Virginia

 

Virginia Beach

VA Virginia Beach Strand

Einwohner:

448.500

Gründungsjahr:

1906

Beiname:

Neptune City

Offizielle Flagge:

Virginia Beach

> Reisebericht und weitere Bilder aus Virginia Beach

Virginia Beach ist die mit Abstand größte Stadt des Bundesstaats Virginia, bezogen auf die Einwohnerzahl. Auch der Fläche nach hat die Stadt Rekordwerte vorzuweisen; das Stadtgebiet nimmt insgesamt mehr als 1200 Quadratkilometer ein. Gut die Hälfte der Fläche ist allerdings Wasser. Virginia Beach liegt im südöstlichsten Winkel von Virginia an der Chesapeake Bay. Nur rund 18 Meilen und 20 Minuten mit dem Auto entfernt liegt Virginias zweitgrößte Stadt Norfolk, das gewöhnlich als Hauptort des Ballungsraums angesehen wird. 

Die Geschichte von Virginia Beach hängt ebenfalls eng mit dem benachbarten Norfolk zusammen, das bereits im 17. Jahrhundert entstand. Aus den frühesten Kolonien englischer Siedler entwickelten sich in Virginia mehrere Orte und Landkreise. Dazu gehörte auch das Princess Anne County, das jedoch über lange Zeit vor allem Standort einiger Farmen und Plantagen war. Das änderte sich mit dem Bau einer Eisenbahnlinie 1883. Die Bahngesellschaft baute in der schönen Lage am Atlantik ein erstes Hotel, weitere folgten. Die Gäste kamen per Bahn und ab 1922, als die Verbindungsstraße nach Norfolk eröffnet wurde, zunehmend per Auto. Seitdem hat der Tourismus die Entwicklung von Virginia Beach maßgeblich bestimmt und vorangetrieben; sogar so sehr, dass die Stadt inzwischen an die Grenzen gestoßen ist, innerhalb derer eine weitere Ausdehnung möglich war. Restriktionen für weiteres Wachstum bestehen auch auf Grund von Oceana, einem der größten Flughäfen der Marineflieger im ganzen Land. Neben dem Tourismus ist das Militär die wichtigste Stütze der Wirtschaft. Oceana ist der größte Arbeitgeber in der Stadt, daneben gibt es weitere Militärstützpunkte im Stadtgebiet und im Umland. Darüber hinaus hat die Landwirtschaft erstaunlich große Bedeutung, es gibt mehr als 170 Farmen in Virginia Beach. Wer sich über die Bedeutung speziell der Marinefliegerei für die Region informieren möchte, dem sei das Military Aviation Museum empfohlen (1341 Princess Anne Road, geöffnet täglich 9-17 Uhr), in dem mehrere historische Flugzeugmodelle ausgestellt werden.  

VA Virginia Beach King Neptune smDen Besuchern der Stadt stehen zahlreiche Hotels und andere Unterkünfte zur Verfügung. Der Tourismus konzentriert sich entlang des knapp fünf Kilometer langen Boardwalk, der aus einem Fußweg und einer parallel verlaufenden Radstrecke besteht. Rund 40 Hotels befinden sich entlang des Boardwalk, ebenso wie viele Restaurants und Geschäfte. Während der Saison findet hier auch Live-Entertainment aller Art statt, zudem führt der Weg zum beliebten Fishing Pier an der 14. Straße. Hier, wie auch an vielen anderen Stellen im Stadtteil Oceanfront am Meer, befinden sich zahlreiche Denkmäler und Monumente. Abgebildet sind berühmte Menschen aus Virginia, aber auch Szenen, mit denen die Geschichte der Marinefliegerei dargestellt wird. Das bekannteste Monument ist aber zweifellos die Statue des Meeresgotts Neptun, die am Boardwalk steht, dort das wohl beliebteste Fotomotiv der Stadt ist und zum inoffiziellen Wahrzeichen von Virginia Beach geworden ist. Dieses Gebiet ist auch der Schauplatz des jährlichen Neptune Festivals; ein Volksfest, zudem immer mehrere hunderttausend Besucher in die Stadt kommen. Zum Programm gehören eine Parade, Livemusik, Sportveranstaltungen, Ausstellungen und die Meisterschaften im Sandburgenbau.      

Wer die natürlichen Abschnitte der Atlantikküste von Virginia Beach abseits der Touristenströme erleben möchte, interessiert sich wahrscheinlich für die Back Bay National Wildlife Refuge (Sandpiper Road, geöffnet von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang). Das Naturschutzgebiet liegt auf einer schmalen Barriereinsel zwischen dem Festland und dem offenen Meer und damit in einer Kette von Schutzgebieten vor allem für Zugvögel, die sich entlang der Atlantikküste zieht. Vor allem zur Vogelbeachtung eignet sich das Gebiet - allein rund 10.000 Schneegänse machen hier jedes Jahr Station - und in den Dünen am Strand haben geschützte Meeresschildkröten ihre Nester. Im Hinterland liegen Küstenwälder und Feuchtgebiete. Mit einer Bahn gelangt man durch die Wildlife Refuge hindurch zum False Cape State Park, der die Staatsgrenze zu North Carolina markiert. Das False Cape (zu deutsch: Falsches Kap) ließ früher viele Kapitäne glauben, es sei das weiter nördlich gelegene Cape Henry, was dazu führte, dass hier viele Schiffe auf Grund liefen und untergingen. Besucher des State Parks können auf Wanderungen, Radtouren oder mit dem Boot die Natur des State Parks erkunden, auch einfaches Camping ist möglich. Es gibt sogar noch ein weiteres Schutzgebiet in Virginia Beach, den First Landing State Park an der Chesapeake Bay. Getreu dem Namen liegt dieser State Park an der Stelle, an der Anfang des 17. Jahrhunderts die ersten englischen Kolonisten anlegten. Zum State Park gehören unter anderem Feuchtgebiete mit Zypressenwäldern und ein gut zwei Kilometer langer Sandstrand, der einer der wichtigsten Gründe dafür ist, dass First Landing der meistbesuchte State Park Virginias ist. Andere Besucher erfreuen sich an den vielen Kilometern Wanderwege. Etwas außerhalb der Stadt ist daneben das Cape Henry Lighthouse zu empfehlen (Fort Story, Atlantic Avenue). Der historische Leuchtturm, 1792 in Betrieb genommen, erlaubt Besuchern einen schönen Blick auf die Chesapeake Bay.  

Selbstverständlich und wenig überraschend sind die wichtigsten Attraktionen von Virginia Beach aber die Strände. Insgesamt gehört der Strandbereich der Stadt zu den längsten weltweit. Welcher Strandabschnitt der richtige ist, hängt natürlich von den individuellen Vorlieben und Erwartungen ab. Viele Touristen werden in der Umgebung der Hotels und Resorts bleiben. Hier, in der so bezeichneten “Resort Area”, also dem Strand-und-Hotels-Stadtteil, werden auch Ausflüge auf das Meer angeboten, die von der eher ruhigen Delfin-Beobachtungstour bis hin zur schnellen Fahrt auf dem Schnellboot reichen. Manchmal jedoch lohnt es sich durchaus, sich etwas weiter entfernt davon umzusehen. So ist Sandbridge Beach ein sauberer, ruhiger und familienfreundlicher Bereich, an dem es allerdings so gut wie keine Einrichtungen gibt. Ebenfalls bei Familien beliebt ist Chick’s Beach mit flachem Einstieg ins Wasser; dieser Strand wird vor allem von den Anwohnern genutzt. North End Beach hat ebenfalls wenig touristischen Charakter, hierher kommen allerdings auch Hundebesitzer gern.   

Auch für regnerische Tage hat die Stadt einiges zu bieten. Vor allem ist in dieser Hinsicht das Virginia Aquarium & Marine Science Center zu nennen (717 General Booth Boulevard, geöffnet täglich 9-17 Uhr). Das beliebte meeresbiologische Institut bietet Erkundungstouren zur Beobachtung von Meerestieren und ist Heimat mehrerer großer Wassertanks in zwei Gebäuden, in denen rund 700 verschiedene Arten zu entdecken sind, wobei unterschiedliche Lebensräume nachgestellt sind. Neben vielen tausend Fischen beherbergt das Aquarium auch Schildkröten, Schlangen, Otter und andere Arten. Zudem gibt es hinter dem Hauptgebäude eine Freifluganlage, in der diverse Vogelarten zu bewundern sind. Neu im Angebot ist ein Baumkronenpfad mit Ziplines im sogenannten Adventure Park. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Virginia Museum of Contemporary Art (2200 Parks Avenue, geöffnet Dienstag-Freitag 10-17 Uhr, am Wochenende 10-16 Uhr). Das Museum zeigt zeitgenössische Kunst in wechselnden Ausstellungen und organisiert einmal jährlich die bekannte Boardwalk Art Show, bei dem lokale Künstler ihre Werke im Rahmen eines Festivals ausstellen.

Wer sich dagegen für die Geschichte der Stadt interessiert, sollte dem Adam Thoroughgood House (1636 Parrish Road) einen Besuch abstatten. Das etwa 1720 aus Backsteinen erbaute Gebäude ist eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke im ganzen Bundesstaat. Ebenfalls in dieser Hinsicht sehenswert sind die ehemaligen Plantagengebäude Francis Land House (3131 Virginia Beach Boulevard) von 1805 und das etwa 1725 erbaute Lynnhaven House (Absalom Road), hinter dem sich ein kleiner Friedhof mit Gräbern aus der Zeit des Unabhängigkeitskriegs befindet. Ebenfalls historisch wird es im ehemaligen Gebäude der Küstenwache, der Old Coast Guard Station (24th Street). Hier gibt es eine Ausstellung zur maritimen Geschichte der Region und beim beliebten Ghost Walk wird der Frage nachgegangen, ob man die Geister von vor vielen Jahren verunglückten Schiffen heute noch aufspüren kann.     

Unter den Parks und Grünanlagen in Virginia Beach ist insbesondere Mount Trashmore Park hervorzuheben. Der ausgedehnte Park trägt seinen unvorteilhaft erscheinenden Namen nicht zu Unrecht, denn er entstand 1974 durch die Renaturierung einer Müllkippe. Die Anlage umfasst zwei kleine Seen, diverse Sportfelder, eine Skateanlage und einen bei Kindern sehr beliebten Abenteuerspielplatz. Der Park ist ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen, besonders an den Wochenenden. Am Ufer des Lynnhaven River befindet sich ein letztes Stück nicht entwickelten Lands, das als Naturpark erhalten bleiben soll. Nachdem ein geplantes Bauprojekt am Pleasure House Point 2008 gescheitert war, wurde das Grundstück von der Stadt gekauft und soll sich nun in seinen ursprünglichen Zustand zurückentwickeln. Die auf dem Gelände zu findenden Lebensräume, darunter Küstenwald und Feuchtgebiete, bieten bereits wieder zahlreichen Arten eine Heimat. Als Zentrum für Information und Bildung wurde das Brock Environmental Center errichtet (3663 Marlin Bay Drive), eines der energieeffizientesten Gebäude der Welt. Das Gebäude beherbergt die Naturschützer und Forscher der Chesapeake Bay Foundation und kann besichtigt werden.   


 

 

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