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New Orleans

New Orleans’ Besonderheiten wurden den Augen der Weltöffentlichkeit vorgeführt, als alle Dämme brachen. Der Hurrikan Katrina im Jahr 2005, die anschließende komplette Überflutung und Evakuierung der Stadt und die damit verbundenen dramatischen Szenen zeigten ein anderes Gesicht einer Stadt, die ansonsten als Heimat der Musik und einer vielseitigen, fast schon exotisch wirkenden kulturellen Szene bekannt war. Die Naturkatastrophe war der wohl einschneidendste Wendepunkt in der wechselvollen Geschichte der größten Stadt von Louisiana und New Orleans hat sich durch sie in weiten Teilen unwiederbringlich verändert. 

Lage:

Süden von Louisiana, am Golf von Mexiko

Einwohner:

360.700

Einwohner Ballungsraum:

1.168.000

Fläche:

907 km²

Bevölkerungsdichte:

759 / km²

Beiname:

Crescent City, The Big Easy

Entfernungen:

Baton Rouge 130 Kilometer, Shreveport 550 Kilometer, Mobile 232 Kilometer, Jackson 300 Kilometer, Pensacola 320 Kilometer, Houston 560 Kilometer

Bürgermeister:

Mitch Landrieu, seit 2010

LA New Orleans St Louis Cathedral

 

New Orleans

 

LA New Orleans Bourbon Street

 

LA New Orleans streetcar

Nach außen hin scheint New Orleans wieder dieselbe Stadt zu sein wie vor Katrina: Der Tourismus spielt wieder eine tragende Rolle für die Wirtschaft der Stadt und in den weltberühmten Straßenzügen des French Quarter wird wieder jene einzigartige kulturelle Mischung gefeiert, die aus der Geschichte von New Orleans und Louisiana gewachsen ist. Jazz und Blues und viele andere Musikrichtungen sind hier zuhause und sie sind auf Festivals ebenso zu finden wie im Alltag der Menschen hier. Für Touristen gehört die Musik genauso zu New Orleans wie die besondere Küche der Stadt und die längst auch in anderen Teilen des Landes sowie auch im Ausland ihre Fans gefunden hat.

Der besondere Mix der Kulturen tritt darüber hinaus auch in einem einzigartigen hier gesprochenen Dialekt und in einer bunten Mischung verschiedener architektonischer Stilarten im Stadtbild zu Tage. New Orleans wurde 1718 von französischen Kolonialisten gegründet und nach der französischen Stadt Orléans benannt.

Neben dem Tourismus hat New Orleans’ Wirtschaft weitere wichtige Standbeine. Unter diesen ist in erster Linie der Hafen zu nennen, der zu den wichtigsten der Welt gehört und unter anderem zur Verschiffung des Öls genutzt wird, das in der Region in großem Umfang raffiniert wird. Weitere wichtige Felder sind das Gesundheitswesen und der Bereich Bildung, der unter anderem von der bekannten Privatuniversität Tulane abgedeckt wird, an der mehr als 13.000 Studenten eingeschrieben sind.

New Orleans zählt heute wieder gut 360.000 Einwohner. Bei der letzten Volkszählung vor Katrina waren es noch über 480.000 gewesen und der historische Höchststand waren 627.000 im Jahr 1960. Gut 60% der Einwohner sind schwarz, rund 33% weiß und etwa 5% der Bevölkerung hat lateinamerikanische Wurzeln. Es wird geschätzt, dass mehr als 10.000 illegal im Land lebende Süd- und Mittelamerikaner in New Orleans ansässig sind. Im Gegensatz zur landläufigen Auffassung ist der Katholizismus die am weitesten verbreitete Religion in der Stadt, während nur wenige Menschen tatsächlich Voodoo-Kulturen angehören.


 

 

 

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