Vermont

 

Green Mountains

Es waren die ausgeprägten Wälder auf dem Rücken der Berge, die Thomas Young dazu veranlassten, diesen Höhenzug als „Green Mountains“ zu bezeichnen und dann die französischen Worte „vert“ für „grün“ und „mont“ für „Berg“ zu kombinieren und sie als Namen für den neuen Bundesstaat vorzuschlagen. Die Green Mountains definieren mit einer Gesamtlänge von rund 400 Kilometern weite Teile der Landschaft von Vermont, sind dessen touristisches Highlight und ergeben eine Region mit hohem Freizeitwert im Winter wie im Sommer. Ein ausgedehntes Netz aus Wegen zum Wandern oder Mountainbiking steht bereit und ab November verwandelt sich das Gebirge in eines der beliebtesten Skigebiete der USA.

VT Green Mountains

Der wichtigste Pfad zur Erkundung nicht nur der Berglandschaften, sondern des gesamten Bundesstaats, ist der Long Trail, der sich über 438 Kilometer durch ganz Vermont zieht, dazu kommen inzwischen mehr als 280 Kilometer an Neben- und Seitenwegen. Der Weg wurde zwischen 1910 und 1930 als erster Fernwanderweg des Landes von einem Verband von Freiwilligen angelegt. Der Startpunkt liegt bei Williamstown im benachbarten Massachusetts, das Ende an der Grenze zu Kanada in der Nähe des Ortes North Troy. Auf dieser Strecke überquert der Long Trail fast aller Gipfel des Gebirgszugs.

Die Green Mountains sind ein Teil des Gebirgssystems der Appalachian Mountains, die sich von Kanada bis hinunter nach Georgia ziehen. Für sich genommen, sind sie eigentlich ein Mittelgebirge, doch drei der Berge weisen alpine Charakteristiken auf. Dazu zählt vor allem der höchste Gipfel Vermonts, der 1340 Meter hohe Mount Mansfield. Er wurde nach einem gleichnamigen, heute nicht mehr existierenden Ort benannt und ist heute am besten von den Orten Stowe oder Cambridge zu erreichen. Aus der Ferne und mit etwas Fantasie betrachtet, erinnert der Berg an ein menschliches Gesicht, wobei das „Kinn“ den höchsten Punkt darstellt. Rund um den Gipfel befindet sich ein etwa 80 Hektar großes Gebiet, in dem alpine Tundra zu bewundern ist. Um diese zu sehen und den Gipfel zu erklimmen, gibt es mehrere ausgewiesene Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Ein Besucherzentrum hat Karten mit den eingezeichneten Wegen, dieses Zentrum allerdings liegt selbst schon auf einer Höhe von fast 1200 Metern und ist über die Auto Toll Road, eine recht teure Mautstrasse (geöffnet Mai bis Oktober täglich 9-16 Uhr) auch mit dem Auto zu erreichen. Auf dem Weg dorthin passiert man die Skilifte, mit deren Hilfe sich der Berg im Winter in eine Sportlandschaft verwandelt, in der man diverse Möglichkeiten für alpinen und nordischen Skilauf findet. Im Schnitt fallen in jedem Winter mehr als acht Meter Schnee.

Stowe hat sich als touristisches Zentrum der Region etabliert. Hier befinden sich einige Hotels oder Bed & Breakfasts von rustikal bis elegant. Der Ort selbst hat nur gut 4000 Einwohner, ist aber ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der Umgebung, zum Beispiel in den Smugglers‘ Notch State Park. Dieser liegt zwischen Mount Mansfield und dem Spruce Peak und erhielt seinen Namen, als britische Güter aus Kanada über diesen Weg Richtung Süden geliefert wurden, nachdem Präsident Jefferson 1807 ein Embargo gegen Großbritannien verhängt hatte. Später wurde die Passage in umgekehrter Richtung benutzt, als geflohene Sklaven aus den Südstaaten über diesen Weg in Richtung Kanada zogen. Der State Park verfügt über mehrere Campingplätze und Wanderwege sowie über einen kleinen See, in dem man fischen und schwimmen kann. Ebenso sind Klettern und die Erkundung der zahlreichen Höhlen der Gegend auf eigene Faust möglich.

Südlich an den Mount Mansfield anschließend befindet sich Camel’s Hump, dessen eigentümliche Form ihm nicht nur den Namen einbrachte, der so viel wie „Kamelhöcker“ bedeutet, sondern ihm auch einen gewissen Bekanntheitsgrad und sogar die Abbildung auf einer 25-Cent-Münze bescherte. Auch an diesem Berg, der mit 1244 Metern der dritthöchste der Green Mountains ist, gibt es mehrere Wanderwege und einen State Park, der allerdings über keinerlei Einrichtungen für Besucher verfügt; Campen ist aber erlaubt. Wer den Aufstieg bis zum Gipfel schafft, wird mit dem Anblick des letzten Restes von einst weiter verbreiteter alpiner Vegetation belohnt. Am Fuß des Berges fließt der Winooski River, der in den Lake Champlain mündet und auf dem man Kajak oder Kanu fahren kann. Eine interessante Sehenswürdigkeit ist der Damm, der 1992 in der Stadt Winooski errichtet wurde, denn in diesem wurden optische Sensoren zur Regulierung des Wasserstands verbaut, was ihm einen Eintrag ins Guinness-Buch als „intelligentester Staudamm der Welt“ einbrachte.

Im nördlichen Abschnitt der Green Mountains ist der Jay Peak erwähnenswert. Der 1176 Meter hohe Berg liegt nur wenige Kilometer von der kanadischen Grenze entfernt und ist der Standort eines bekannten Skiresorts, das 1957 entstanden ist. Das Skigebiet zählt in jeder Saison mehrere hunderttausend Gäste, zumeist aus den nahegelegenen Metropolen des Nordostens. Jay Peak ist unter anderem deswegen so beliebt, weil dieses das Skiresort mit dem durchschnittlich meisten Schneefall in den USA ist – jedes Jahr fallen hier rund neun Meter Schnee. Zum Resort gehören seit 2011 auch ein Indoor-Wasserpark und ein Golfplatz.

Das Skigebiet mit der steilsten Abfahrt dagegen befindet sich am Killington Peak, dem zweithöchsten Gipfel des Gebirges mit 1291 Metern. Das Skiresort hier ist mit mehr als 460 Hektar nutzbarer Fläche dabei das größte im Osten der USA. Mehr als 20 Lifte bringen Gäste auf die Hänge und in die Loipen, die jeweils verschiedene Schwierigkeitsgrade aufweisen. Am Killington Peak fallen im Schnitt 6,5 Meter Schnee pro Jahr, es wird daher häufig mit Kunstschnee weitergeholfen. In den Sommermonaten finden Besucher an diesem Berg ein insgesamt 70 Kilometer langes Netz aus Wanderwegen und einige herausfordernde Strecken für Mountainbiker.


 

 

 

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