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Walt Disney

Die Walt Disney Company, heute eines der grössten amerikanischen Unternehmen mit Milliardenumsätzen und zu gleichen Teilen typisch amerikanisches Symbol und Magnet für Millionen Touristen aus aller Welt, begründet sich auf den Ideen eines Mannes. Walt Disney, 1901 in Chicago geboren, ist mit 26 Oscars und 59 Nominierungen der erfolgreichste Filmschaffende der USA.

Disney künstlerische Karriere begann, als der damals vierjährige Walt mit seiner Familie nach Marceline in Missouri zog, wo sein Vater Elias und sein Onkel Farmland bewirtschafteten. Walt machte hier Bekanntschaft mit einem Arzt im Ruhestand, der ihn dafür bezahlte, Zeichnungen von seinem Pferd anzufertigen. Als die Familie vier Jahre später nach Kansas City umzog, kam er über einen Freund, Walter Pfeiffer, in Kontakt mit Film und Theater, was den jungen Walt nachhaltig beeindruckte. Als 16jähriger nahm er dann, zurück in Chicago, Abendkurse am Chicago Art Institute und wurde Cartoonist für die Schülerzeitung seiner High School, die er allerdings wenig später wieder verliess. Da sein Plan, sich der im Ersten Weltkrieg befindlichen US Army anzuschliessen, wegen seines jungen Alters scheiterte, meldete er sich freiwillig beim Roten Kreuz, in dessen Auftrag er ein Jahr lang als Fahrer eines Rettungswagens in Frankreich arbeitete.

Walt Disney

Nach dem Krieg zurück in Kansas City versuchte Walt Disney sich zunächst erfolglos als Karikaturist und Comic-Zeichner, bevor er ab 1920 Festanstellungen als Gestalter von Werbeanzeigen fand. Bald entwickelte er ein Interesse an Filmanimation und begann, in eigener Regie animierte Cartoons unter dem Namen Laugh O’Grams herzustellen, die in den Kinos der Stadt gezeigt wurden und bald grosse Popularität erlangten.

Finanziert durch einen Deal mit Margaret Winkler, die Disney und seinen Bruder Roy mit der Erstellung von auf dem Thema Alice in Wonderland basierenden Animationsfilmen beauftragte, eröffneten die beiden 1923 das Disney Brothers Studio in Hollywood und begründeten damit das Unternehmen, das heute der grösste Entertainment-Konzern der Welt ist.

1928 schlug dann die Geburtsstunde von Mickey Mouse, heute eines der bekanntesten Markenbilder der Welt. Nach Unstimmigkeiten mit Charles B. Mintz, Margaret Winklers Ehemann und Nachfolger in der Leitung von Winklers Firma, die Disney wichtigster Auftraggeber war, verlor Disney Studios die Rechte an der bisherigen Markenfigur, dem beliebten Oswald the Lucky Rabbit. Walt und Roy Disney mussten fast alle Mitarbeiter entlassen und beschlossen, dass eine neue, eindeutig identifizierbare Figur erschaffen werden musste, die Oswalds Platz einnehmen sollte.

Zunächst erstellte Disney einen Stummfilm namens Plane Crazy mit seinem neuen Hauptdarsteller, dann einen weiteren, doch der kommerzielle Erfolg blieb aus. Erst mit Steamboat Willie, einem vertonten Cartoon, gelang Micky, anfangs gesprochen von Walt Disney persönlich, der Durchbruch. In den 1930er Jahren entwickelte sich die charakteristische Maus zur weltweit populärsten Trickfilmfigur. 1932 erhielt Disney einen Spezial-Oscar für Mickey Mouse.

Zusammen mit dem Erfolg seiner Arbeit stellte sich für Walt auch privates Glück ein. Seine Frau Lillian, die er 1925 geheiratet hatte, brachte im Dezember 1933 die gemeinsame Tochter Diane Marie zur Welt. 1936 adoptierten sie eine weitere Tochter, die 1934 geborene Sharon Mae.

Beflügelt vom Erfolg seiner Mickey-Figur wagte Walt Disney sich auf neues Terrain, als er gegen zahlreiche Widerstände und unter grossen finanziellen Mühen den ersten Trickfilm in voller Länge drehen liess, Schneewittchen und die sieben Zwerge, der 1937 erschien und zu einem grossen kommerziellen Erfolg wurde. Der Film brachte weitere Auszeichnungen und genügend Geld ein, um ein neues Gelände für die Disney-Studios in Burbank, California zu kaufen. Zwischenzeitlich waren auch die Figuren von Pluto, Goofy und Donald Duck erfunden worden, die – zunächst als Begleitfiguren zu Mickey Mouse, kurz darauf auch eigenständig – ebenfalls schnell grossen Erfolg beim Publikum hatten. Weniger erfolgreich verliefen die nächsten Veröffentlichungen von Trickfilmen in voller Länge, darunter Pinocchio und Bambi. Während des Zweiten Weltkriegs fertigten die Disney-Studios dann als Propagandamittel eingesetzte Filme im Auftrag der US Army.

Nach dem Krieg wandte sich Disney neben dem Animationsfilm auch anderen Genres zu und produzierte unter anderem Naturfilme und Dokumentationen, vor allem zum Raumfahrtprogramm der NASA. Ab 1955 beschritt der erfolgreiche Filmproduzent erneut neue Wege mit der Eröffnung von Disneyland in California. Schon seit den späten 40er Jahren hatte er an den Plänen für einen Vergnügungspark gearbeitet, der ursprünglich als Freizeitpark für seine Mitarbeiter und deren Familien erdacht war und der „anderes als alles andere auf der Welt“ gestaltet werden sollte.

Disneyland entpuppte sich als sofortiger Erfolg. Walt Disney begann bereits kurz nach der Eröffnung mit der Konzeption eines noch grösseren, vielseitigeren Themenparks mit Hotels und Resorts unter dem Arbeitstitel Magic Kingdom, in dem ein Teil, das spätere EPCOT, dem Blick in die Zukunft gewidmet sein sollte. Die Eröffnung von Walt Disney World Resort bei Orlando im Oktober 1971, mit dem diese Visionen Realität wurde, erlebte Walt Disney jedoch nicht mehr. Er starb am 15. Dezember 1966, wenige Tage nach seinem 65. Geburtstag, an Lungenkrebs.

Die Führung des Unternehmens fiel nach Walts Tod an seinen Bruder Roy. Heute wird der Konzern, zu dem inzwischen 13 Freizeitparks, 39 Hotels, zwölf Fernsehsender und seit 2006 mit Pixar auch wieder ein Trickfilmstudio gehören, nicht mehr von Familienmitgliedern geführt.

 


 

 

 

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