4trips_breit_140x30
default

 

Mississippi River

Länge:

3734 Kilometer

Quelle:

Lake Itasca, Minnesota

Mündung:

Golf von Mexiko in Louisiana

Bundesstaaten:

Minnesota, Wisconsin, Iowa, Illinois, Missouri, Kentucky, Tennessee, Arkansas, Mississippi, Louisiana

Mississippi River Neelys Landing MO

Der Mississippi, der auf seiner Länge von 3734 Kilometern insgesamt zehn Bundesstaaten durchfliesst oder berührt, hat einen besonderen Platz in amerikanischer Kultur und Geschichte. Als bedeutendster Strom des größten Flusssystems der USA ist er mit seinen Neben- und Zuflüssen das Einzugsgebiet für das Wasser aus 31 Bundesstaaten zwischen den Appalachian Mountains und den Rocky Mountains. Der Fluss entspringt im Itasca State Park in Minnesota und mündet bei Baton Rouge in Louisiana in den Golf von Mexiko. Der Mississippi wird an unzähligen Stellen als Erholungsgebiet genutzt, zudem ist er, insbesondere in der Nähe seiner Mündung, die Lebensader eine der wichtigsten Agraranbaugebiete des Landes.

Der Mississippi spielte eine wichtige Rolle für die Ausdehnung des Landes nach der Ankunft der Kolonialisierung. Zunächst als äußere Grenze des bewohnbaren Areals angesehen, hinter der nur noch undurchdringliche Wildnis vermutet wurde, diente er später als Orientierungspunkt für die Pioniere und wurde zu einem der wichtigsten Transportwege. Zuvor jedoch war die Umgebung des Flusses die Heimat mehrerer Völker der Ureinwohner, die hier bereits ein Netzwerk aus Handelsstrassen unterhielten und deren früheste Spuren bis in das 4. Jahrtausend v. Chr. zum Beginn der Bronzezeit zurückreichen.  Im Jahr 1541 erreichte der Entdecker Hernando de Soto als erster Europäer den Fluss, den er als „Fluss des Heiligen Geistes“ bezeichnete, doch das sollte nicht der letzte Name für den mächtigen Strom gewesen sein. Der französische Entdecker Jacques Marquette, der 1673 in die Region kam, bezeichnete ihn als „Fluss der unbefleckten Empfängnis“, ein ihn begleitender Sioux-Indianer nannte ihn einfach „Big River“. Nur wenige Jahre später, 1682, beanspruchten die Franzosen das gesamte Flusstal für sich und führten die nächste Umbenennung durch. Der französische Finanzminister stand Pate für den neuen Namen Colbert River. Nach dem Siebenjährigen Krieg wurde der Fluss 1763 zur Trennlinie zwischen den britischen Kolonien östlich und den spanischen westlich davon. 1815 schließlich wurde der Mississippi erstmals amerikanisch, als die USA Großbritannien in der Schlacht von New Orleans besiegten und so die Kontrolle über den Fluss übernahmen. Die Besiedelung beider Flussufer beschleunigte sich danach deutlich.

Es war diese Epoche, die Mark Twain in seinen berühmten Erzählungen von Huckleberry Finn beschrieb. Twain war in dem winzigen Ort Florida im Bundesstaat Missouri geboren worden, der heute unbewohnt ist. Das Dorf liegt nicht am Mississippi, sondern am Zusammenfluss dreier Arme des Salt Rivers, eines Nebenflusses. Die Familie zog dann um nach Hannibal, Missouri, die Stadt mit heute rund 18.000 Einwohnern spielt in mehreren von Twains Werken eine Rolle.

Der Mississippi spielt eine wichtige Rolle für viele der Bundesstaaten an seinen Ufern. So bildet er zum Beispiel an vielen Stellen die Grenze zwischen zwei Stmiss5aaten oder einen Teil davon. Zudem sorgte er dafür, dass sich an seinem Rand Orte bildeten, die dank der Funktion des Flusses als bedeutender Transportweg zwischen Nord und Süd oft schnell wuchsen und an Bedeutung gewannen. Mit Minneapolis, St. Louis, Memphis und New Orleans liegen mehrere überregional bedeutende Großstädte am Mississippi, dazu noch zahlreiche weitere größere und mittelgroße Städte.

Der Fluss wird allgemein in drei Abschnitte unterteilt. Der Abschnitt Upper Mississippi umfasst dabei den Verlauf vom Lake Itasca bis hin zum Zusammenfluss mit dem Missouri River bei St. Louis. In diesem oberen Teil verliert der Fluss, auch durch das Passieren von mehr als 40 Dämmen und Schleusen, bereits deutlich an Höhenlage. Während der Quellsee auf 450 Metern über dem Meeresspiegel liegt, ist das Wasser in Missouri nur noch auf einer Höhe von 209 Metern. Im Bereich des Upper Mississippi ist der Fluss oft in mehrere Arme aufgeteilt, bildet Inseln und Seen und wird zur Energieversorgung genutzt. Dieses Bild ändert sich im Abschnitt Middle Mississippi, der bis zum des Ohio Rivers bei Cairo in Illinois reicht. Hier zeigt sich das Gewässer als recht ruhig fließender Strom ohne viele nennenswerte Zuflüsse. Südlich davon beginnt der Bereich Lower Mississippi, der bis zum Einfließen in den Golf von Mexiko reicht. In diesem unteren Teil erfolgen noch zahlreiche weitere Zuflüsse und der Fluss ist hier an mehreren Stellen breiter als eine Meile (1,6 Kilometer). Infolge der konstanten Ablagerung von Sedimenten hat sich der Mississippi dabei im Laufe der Jahrtausende immer wieder einmal selbst den Weiterfluss verstopft, so dass es zu mehreren Änderungen des Flussverlaufs, vor allem im unteren Abschnitt kam. Etwa alle tausend Jahre verändert sich der Wasserlauf und die dann stillgelegten, ehemaligen Abschnitte sind dann das, was als “Bayou” bezeichnet wird. Diese zählen zu den touristischen Sehenswürdigkeiten vor allem Louisianas und bilden damit einen in vielerlei Hinsicht interessanten Abschluss einer Reise entlang des mächtigsten Flusses der USA


 

 

 

Find us on Facebook

 

Follow us on Twitter

 

 

 

 

Americanet.de

 

Visit us on Pinterest

 

bl

 

 

 

 

Übersicht Reiseland USA

 

Impressum

 

 

 

 

This page in English: Mississippi River