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Die Rocky Mountains haben vielfältige Bedeutung für die USA. Bei der Besiedelung des amerikanischen Westens stellten sie das letzte große Hindernis vor der Pazifikküste dar und wurden für manch abenteuerlustigen Siedler zur unüberwindlichen Grenze. Erst später entdeckte man auch die wirtschaftliche Bedeutung der Region, wo sich verschiedenen Bodenschätze, unter anderem Kupfer, Gold und Silber abbauen lassen sowie Gasvorräte zu erschöpfen sind. Nicht zuletzt die Erkenntnis, dass man mit dem, was in den Rocky Mountains gefunden wird reich werden kann, brachte einige Menschen in die Gegend, die zu den am dünnsten besiedelten des Kontinents zählt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebten die Rocky Mountains einen starken Bevölkerungszuwachs, jedoch leben hier nach wie vor im Schnitt nur vier Menschen auf einem Quadratkilometer
Von besonderer Bedeutung aber sind die Rocky Mountains für das Wetter und die Wasserläufe Nordamerikas. Die Gebirgskette ist Teil der Continental Divide, der kontinentalen Wasserscheide. Obwohl es eine Vielzahl weiterer, feinerer Unterscheidungen gibt, kann man im Groben sagen, dass die von den Rockies beschriebene Linie die Trennung zwischen den Wasserläufen ist, die in Richtung des Atlantischen Ozeans fließen und jenen, die in Richtung Pazifik fließen. Unter anderem entspringen Columbia River, Missouri, Colorado River und der Rio Grande in den Rocky Mountains. Von hier stammt, in Form von Schnneschmelze und Regen, das Wasser, mit dem etwa ein Drittel des ganzen Landes versorgt wird.
Weiterhin bestimmen die Rockies das Wetter in weiten Teilen der USA. Sie dienen als Staupunkt für die vom Pazifischen Ozean kommenden Wolkenfelder, die sich daraufhin westlich des Gebirges entleeren und für viele Niederschläge an der nördlichen Pazifikküste sorgen. Östlich der Rockies dagegen, in den Great Plains, die unter anderem North und South Dakota, Nebraska, Oklahoma und Kansas umfassen, herrscht dagegen ein eher trockenes Klima. Im Gebirge selbst gibt es eher trockene, warme Sommer, oft auch von Gewittern hervorgerrufene Waldbrände. Die Winter sind eher feucht und kalt und bringen zum Teil große Schneemengen. Ein hier auftretendes Wetterphänomen ist der Chinook, ein im Winter vom Pazifik kommender warmer Wind, der plötzliche Temperaturanstiege um bis zu 25°C bewirken kann.
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