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Reiseidee:
Goldrausch in Kalifornien

Gold rush

Reiseregion:

Norden von Kalifornien und kalifornisches Central Valley

Orte auf der Reise:

Coloma, California / Placerville, California / Columbia, California / Auburn, California / Sacramento, California

Strecke insgesamt:

ca. 350 Kilometer, gesamte Fahrzeit etwa 5 Stunden

Hintergrund
“Gold! Gold!” - Mit diesem Ausruf von Samuel Brannan begann der berühmteste Goldrausch der Geschichte. Geschätzte 300.000 Menschen kamen nach Kalifornien, Städte entstanden aus dem Nichts und so manches Vermögen wurde gemacht - in der Regel allerdings von Leuten wie Brannan, der selbst nicht nach Gold suchte, sondern den Glücksrittern aus aller Welt Unterkunft und Ausrüstuing verkaufte. Zwischen 1848 und 1855 wurde nicht nur Kalifornien verändert und die Expansion des Landes nach Westen vorangetrieben, sondern es wurde auch ein Mythos geschaffen, der bis heute fasziniert.

 

Der erste Stopp einer Reise auf den Spuren des Goldrauschs ist Coloma, California. Heute leben hier rund 500 Menschen, doch die Stadt ist mehr oder weniger eine Ghost Town, obwohl einige der Einwohner immer noch versuchen, dem American River Gold zu entlocken. Es war in Coloma, genauer gesagt an der Sägemühle Sutter’s Mill, wo James W. Marshall am 24. Januar 1848 einige Körnchen Gold fand. Heute kann man hier, organisiert als Marshall Gold Discovery State Historic Park (täglich ab 10 Uhr geöffnet), einen Nachbau der alten Mühle finden. Nur rund zehn Kilometer entfernt liegt Placerville, California, die heute 10.400 Einwohner zählende Hauptstadt des El Dorado County. Sie trug früher den wenig einladenden Namen “Hangtown”, denn hier wurden die Streitigkeiten, die immer wieder rund um die Goldminen ausbrachen, per drastischem Urteil beendet. Später wurde Placerville zum Umschlagplatz für das gefundene Gold und zu dem Ort, wo Banken und Ausrüster angesiedelt waren. Mit der Gold Bug Mine kann man hier heute eine echte Goldmine besichtigen, das Ganze wirkt allerdings sehr touristisch.   CA Columbia

Knapp zwei Autostunden weiter südlich kann man ebenfalls eine Goldmine besichtigen, doch in Columbia, California ist der Ort selbst noch deutlich interessanter. Rund 30 Gebäude im Innenstadtbereich des heute rund 2300 Einwohner zählenden Städtchens ist aus der Zeit des Goldrauschs erhalten geblieben und ist heute für den Autoverkehr gesperrt. Diese Straßenzüge fungieren nun als Open Air-Museum. Inmitten der historischen Kulisse und umgeben von Einheimischen in Kostümen aus dem vorletzten Jahrhundert kann man hier mit einer Postkutsche fahren oder versuchen, die Stellen zu finden, an denen Szene berühmter Filme gedreht worden sind - mehr als 100 Produktionen, darunter der Klassiker “High Noon”, sind zumindest zum Teil in Columbia gedreht worden. Wer möchte, kann sich darüber hinaus im Museum des State Historic Parks über die Zeiten informieren, in denen der beschauliche Ort Kaliforniens zweitgrößte Stadt war.

Von hier aus geht es zurück in Richtung Norden, nach Auburn, California. Die heute gut 13.000 Einwohner zählende Stadt war ebenfalls während der Zeit des Goldrauschs gegründet worden und zeigt sich heute mit einigen Gebäuden, die im Stile jener Zeit nacherbaut worden sind - dies so gut, dass auch hier schon einige Filmszene entstanden sind. Besonders sehenswert ist die kleine, alte Feuerwache, die 1891 errichtet worden war. Interessant ist das Gold Country Museum an der High Street (montags geschlossen), wo man sich einmal selbst im Goldwaschen versuchen kann; außerdem gehören der Nachbau einer Mine, einer typischen Goldgräberunterkunft und eines Saloons zum Angebot. Wer möchte, kann von Auburn aus noch einen Abstecher in das etwa 1,5 Autostunden nördlich gelegene Downieville machen, das nicht nur der Austragungsort eines bekannten, jährlichen Mountainbike-Rennens ist, sondern ebenfalls eine alte Goldgräbersiedlung mit einigen historischen Gebäuden an der Main Street.

Andernfalls fährt man von Auburn aus über den Interstate I-80 nach Sacramanento, California, die Hauptstadt des Bundesstaats Kalifornien mit rund 466.000 Einwohnern. Sacramento verdankt seine Entstehung der Weitsicht des Schweizer Immigranten John (Johannes) Sutter, der hier 1839 einen Handelsposten eröffnete und diesen mit einem Fort schützte. Als wenig später der Goldrausch begann, wurde Sacramento zum wichtigen Knotenpunkt für Handel und Transport. Sowohl die Routen der Postkutschen als auch der Pony Express und später die transkontinentale Eisenbahnverbindung endeten in Sacramento und viele der Goldsucher kamen hier an - oder verließen Kalifornien nach erfolgloser Suche wieder. Jeweils am Labor Day-Wochenende Ende August oder Anfang September finden in der Stadt die Gold Rush Days statt, ein mehrtägiges Volksfest zur Erinnerung an die bewegte Vergangenheit. Auch außerhalb dieses Festivals kann man als Besucher Einblicke in diese Historie bekommen, zum Beispiel im Sacramento History Museum (101 I Street) oder im Stadtviertel Old Sacramento, wo mehr als 50 aufwendig renovierte Gebäude aus der Zeit des Goldrauschs zu bestaunen sind.  


 

 

 

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