Skyline
Albuquerque hat, verglichen mit anderen amerikanischen Städten dieser Größe, keine besonders eindrucksvolle Skyline, dafür aber sorgen die Sandia Mountains im Hintergrund für einen durchaus sehenswerten Anblick. Das höchste Gebäude der Stadt ist der 1990 eröffnete Albuquerque Plaza Office Tower mit 107 Metern; das Bauwerk ist zugleich das höchste des ganzen Bundesstaats. Die Nummer Zwei auf der Liste steht direkt nebenan, mit 78 Metern Höhe ist das Hyatt-Hotel am Albuquerque Plaza allerdings schon deutlich kleiner. Bis die beiden Gebäude eröffnet worden waren, war das heute dritthöchste der Stadt, das Compass Bank Building aus dem Jahr 1966 mit 73 Metern Höhe das größte Gebäude der Stadt. Bis auf wenige Ausnahmen befinden sich die höchsten Bauwerke Albuquerques allesamt in Downtown.

 

KiMo Theater
Das 1927 erbaute KiMo Theater in Downtown ist vor allem aus architektonischer Sicht eine Attraktion. Das Bauwerk wird dem Art Deco-Pueblo Revival- Stil zugeordnet, was soviel bedeutet, als das hier die Stilelemente des Art Deco mit dem Adobe-Stil kombiniert wurden. Wer gut hinschaut, erkennt zahllose Symbole an der äußeren Fassade, die allesamt aus der Navajo-Kultur stammen. Nach einem Großbrand in den 1960er Jahren und dem anschließenden Verfall stand das KiMo kurz vor dem Abriss, doch die Stadt erwarb das Gebäude und ließ es renovieren. Es dient heute wieder als Bühen für Theater und Konzerte sowie als Kino.
423 Central Avenue

 

Old Town Albuquerque
Der kleine Stadtteil Old Town besteht aus etwa zehn Blöcken und befindet sich an der Keimzelle der Stadt, also an dem Ort, an dem die Spanier 1706 ihren Posten errichtet hatten. Rund um einen zentralen Platz, die Plaza, herum, befinden sich hier zahlreiche sehenswerte Gebäude im Adobe-Stil. In vielen dieser Gebäude sind kleine Läden, Boutiquen und Restaurants untergebracht. Es werden geführte Touren durch den Bezirk angeboten. Ein Stopp dabei ist die historische San Felipe de Neri Church, deren erste Version schon 1706 erbaut worden war. Das heute hier zu sehende Gebäude stammt aus dem Jahr 1793, die Türme wurden 1861 hinzugefügt.

 

Albuquerque Museum
Weitere Einblicke in die Geschichte der Stadt und der gesamten Region gibt das 1967 eröffnete Albuquerque Museum. Gezeigt werden etliche Exponate aus der Historie, zurück bis zur Kolonialgeschichte. Der zweite Ausstellungsbereich des Museums beschäftigt sich mit Kunst. Zum Inventar gehören rund 7000 Kunstwerke, wobei der Schwerpunkt auf Kunst aus dem amerikanischen Südwesten liegt. Weiterhin werden wechselnde Sonderschauen zu verschiedenen Themen gezeigt und im Außenbereich befindet sich ein Skulpturengarten.
2000 Mountain Road NW

 

New Mexico Museum of Natural History and Science
Gleich neben dem Albuquerque Museum befindet sich das 1986 eröffnete Museum für Naturgeschichte und Wissenschaft. Das Oberthema ist hier “Eine Reise durch die Zeit” und so können Besucher hier sowohl das Skelett eines Tyrannosaurus Rex und anderer Dinosaurier bestaunen als auch einen Abschnitt zur Entwicklung des Personalcomputers, eine Galerie zum Thema Titanic oder einen Bereich, der sich mit dem Thema Raumfahrt beschäftigt. Auch ein Planetarium gehört zum Angebot. Darüber hinaus bekommen Besucher im Bereich “FossilWorks” einen Einblick in die Arbeit der Paläontologen.
1801 Mountain Road NW, täglich 9-17 Uhr geöffnet

 

National Museum of Nuclear Science & History
Der amerikanische Kongress verabschiedete Anfang der 90er Jahre den Erlass, wonach ein National Atomic Museum zu errichten sei, das die historischen und technologischen Aspekte der Atomkraft bewahren und aufzeigen sollte. Die Wahl für den Standort fiel dabei auf das Sandia Atomic Museum, das bereits 1969 gegründet worden und auf dem Gelände der Kirtland Air Force Base untergebracht war. Die Ausstellung zog dann in den Museumsdistrikt von Albuquerque um, wo es 2009 neu eröffnet wurde. Zu sehen gibt es eine chronologische Darstellung der Nutzung der Atomenergie für friedliche und militärische Zwecke inklusive zahlreicher authentischer Exponate. Besondere Bereiche beschäftigen sich zum Beispiel mit den Atombomben auf Nagasaki und Híroshima oder auch mit der Frage, welche Alltagsgegenstände Radioaktivität ausstrahlen. Gezeigt werden darüber hinaus auch einige Flugzeuge und Nachbauten von Atombomben.
601 Eubank Boulevard, täglich 9-17 Uhr geöffnet

 

Petroglyph National Monument
Wer sich statt in Museen lieber im Freien aufhalten möchte, findet mit dem Petroglyph National Monument ein sehenswertes Ausflugsziel innerhalb der Stadtgrenzen. Das Naturdenkmal erstreckt sich über insgesamt 27 Kilometer und umfasst dabei mehrere Kegel erloschener Vulkane, Canyons und Felslandschaften und vor allem zahllose indianische Felsmalereien – Schätzungen zufolge sind es rund 24.000 verschiedene und sie sind zwischen 400 und 700 Jahre alt. Das Gebiet steht unter der gemeinsamen Verwaltung des National Park Service und der Stadt Albuquerque. Das National Monument wurde 1990 begründet und zählt jährlich mehr als 100.000 Besucher. Der Park verfügt über ein Besucherzentrum (täglich 8-17 Uhr geöffnet), um zu dem Wegenetz zu gelangen, welches zu den Felszeichnungen führt, muss man aber noch ein Stückchen weiter fahren.

 

Rio Grande Nature Center State Park
Wer Albuquerques schöne Lage an beiden Ufern des berühmten Rio Grande genießen möchte, findet im Stadtgebiet einen genau zu diesem Zweck eingerichteten State Park. Im dazugehörigen Besucherzentrum gibt es Informationen über die Freizeitmöglichkeiten und darüber hinaus eine kleine Ausstellung, mit der man einen ersten Einblick in den Lebensraum am Fluss bekommt. Noch mehr lässt sich erkennen, wenn man sich auf einen der am Visitors Center Spazierwege begibt. Mit etwas Glück bekommt man bereits dort einen Vertreter der zahlreichen hier lebenden Tier- und Pflanzenarten zu sehen, zu denen unter anderem viele Vogelarten, Echsen und Säugetiere wie Biber gehören.
2901 Candelaria Road, täglich geöffnet 8-17 Uhr, Visitors Center ab 10 Uhr