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Ozark Mountains

Ozarks

Die Ozark Mountains oder kurz Ozarks sind eigentlich gar kein Gebirge, sondern ein Hochplateau, das sich vornehmlich über den Süden von Missouri und die nördliche Hälfte von Arkansas erstreckt. Ausläufer reichen bis nach Oklahoma und Kansas hinein. Die Region ist insgesamt mehr als 120.000 km² groß und beinhaltet mehrere Flüsse, Bäche, Seen und Wälder. Die Ozarks bieten damit einen hohen Freizeitwert, der gerne von Touristen genutzt wird. Darüber hinaus spielt das Gebiet eine wichtige Rolle für die Kulturen und Traditionen dieser Region, wie man in zahlreichen kleinen Orten in den Ozarks erkennen kann. Andere haben sich selbst zu Reisezielen entwickelt, so ist zum Beispiel Branson in Missouri landesweit für sein umfangreiches Entertainment-Angebot bekannt.

Die nächstgelegenen, gut erreichbaren Flughäfen sind die von Little Rock, Kansas City und vor allem St. Louis. Von dort aus verläuft der Interstate I-44 in südwestlicher Richtung nach Tulsa und Oklahoma City und bietet somit eine schnelle Möglichkeit, in die Ozark Mountains zu gelangen. Je nachdem, welcher Zielort angesteuert werden soll, braucht man auf diesem Weg rund drei Stunden bis ins Herz der Ozarks. Unterkunftsmöglichkeiten gibt es an zahlreichen Stellen des riesigen Gebiets, eine besonders breite Auswahl gibt es rund um den Lake of the Ozarks im Westen Missouris.

Im Gebiet der Ozark Mountains befinden sich mit dem Buffalo National River, den Nationalwäldern Mark Twain und Ozark-St. Francis sowie mehreren Wildnisgebieten mehrere staatlich geschützte Abschnitte, die sich besonders für Ausflüge zum Wandern, Spazieren, Radfahren oder Reiten anbieten. Diese Freizeitmöglichkeiten sind das Kernstück des touristischen Angebots der Region, die zu einem guten Teil vom Geschäft mit den Besuchern lebt. Andere Wirtschaftszweige von Bedeutung sind der Bergbau - Zink, Blei und Eisen sind die wichtigsten Produkte -, die Land- und die Forstwirtschaft. Viele historische Sägemühlen, manchmal von Wasserrädern angetrieben, zählen heute zu den Sehenswürdigkeiten. Sogar das dem Umsatz und der Angestelltenzahl nach größte Unternehmen der Welt hat seinen Sitz in den Ozarks: Walmart wurde in Rogers, Arkansas gegründet und hat sein Hauptquartier heute in Bentonville.

Alice Walton, Tochter eines der Firmengründer von Walmart, bescherte Bentonville im Jahr 2011 ein Kunstmuseum, das sich mittlerweile zu einer der wichtigsten Attraktionen der Region entwickelt hat. Das Crystal Bridges Museum of American Art (600 Museum Way, dienstags geschlossen) präsentiert bei freiem Eintritt eine der besten Kunstsammlungen des ganzen Landes. In der Ausstellung finden sich Werke von US-Künstlern aus allen Epochen, darunter Werke von Lichtenstein, Hopper, Morse und Warhol. AR Hemmed-in-Hollow Wasserfall

Der Abschnitt der Ozarks im Norden von Arkansas wird auch als Boston Mountains bezeichnet. Hier gibt es einige Erhebungen mit Höhen zwischen 750 und 800 Metern sowie den etwas niedrigeren Sam’s Throne (erreichbar über die Ortschaft Mount Judea), der bei Felskletterern äußerst beliebt ist. An den Bergen hier entspringen mehrere Flüsse, darunter der Kings River, der per Gesetz in seinem naturbelassenen Zustand verbleiben muss und der ebenfalls wegen seiner Natürlichkeit beliebte Buffalo River. Seen wie der von einem State Park mit Picknick- und Campingmöglichkeiten umgebene Lake Fort Smith oder Mountainbike-Strecken wie im Devil’s Den State Park nahe West Fork sorgen für weitere, vilefältige Outdoor-Möglichkeiten. Nicht weit entfernt liegt auch die Kleinstadt Harrison mit einigen gut erhaltenen historischen Gebäuden und dem Hauptquartier der Verwaltung des Buffalo National River. Etwas außerhalb des Ortes befinden sich die Hemmed-in-Hollow Falls, mit einer Höhe von fast 64 Metern einer der höchsten Wasserfälle der Ostküste. Mehrere kurze Wanderwege führen zu den Wasserfällen, die im Sommer allerdings oft sehr wenig Wasser führen. In Harrison findet alljährlich im September ein Heißluftballonrennen statt. Die größte Stadt im Arkansas-Teil der Ozarks ist Fayetteville, Heimat von knapp 79.000 Menschen und Standort der University of Arkansas, deren Footballteam regelmäßig Tausende Besucher in die Stadt zieht. In Fayetteville befinden sich einige historische Gebäude, der Theater- und Entertainmentdistrikt an der Dickson Street und der Botanical Garden of the Ozarks. Etwas weiter südlich liegt Russellville, die Kleinstadt, die am nächsten zum Ozark National Forest liegt. Die Stadt grenzt an den 160 km² großen Lake Dardanelle, der mit allen Arten von Booten befahren werden kann und an dessen Ufern sich zahlreiche Einrichtungen etwa für Camper befinden. Der Nationalwald, 1908 von Präsident Theodore Roosevelt ausgerufen, enthält viele Campingplätze, Badestellen und Gelegenheiten zur Naturbeobachtung, zum Angeln, Kanufahren und Reiten sowie den insgesamt 270 Kilometer langen Wanderweg Ozark Highlands Trail, der in die sehenswertesten Abschnitte der Gegend führt.

Im Abschnitt der Ozarks im Bundesstaat Oklahoma befindet sich die ursprünglich 1839 als Hauptort der Cherokee Nation gegründete Stadt Tahlequah mit heute rund 16.000 Einwohnern. Ein beliebtes Ausflugsziel in dieser Sektion ist der Grand Lake in der Nähe des Ortes Grove. Der See entstand durch Aufstauung des Grand River mit dem Zweck der Gewinnung von Wasserenergie für die Cherokee. Der fast 1600 Meter lange Pensacola Damm wurde 1940 fertiggestellt. Der See ist ein bekanntes Angelrevier und wird auch von Seglern gern genutzt.  

Gemessen an den Besucherzahlen allerdings ist der Abschnitt der Ozark Mountains, der nördlich der Mitte des Bundesstaats Missouri liegt, noch deutlich beliebter, insbesondere das Gebiet rund um den Lake of the Ozarks, wo jährlich rund 5 Millionen Besucher begrüßt werden. Dieser 220 km² große und bis zu 40 Meter tiefe See entstand 1931 mit Fertigstellung des Bagnell Dam, der den Osage River aufstaut. Rund um den See gibt es viele Einrichtungen für Touristen, darunter tausende Ferienhäuser, mehrere Golfplätze und vor allem eine ganze Reihe von State Parks, wo es jeweils Gelegenheit zum Campen, Spazieren und Picknicken sowie sanitäre Einrichtungen gibt. Im Südosten Missouris befindet sich die St. Francois Mountains, das Zentrum des Bergbaus in den Ozarks sowie einige weitere State Parks. Das Gebiet hier ist relativ gebirgig, unter anderem liegt hier mit dem 540 Meter hohen Taum Sauk Mountain der höchste natürliche Punkt des Bundesstaats. Hier gibt es einen asphaltierten Wanderweg bis zum Gipfel und ein Wildnisgebiet, das bei Wanderern und Naturfreunden sehr beliebt ist. Ganz in der Nähe des Berges liegt der kleine Ort Ironton, Standort eines hübschen historischen County Courthouses. Dieses dient als Kulisse für das zweimal jährlich stattfindende Mountain Music Festival, das einen hervorragenden Eindruck von der für diese Region traditionellen Musik vermittelt. Der Abschnitt des Black River, der durch diese Gegend fließt, ist ein beliebtes Revier für Kanufahrer und Rafter, in den Orten entlang des Flusses gibt es mehrere Ausstatter. 


 

 

 

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