhielt. Insgesamt unternahm sie dreizehn Befreiungsmissionen nach Maryland, von wo sie selbst geflohen war und organisierte und führte die Flucht von etwa 70 Sklaven. Sie war auch an den Vorbereitungen von John Browns geplanten Überfall in Harper’s Ferry beteiligt. Im Civil War arbeitete sie als Köchin, Krankenschwester und Scout für die Truppen des Nordens. Später engagierte sie sich als Suffragette für die Einführung des Frauenwahlrechts und in der Methodistenkirche, die ein nach ihr benanntes Seniorenheim eröffnete. In diesem Heim starb Tubman 1913. Sie gilt heute als eine der wichtigsten historischen Persönlichkeiten des Landes. 

John Rankin

John Rankin

Der Pfarrer John Rankin gilt als einer der bedeutendsten Aktivisten der Underground Railroad. Rankin hatte den Süden der USA verlassen, weil seine Ansichten zur Sklavenfrage ihn und seine Familie in Gefahr gebracht hatten. An seinem neuen Wohnort Ripley, Ohio, war er ebenfalls als entschiedener Gegner der Sklaverei bekannt und sein Haus daher eine der ersten Adressen, an denen Kopfgeldjäger nach geflüchteten Sklaven suchten. Trotzdem schaffte es Rankin, bei der Befreiung hunderter Sklaven zu helfen, vielen davon durch Aufnahme in sein Haus. Dieses lag auf einem Hügel über dem Ohio River, der die Grenze zwischen dem freien Norden und dem sklavenhaltenden Süden bildete. Durch eine Laterne am Haus signalisierte Rankin den Menschen auf der anderen Flussseite, wenn der Ohio River sicher überquert werden konnte. Das Haus ist heute denkmalgeschützt.

Levi Coffin

Levi Coffin

Coffins Beitrag zur Emanzipation der schwarzen Bevölkerung und zur Befreiung der Sklaven endete nicht mit seinem aktiven Mitwirken an der Underground Railroad, über die er nach eigenen Angaben etwa 3000 Menschen zur Freiheit verhalf. Darüber hinaus betrieb er in Cincinnati einen Laden, in dem ausschließlich von befreiten Sklaven produzierte Waren verkauft wurden, was deren Verdienstmöglichkeiten für den Neuanfang nach der Flucht deutlich verbesserte. Coffins Haus in Fountain City, Indiana mit zahlreichen geheimen Versteckmöglichkeiten ist heute per Führung zu besichtigen.

Calvin Fairbank

Calvin Fairbank

Der streng religiöse Calvin Fairbank arbeitete als Führer eines Transportschiffs auf dem Ohio River, als er Mitglied der Underground Railroad wurde und entflohene Sklaven über den Fluss zum Haus von Levi Coffin brachte. Bei einer seiner Befreiungsaktionen in Kentucky wurde er erkannt und bei seiner nächsten Rückkehr in das Gebiet verhaftet. 1845 wurde er zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, kam jedoch schon 1849 frei, als der befreite Sklave seinen ehemaligen Besitzer auszahlte. 1851 wurde er erneut wegen Sklavenbefreiung verhaftet und zu 15 Jahren verurteilt, 1864 wurde er - während des Civil War - begnadigt. Durch die harten Bedingungen des Gefängnisses litt Fairbanks Gesundheit so sehr, dass er nach der Freilassung keiner Arbeit mehr nachgehen konnte und schließlich verarmte.


 

 

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