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Underground Railroad

Harpers Ferry 1865

Im Oktober 1859 führte John Brown eine 22köpfige Gruppe in den kleinen Ort Harper´s Ferry im heutigen West Virginia. Die Gruppe wollte das in dem Ort gelegene Waffenarsenal stürmen, um sich für den Aufstand der Sklaven im Süden der USA auszurüsten, den sie anstossen wollten. Der Plan ging schief; die Gruppe musste sich in einem Maschinenhaus verschanzen, das zwei Tage später von einer Einheit der Marines gestürmt wurde. John Brown wurde festgenommen und schon zwei Monate später wegen Hochverrats verurteilt und hingerichtet.

Brown war ein äußerst engagierter Abolitionist, der wie viele Menschen in den Nordstaaten die Sklavenhaltung im Süden für unmenschlich hielt und entschlossen war, dagegen vorzugehen. Tatsächlich sollte die Frage das ganze Land wenig später in einen Krieg stürzen, doch viele Einzelne hatten sich bereits zuvor dazu entschlossen, die Befreiung der Sklaven voranzutreiben und so entstand ein Netzwerk aus geheimen Schutzhäusern, Fluchtrouten und Kommunikationswegen, das als Underground Railroad berühmt wurde. Die befreiten Sklaven, insgesamt etwa 30.000 zwischen 1810 und 1850, gelangten über diese Wege in den Norden des Landes oder nach Canada, in einigen Fällen auch in andere Länder.

Als Erfinder und Vater der Underground Railroad galt der in Philadelphia lebende William Still, selbst der Sohn ehemaliger Sklaven. Still verhalf mehreren hundert Sklaven pro Jahr zur Flucht und mit jedem, der in seinem Haus zwischenzeitlich Schutz fand, führte er ein Interview über die biographischen Hintergründe der Person, die er säuberlich protokollierte und später in einem Buch publizierte. Still ist wohl auch derjenige, der verschiedene Begriffe aus der Welt der Eisenbahn in der Kommunikation mit den anderen Helfern verwendete, woher die Bezeichnung Railroad  für das Netzwerk stammt.

Die meisten Mitglieder des Netzwerks, die als Conductors, zu deutsch Lokführer bezeichnet wurden, kannten nur den jeweils in der näheren Umgebung liegenden Abschnitt der Route, auf der die befreiten Sklaven nach Norden gelangten. Der Ablauf war dabei in der Regel so, dass die Conductors unter großem persönlichen Risiko Kontakt zu den Sklaven zum Beispiel auf den ausgedehnten Plantagen des Südens aufnahmen und diesen die erste Station auf dem Fluchtweg mitteilte. Die Geflohenen nutzten dann die Nacht, um einzelne Abschnitte per Kutsche, zu Fuß oder manchmal auch per Eisenbahn zurückzulegen und verbrachten die Tage in den stations, den sicheren Häusern der Mitglieder der Gruppe, bis sie schließlich sichere Regionen erreicht hatten. Oft wurde die Reisezeit verlängert, weil die Wege nicht direkt nach Norden führten, sondern kreuz und quer, um Verfolger abzuschütteln. Viele Kopfgeldjäger, aber auch die Marshalls des Justizministeriums, waren überall im Land auf der Suche nach geflohenen Sklaven und boten all jenen Belohnungen an, die Informationen über den Verlauf der Routen preisgaben.

Die Namen einiger Mitglieder der Underground Railroad wurden nach dem Ende des Civil War bekannt, die prominentesten Köpfe unter diesen stellt Americanet  auf der nächsten Seite vor.


 

 

 

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