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Shopping in den USA

Für manche ist es Volkssport, für andere pure Notwendigkeit und wieder andere gehen tatsächlich mit wissenschaftlicher Genauigkeit ans Thema Shopping heran - insgesamt aber kann man die Lust am Shopping mit all seinen Variationen und Möglichkeiten als etwas typisch amerikanisches beschreiben, sogar als ein Teil der Alltagskultur. Fragt man einen europäischen Touristen in den USA, so hat dieser bestimmt auch Einkaufspläne, denn Shopping in Amerika ist etwas Besonderes.

Das gilt nicht nur wegen der vielen Dinge, die es in Amerika zu kaufen gibt, die man in Europa aber vergeblich sucht und die einen dann zurück zuhause besonders gut aussehen lassen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die relative Schwäche des US-Dollar im Verhältnis zum Euro, die tatsächlich so manches Schnäppchen ermöglicht. So stehen neben den Dauerbrennern Kleidung und Einrichtungsgegenständen auch immer häufiger Alltagsgegenstände auf den Einkaufslisten von USA-Besuchern, die sich ein bisschen Amerika mit nach hause nehmen wollen.

Auch die Amerikaner selbst kaufen gerne und viel ein. Den Wocheneinkauf von Lebensmitteln, was hier grocery shopping  heißt, erledigt man dabei häufig in riesigen Supermärkten, die meist mit einer großen Auswahl, vergleichsweise günstigen Preisen, breiten, sauberen Gängen und einem riesigen Parkplatz überzeugen. Wegen der großen Verkaufsfläche finden sich solche Großmärkte selten direkt in dicht besiedelten Gebieten, sondern in der Regel etwas außerhalb, häufig an vielbefahrenen Straßen. Einige Ketten beherrschen den Markt, wobei es regionale Schwerpunkte gibt. Zu den national operierenden Ketten gehören Wal-Mart, Target und K-Mart, die alle ein über das normale Supermarkt-Sortiment hinaus gehendes Angebot haben, das zum Beispiel auch Kleidung, Elektronik und Spielwaren umfasst. Diese Märkte sind die Jagdreviere der Schnäppchenjäger, die in Zeitungen und Werbezetteln oder einfach am Regal Coupons finden, mit denen dann Aktionen wie Kauf drei - zahl zwei oder ähnliches ermöglicht werden. Durch geschicktes Vorgehen lassen sich so im Jahr tatsächlich hunderte Dollar sparen. Diese Geschäfte haben meist bis spät abends geöffnet, auch sonntags. An den Kassen muss man selten länger als drei, vier Minuten warten und häufig packt ein Angestellter des Marktes die Einkäufe für den Kunden in Plastiktüten und bringt diese gegebenenfalls sogar zum Auto. Supermärkte, die 24 Stunden geöffnet haben, finden sich auch häufig, allerdings sind diese mitunter teurer.

Tatsächliches Shopping außerhalb der alltäglichen Notwendigkeiten findet in aller Regel in Einkaufszentren, den so genannten Malls  statt. Diese Malls finden sich am Rand der Städte oder sogar ganz auf der grünen Wiese und haben zumeist zwei oder drei Warenhäuser wie zum Beispiel Sears, Macy´s oder Neiman Marcus als Eckpfeiler. Daneben finden sich in Malls teilweise hunderte Fachgeschäfte aller Art, häufig auch ein Food Court  mit verschiedenen Schnellrestaurants und weitere Einrichtungen wie ein Kino, eine Eislaufbahn oder ähnliches. Malls haben das Einkaufen in Innenstädten größtenteils abgelöst und sind heute oft auch Treffpunkt für Jugendliche. So ähneln manche Malls, insbesondere die ganz großen, Shopping-Erlebniszentren. Zum Service gehören auch hier oft Couponhefte, lange Öffnungszeiten und selbstverständlich kostenloses Parken. Bezahlt wird, wie auch in Supermärkten, häufig mit Kreditkarte. Auch Bargeld wird oft benutzt, besonders für kleinere Beträge, 100 Dollar-Scheine sind allerdings oft nicht gern gesehen.   

Eine besonders bei Touristen beliebte Besonderheit sind Outlet Malls, das sind Einkaufszentren, in denen die Hersteller ihre Waren im Werksverkauf selbst anbieten. Viele beliebte Marken wie Hilfiger, Ralph Lauren, Nike und andere sind in vielen Outlet Malls anzutreffen und in diesen Läden lassen sich häufig ganz besondere Schnäppchen erzielen. Touristen müssen sich allerdings daran gewöhnen, dass Preise an der Ware in den USA immer ohne Sales Tax sind; dieser - je nach Bundesstaat unterschiedlich hohe - Steuerzuschlag wird an der Kasse hinzu gerechnet.

In den Innenstadtbereichen finden sich nur noch selten echte Einkaufszonen, abgesehen von so bekannten Beispielen wie der Fifth Avenue in New York City oder dem Rodeo Drive in Beverly Hills. Typischerweise finden sich in diesen Bereichen Nischenanbieter, zum Beispiel für Kunst oder Antiquitäten oder hochpreisige Designermode. Dennoch kann sich auch in den Downtowns ein Einkaufsbummel lohnen, denn hier gibt es oft Ware, die speziell und damit einzigartiger ist als das, was man in den Einkaufszentren findet. Solche Spezialgeschäfte finden sich in den Malls nicht zuletzt wegen der oft hohen Mietpreise sehr selten. Diese sind das überdachte, amerikanische Gegenstück zu den europäischen Fußgängerzonen, allerdings in der Regel mit freundlicherem Service, größerer Auswahl und besseren Preisen.

Hauptshoppingsaison in den USA ist die Zeit zwischen Black Friday, dem Freitag unmittelbar nach dem donnerstags stattfindenden Thanksgiving, an dem viele Amerikaner frei haben und dem letzten Samstag vor Weihnachten. Am Black Friday öffnen viele Geschäfte sogar früher als normal. Zwar locken die Geschäfte zu dieser Zeit mit Angeboten, diese unterscheiden sich jedoch nicht von den Angeboten, die es das ganze Jahr über gibt. In Amerika wird jeder erdenkliche Anlass zu so genannten Ausverkäufen genutzt, zu denen oft das ganze Sortiment des jeweiligen Ladens reduziert wird. 


 

 

 

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