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Reiseidee:
Am Ufer des Golfs von Mexiko

Gulf of Mexico

Reiseregion:

Golfküste und Hinterland in Florida, Alabama, Mississippi, Louisiana und Texas

Orte auf der Reise:

Pensacola, Florida / Foley, Alabama / Spanish Fort, Alabama / Ocean Springs, Mississippi / Grand Isle, Louisiana / Houma, Louisiana / Beaumont, Texas / Seabrook, Texas / Galveston, Texas / Palacios, Texas / Padre Island, Texas

Strecke insgesamt:

Etwa 1660 Kilometer, reine Fahrtzeit rund 19 Stunden

Hintergrund
Der Golf von Mexiko ist ein Seebecken, das von Mexiko, Kuba und fünf amerikanischen Bundesstaaten umgeben wird. Er ist sowohl mit dem Atlantik als auch mit dem Karibischen Meer verbunden. Die zu den USA gehörenden Küstengebiete zählen zu den beliebtesten Ferienregionen des Landes. Die überdurchschnittlich warmen Temperaturen im Golf von Mexiko sorgen dafür, dass die Strände über viele Monate im Jahr genutzt werden können, zugleich sind sie aber auch verantwortlich dafür, dass hin und wieder starke Hurrikane über dem Wasser entstehen. Gulf1

Eine Reise entlang der amerikanischen Golfküste beginnt zum Beispiel in Pensacola. Vom Flughafen Atlanta aus kann man hier, im sogenannten Panhandle von Florida, in etwa fünf Stunden angekommen sein. In der Umgebung gibt es vor allem Orte, die sich um das mitunter zweifelhafte Image des Spring Break verdient gemacht haben, aber es gibt auch Ausnahmen. Ein lohnendes Ausflugsziel ist die Gulf Islands National Seashore, wo es schöne, weiße Sandstrände ebenso gibt wie hervorragende Möglichkeiten zum Paddeln und einen bemerkenswert dunklen Nachthimmel für romantisches Sternegucken am Strand. Daneben bewahrt das Schutzgebiet die Lebensräume an der Küste. In Florida gehören die Inseln Santa Rosa Island und Perdido Key zur National Seashore, ebenso wie ein Abschnitt in Pensacola.  

Über den Highway  98 geht es weiter Richtung Westen, über die Perdido Bay und hinein nach Alabama. Hier lässt sich authentischer, kleinstädtischer Südstaatencharme erleben, etwa in der Kleinstadt Elberta beim German Sausage Festival oder im dortigen Heimatmuseum. Ein paar Kilometer weiter kommt man nach Foley, einer ruhigen Stadt mit dem sehenswerten Rose Trail, auf dem man mehrere hundert verschiedene Rosenarten entdecken kann. Wer freitags oder samstags kommt, sollte die Gelegenheit nutzen, dem kleinen, aber feinen Coastal Alabama Farmers and Fishermens Market mit frischen Produkten aus der Region einen Besuch abzustatten. Die Straße führt weiter an der Küste entlang nach Magnolia Springs, dessen Umgebung viele Südstaatenmotive für Fotografen bietet und dann weiter nach Spanish Fort. Der kleine Ort hat seinen Namen von seiner Funktion als Verteidigungsbastion für das benachbarte Mobile, wofür mehrere Forts errichtet worden waren. Einen guten Eindruck von Natur und Historie bekommt man im Historic Blakeley State Park nördlich des Orts. In Mobile gibt es reichlich Möglichkeiten für die Übernachtung und einige Sehenswürdigkeiten für einen mehrtägigen Stopp, etwa seine historische Architektur oder der Battleship Memorial Park mit der Möglichkeit der Besichtigung von Marineschiffen.

Aus Mobile heraus kann man den Interstate 10 Richtung Westen benutzen, um etwas Zeit zu sparen. Wer darauf keinen Wert legt, nimmt die Abfahrt bei Irvington und macht einen Abstecher nach Bayou La Batre. In der Kleinstadt, die für Schiffsbau und die Verarbeitung Gulf2von Fisch bekannt ist, kann man die katastrophalen Auswirkungen des Hurrikans Katrina von 2005 noch immer besichtigen, denn einige Fischerboote, die von dem Sturm aufs Land geworfen wurden, sind dort verblieben. Über den Interstate oder über den Highway 90 kommt man anschließend in den Bundesstaat Mississippi. Die Industriestadt Pascagoula, wo viele große Schiffe auch für die Marine gebaut werden, bietet wenig Sehenswertes, im Gegensatz zu Ocean Springs weiter westlich. Die Stadt hat eine Künstlerkolonie, die in der historischen Downtown mit Südstaatencharme kleine Läden und Ateliers betreibt. Ocean Springs ist ein typischer Küstenort mit Fischerbooten, kleinem Strand und Tradition. Die Gelegenheit, ganz frisch gefangenen Fisch, Austern oder Shrimps zu probieren, sollte man sich jedenfalls nicht entgehen lassen. Im benachbarten Biloxi kann man in mehreren Casinos seiner Zockerleidenschaft nachgeben oder sich auf die Suche nach Schauplätzen von John-Grisham-Romanen begeben. Hier sollte man unbedingt auf dem Highway 90 bleiben, der parallel zum Interstate verläuft, dabei aber immer eng an der Küste bleibt. So kommt man nach Gulfport, Mississippis zweitgrößer Stadt, die viele Kilometer weißer Sandstrände aufzuweisen hat.

Anschließend folgt die Grenze zum Bundesstaat Louisiana und das Umland von New Orleans. Die Stadt lädt natürlich zu einem längeren Zwischenstopp ein. Interessant ist auch eine Fahrt bis zum äußersten Ende des Mississippi. Auf dem rechten Ufer, dem Highway 23, kommt man deutlich weiter als auf der anderen Seite. Sehenswürdigkeiten fehlen zwar in den kleinen Orten, die von der Fischerei leben und von Dienstleistungen für die Ölindustrie, aber das Erlebnis, Amerikas großen Strom bis zur Mündung zu begleiten, ist trotzdem eines, das in Erinnerung bleibt. Aus touristischer Sicht bietet es sich an, etwas weiter westlich Richtung Golf zu fahren, auf dem Highway 1. Dieser führt nach Grand Isle, einer Barriereinsel mit dem gleichnamigen Ort, der sowohl als Ferienziel als auch als Fischerort bedeutsam ist. Im Ort und im angrenzenden State Park gibt es schöne, gepflegte Strände und die ganze Insel ist ein Paradies für Naturfreunde. Es gibt einen Birding Trail und ein großes Gebiet, in dem man zahlreiche Arten von Wasservögeln beobachten kann. Zurück auf dem Festland, wartet ein paar Meilen weiter schon der nächstGulf3e lohnende Stopp. In der 33.000-Einwohner-Stadt Houma kommt vieles von dem zusammen, was Louisiana ausmacht. Houma ist benannt nach der von hier stammenden indigenen Bevölkerung, die noch immer einen großen Teil der Einwohner ausmachen. Das Stadtbild wird geprägt von Antebellum-Gebäuden im Südstaatenstil, besonders die historische Downtown ist einen Besuch wert. Vor allem aber ist Houma ein Zentrum der Cajun-Kultur mit ihren Festen, Traditionen und der typischen Küche.  

Ein letzter Pflichtstopp in Louisiana liegt dann westlich der Hauptstadt Baton Rouge, die ihrerseits einige Sehenswürdigkeiten aufzuweisen hat. Kurz vor dem Einzugsgebiet der Stadt liegt die Atchafalaya National Wildlife Refuge, erreichbar über den Highway 190. Das eigentliche Schutzgebiet, das die Louisiana-typischen Bayous umfasst, geht noch viel weiter; insgesamt handelt es sich um mehrere aneinander angrenzende Naturräume voller Feuchtgebiete und großem Artenreichtum.

Nach dem Eintreffen in Texas wird der Reisende rund um Port Arthur, Port Neches und Orange zunächst einmal von den Wahrzeichen der Ölindustrie begrüßt. Riesige Tanks, Raffinerien und Pipelines sorgen für ein Bild, das zwar viel über die Wirtschaftskraft des Bundesstaats Texas aussagt, aber wenig über dessen touristische Attraktivität. Interessante Abstecher sind möglich nach Nederland, wo ein Museum eine holländische Windmühle originalgetreu rekonstruiert hat, oder nach Beaumont. Hier, genauer auf dem Hügel Spindletop, begann 1901 die Geschichte des texanischen Ölbooms mit einer überraschenden, riesigen Ölfontäne. Ein Museum informiert über den Fund, die nachfolgende rasante Entwicklung dieser Region und über die Bedeutung des Öls für Texas und lässt den Besucher so tatsächlich eine ganze Menge über den Lone Star State lernen.

Daran anschließend beginnt bereits das Umland von Houston, in dem man genug Sehenswürdigkeiten findet, um mehrere Tage zu bleiben. Landschaftlich schöner ist der Weg über die Highways 330 und 146 Richtung Süden. Auf diesem Weg gelangt man in die kleine Stadt Seabrook. Hier gibt es eine hübsche Downtown mit vielen kleinen Läden und außerdem den Waterfront Drive, an dem man morgens den frischen Fang der Fischer kaufen kann. Seabrook ist umgeben von Marschland, das diversen Tierarten als Lebensraum dient. Unter anderem lassen sich hier Pelikane beobachten. Zu diesem Zweck wurde ein Netz aus Spazierwegen angelegt. Danach gehört ein Ausflug auf Galveston Island unbedingt zu einer Tour der Golfküste. GalvesGulf4ton hat eine lange Tradition als Ferienort und Sommerfrische, was die hübschen viktorianischen Gebäude belegen, die das Stadtbild prägen. Darüber hinaus hat die Insel eine sehr lebendige Kunst- und Kulturszene sowie alle erdenklichen Einrichtungen für Touristen, darunter Museen und einen Wasserpark. Man kann die gesamte Länge der Insel nach Süden fahren und kommt dann bei Freeport wieder auf das Festland, wo es ebenfalls mehrere, kleinere Ferienorte gibt. Von hier aus muss man über die Highways 35 und 36 einen kleinen Umweg fahren, bis man in Palacios wieder am Golf ankommt. Der Ort liegt an der Matagorda Bay, wo mehrere Flüsse ins Meer münden und es viele kleine Orte mit einer Mischung aus Fischerdorf und Touristenort gibt. Hier gibt es nicht nur fotofähige Ausblicke, sondern auch auch Strände und vielfältige Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Palacios ist Heimatstandort von rund 400 Fischerbooten und bezeichnet sich selbst als “Shrimps-Hauptstadt von Texas”, wobei selbige auch in den anderen Orten an der Bucht gefangen werden.

Folgt man dem Highway 35 nach Süden, kann man bei Aransas Pass auf die 361 abbiegen und kommt so auf die schöne Insel Mustang Island, deren Strände beliebte Ausflugsziele sind. Am Ende der Insel befindet sich der Abzweig nach Corpus Christi, doch geradeaus führt der Weg weiter auf die Padre Island. Sie ist die größte Barriereinsel der Welt und zieht sich über insgesamt 210 Kilometer. Die Insel wird in einen Nord- und einen Südteil unterschieden, die sich grundlegend voneinander unterscheiden. South Padre dient Menschen aus den nördlicheren Teilen des Landes als Winterdomizil und wird im Frühjahr von Tausenden Studenten zum Spring Break heimgesucht. Der Norden dagegen wird zum weitaus größten Teil von einem Naturschutzgebiet eingenommen, der Padre Island National Seashore. In diesem Schutzgebiet, das sich auf die Insel, die angrenzende Lagune und die Gewässer bezieht, haben zahlreiche Tierarten ihre Heimat, neben Meeresschildkröten und Amphibien auch Säugetiere. Die Inselhälften sind nicht miteinander verbunden, was bedeutet, dass man umso mehr Natur und umso weniger Menschen um sich hat, je weiter man Richtung Süden kommt.

Der nächstgelegene Flughafen für die Heimreise befindet sich in Corpus Christi. Wer sich stattdessen dafür entscheidet, einen Teil der Strecke wieder zurück zu fahren, sollte auf dem Weg nach Norden die Strecke über die sehenswerten Städte San Antonio und Austin wählen. 


 

 

 

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