South Dakota

 

Wind Cave Nationalpark

SD Wind Cave Nationalpark Prairie

Der Wind Cave Nationalpark liegt im Westen von South Dakota in den Black Hills, etwa 15 Kilometer entfernt von der Kleinstadt Hot Springs. Die wesentlichen Bestandteile des Nationalparks sind die langgezogene Höhle mit den besonderen Calcium-Ablagerungen und darüber liegend, eine Naturlandschaft aus Wald und Grasprärie, in der zahlreiche Tierarten zuhause sind. Wind Cave Nationalpark wurde 1903 während der Regierungszeit von Theodore Roosevelt eingerichtet und zählt damit zu den zehn ältesten Parks des Landes. Eine Erkundung der Höhle ist in einer von fünf verschiedenen, von den Park Rangers angebotenen Touren möglich, die jeweils am Besucherzentrum starten. Die oberirdischen Abschnitte des Nationalparks verfügen über Wanderwege und Campingplätze.    

Die Brüder Tom und Jesse Bingham waren im Sommer 1881 auf der Suche nach einem Unterschlupf wegen eines aufziehenden Unwetters und stießen auf eine Öffnung in der Erde, aus der Wind kam. Diese Luftdruckangleichungen, die sich durch in die Höhle einströmenden oder aus ihr ausströmenden Wind ausdrücken, gaben der Entdeckung ihren Namen. Tatsächlich hatten die in der Gegend heimischen Ureinwohner schon lange vor den Bingham-Brüdern von der Höhle gewusst, es ist jedoch nicht bekannt, dass sie zuvor bereits erkundet worden wäre. Das änderte sich ab 1889, als eine Bergbaugesellschaft Jesse McDonald damit beauftragte, sie zu untersuchen. Als er nichts kommerziell verwertbares fand, verlor die Firma ihr Interesse. McDonald begann daraufhin, die Höhle auf eigene Faust und zusammen mit seiner Familie touristisch zu nutzen, dies war der Beginn der Erschließung der Wind Cave als Sehenswürdigkeit.

Heute ist der Nationalpark wesentlich leichter erreichbar als zu den damaligen Zeiten. Der Highway 385 beziehungsweise die State Route 87 aus Richtung Norden führen direkt zum Besucherzentrum (täglich geöffnet 8-16:30 Uhr), wo es eine kleine Ausstellung zur Geologie und Biologie der Region und einen Laden gibt. Die Park Rangers beraten hier zu den verschiedenen angebotenen Naturprogrammen und die Tickets für die Führungen in die Höhle sind hier erhältlich.

Das Höhlensystem ist das Ergebnis Millionen Jahre alter geologischer Prozesse, entstanden aus dem Rückgang des einst an dieser Stelle zu findenden Ozeans. Bei einer Besichtigung wird besonderes Augenmerk auf die Ablagerungen von Calcium an den Wänden gelegt. Diese erinnern in ihrer Form an Bienenwaben und werden daher als “Boxwork” bezeichnet. Besichtigungen sind nur im Rahmen der von Park Rangers geführten Touren möglich, von denen unterschiedliche Varianten angeboten werden. In der Hauptsaison muss teilweise mit längeren Wartezeiten gerechnet werden; es empfiehlt sich, eine der früh am Tag stattfindenden Touren zu buchen.

Mindestens ebenso sehenswert ist der Abschnitt des Nationalparks, der an der Oberfläche liegt. Hier ist ein Stück der Prärie erhalten geblieben, die früher weite Teile des amerikanischen Westens eingenommen hat. Sich im Wind wiegendes Gras und Pinienwälder prägen das Bild. Über ein Netz aus Wanderwegen, aber auch auf mehreren Straßen, lässt sich das Gebiet erkunden. In diesem Lebensraum kommen unter anderem Kojoten, Dachse, Präriehunde und Luchse vor. Unweit des Besucherzentrums steht ein Campingplatz zur Verfügung. Weitere Unterkünfte lassen sich im nahegelegenen Ort Hot Springs finden. 


 

 

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