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Monument Valley

Monument Valley

In der Four Corners Region, so benannt nach den vier Ecken der Bundesstaaten Arizona, Utah, Colorado und New Mexico, die hier den einzigen Punkt in den USA bilden, an dem die Grenzen von vier Staaten aufeinander treffen, finden sich die Bilder, die man im Kopf hat, wenn man vom amerikanischen Südwesten spricht. Geprägt und unzählige Male abgebildet auf Postern, in Werbeanzeigen und in Westernfilmen, vereint das Monument Valley viele Attribute in sich. Das hier ist Marlboro Country und Wilder Westen, rote Felsen und endlose Weiten, Indianerland und Touristenziel.

Eigentlich ist das Monument Valley gar kein Tal, sondern eine langgezogene Ebene auf einer Höhe von 1500 Metern über dem Meeresspiegel, ein Teil des Colorado Plateaus, dessen Boden vornehmlich aus Sedimentgestein besteht, in dem oxidierte Eisenteilchen für die charakteristische rote Farbe sorgen. Die herausragenden Felsen, die in der Geologie als “Härtling” bezeichnet werden (im Englischen “butte”), bestehen aus drei Schichten; Tonschiefer, Sandstein und Siltstein. Das Gestein wurde zunächst über Millionen von Jahren abgelagert und formte aus einem Becken ein Plateau. Die Naturgewalten schliffen die Schichten nach und nach wieder ab und liessen dabei die Formationen zurück, für die das Monument Valley berühmt ist. In der Region werden im Sommer häufig über 30° C erreicht; im Winter dagegen ist es nicht unüblich, dass auch Minustemperaturen herrschen.

Besondere Bedeutung hat die Gegend natürlich vor allem für die indianischen Ureinwohner, die in dieser Region zuhause sind. Dieser Tatsache ist es auch geschuldet, dass das Monument Valley trotz seiner einzigartigen Landschaften nicht den Status eines Nationalparks hat, sondern viele seiner Sehenswürdigkeiten stattdessen im Monument Valley Tribal Park der Navajo Nation organisiert sind. Diese Organisationseinheit ist das Gegenstück zum Nationalpark und die Navajo haben entsprechende touristische Angebote und Infrastruktur geschaffen, es gibt unter anderem ein Besucherzentrum, eine mit dem Auto befahrbare Rundstrecke, geführte Touren und Unterkunftsmöglichkeiten.

Das Valley liegt zum grösseren Teil auf dem Gebiet des Bundesstaats Arizona, wo sich auch die meisten der sehenswerten Punkte befinden. Das Visitor Center des Tribal Parks liegt genau auf der Staatsgrenze zwischen Utah und Arizona und ist über den Highway 163 erreichbar, der von dem knapp 5000 Einwohner zählenden Ort Kayenta, in dem seit 2007 ein jährliches Filmfestival und immer am 4. Juli ein grosses Rodeo stattfinden, bis zum Ort Bluff in Utah, der seinerseits 320 Einwohner zählt und ein Balloon Festival im Januar sowie die Utah Navajo Fair im September ausrichtet. Dieser Highway bietet in seinem Verlauf die wahrscheinlich besten Blicke auf das Valley ausserhalb des Tribal Parks, wenn er sich schnurgerade direkt auf die rot leuchtenden Felsformationen zubewegt. Ausserhalb der Parkgrenzen gibt es keine ausgewiesenen Wege; die wenigen Pfade, die vom Highway abzweigen, führen in der Regel zu den Privatgrundstücken von Navajo. Wer nicht direkt im Zentrum des Monument Valley übernachten will, findet in Kayenta einige kleinere Hotels.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entdeckte man einige Bodenschätze im Monument Valley, vor allem Uran und Kupfer. Der Abbau des Urans wurde von 1948 bis 1969 betrieben und die Mine entpuppte sich dabei als eine der ertragreichsten der USA - fast 4000 Tonnen wurden insgesamt gefördert. Inzwischen ist der Uranabbau wegen der Gesundheitsgefährdung der Menschen in der Region durch einen Beschluss der Navajo Nation untersagt. Als wichtigste Einnahmequelle dient seither unangefochten der Tourismus, auch angetrieben durch zahllose Filmproduktionen, mit deren Hilfe die Landschaften des Monument Valley weltweit bekannt wurden. Zu diesen Produktionen zählen nicht nur die Western des Regisseurs John Ford, sondern zum Beispiel auch in Easy Rider, Zurück in die Zukunft oder Forrest Gump, daneben auch in vielen Musikvideos, Computerspielen oder in TV-Serien.


 

 

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