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Ein Bundesstaat, der an seiner breitesten Stelle 1244 Kilometer misst - das entspricht einer Autofahrt von Hannover nach Florenz -, der hat schon allein wegen seiner Ausmaße den Anspruch darauf, etwas Besonderes zu sein. Nimmt man die texanische Geschichte mit den berühmten sechs verschiedenen Flaggen, die über dem Staat wehten hinzu und betrachtet man die Vielfalt der Landschaften innerhalb seiner Grenzen, dann merkt man schnell, dass Texas tatsächlich eine Sonderstellung einnimmt und dass das Selbstverständnis der Texaner, unabhängiger und eben ein bisschen anders zu sein als der Rest der USA, nicht von ungefähr kommt.
Sowohl Meeresstrände und Prärien als auch Wälder, Sumpfgebiete, Bergketten und Wüste gehören zu den Landschaftsformen in Texas und dazwischen liegen Megastädte. Fünf der 20 größten Städte des Landes liegen in Texas und nicht nur diese sind von großer Bedeutung für die Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt von Texas liegt etwa auf dem Niveau von Südkorea, die Steuersätze zählen zu den niedrigsten im Land. Nach wie vor sind Rinderherden, riesige Ranches und Ölförderanlagen wichtige Teile des Bildes von Texas und seiner Wirtschaft.
Die texanische Kultur spiegelt Einflüsse des Westens, des Südens und Mexikos wider. Etwa 36% der Texaner bezeichnen sich als Latino oder Hispanic, etwa 3,5 Millionen Einwohner sind nicht in den USA geboren, davon über eine Million illegale Einwanderer. Zwei Drittel der Texaner leben in einem der städtischen Ballungsräume, die sich vor allem in der östlichen Hälfte des Bundesstaats finden.
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