In den Jahrzehnten seit dem Ende des Krieges ist Deutschland den USA gewissermaßen immer näher gerückt. Das liegt einerseits an der westlichen politischen Orientierung und den gewachsenen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Deutschland und Amerika und natürlich auch am Import der amerikanischen Kultur nach Europa in Form von Filmen, Mode und Musik. Es liegt aber andererseits auch an der Tatsache, dass jedes Jahr tausende Schülerinnen und Schüler aus Deutschland in die USA reisen, um dort zumindest für die Dauer eines Schüleraustauschs die High School zu besuchen. Viele wollen aber noch länger bleiben und zum Beispiel für ein ganzes Auslandsjahr in die USA gehen. Auch dafür gibt es Möglichkeiten.
Vorteile eines Schuljahrs in den USA
Für viele der jungen Leute, die Jahr für Jahr zu einem Schüleraustausch nach Amerika reisen, ist das der erste Kontakt mit den USA. Daher haben diese Austauschprogramme oft auch eher einen touristischen Charakter mit ein paar Stunden High-School-Erfahrung. Oft verbringen die deutschen Schülerinnen und Schüler Zeit mit anderen Deutschen aus der Gruppe und in der Schule werden sie in erster Linie als Gast wahrgenommen. Zwar trägt auch eine solche Erfahrung viel zur Völkerverständigung bei und öffnet den Blick über den Tellerrand, ein wirklich authentisches amerikanisches Schulerlebnis ist es aber in der Regel nicht. Auch die oft angestrebte Verbesserung der Englischkenntnisse gelingt so bestenfalls in Ansätzen.
Einen besseren Effekt hat da ein Auslandsjahr in den USA, also ein ganzes Schuljahr von August bis Mai. Wer sich dazu entschließt, wird zu einem regulären Mitglied der Schul-Community. Er oder sie ist dann bei den obligatorischen Proms und Homecoming-Events ebenso dabei wie bei den Heimspielen der Football- oder der Basketballmannschaft und verbringt das ganze Schuljahr in den USA in einer englischsprachigen Umgebung. Der Effekt ist meist wirklich bemerkenswert: Ein Highschool-Jahr in den USA lässt die Nutzung der englischen Sprache zur Gewohnheit werden, verstärkt die Sicherheit, erweitert das Vokabular und gibt den jungen Leuten einen viel näheren Zugang zur Fremdsprache als das ein Unterricht erreichen könnte. Für ein solches Auslandsjahr in den USA gibt es zwei Möglichkeiten. Da die öffentlichen Schulen im US-Bildungssystem von den amerikanischen Steuerzahlern finanziert werden, stehen sie auch nur denen offen, die in den USA leben. Nicht-Amerikaner können in sogenannten Homestay-Programmen bei Gastfamilien unterkommen und auf diesem Umweg zum Quasi-Einheimischen werden. Die andere Option ist der Besuch eines privaten Internats, was zwar in der Regel teurer ist, aber durchaus Vorteile bietet. Diese Option steht allen offen, die von einer Privatschule nach der Bewerbung angenommen werden.

Campus einer Privatschule in Kalifornien
Auswahl eines Internats für das Auslandsjahr in den USA
Private Internate bieten den Vorteil, dass sie für alle, die ein Auslandsjahr in den USA verbringen wollen, eine Komplettlösung aus einer Hand anbieten. Internate kombinieren den Unterricht mit einer Unterkunft und der Verpflegung der Schülerinnen und Schüler. Sie bieten auch eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten an, von Sport über Musik und Kunst bis hin zu Ausflügen an den Wochenenden. Zudem spannen die Internate in Amerika ein umfassendes Betreuungsnetz, sowohl was das Schulische als auch was das persönliche Wohlbefinden angeht. Private Internate, die es überall im Land gibt, sind aber vor allem deshalb eine empfehlenswerte Option für das Auslandsjahr in den USA, weil sie eben oft über größere Finanzmittel verfügen. Damit werden kleine Klassengrößen, erstklassige Sportanlagen, komfortable Wohnunterkünfte und hervorragend ausgestattete Klassenräume und Laboratorien bezahlt.
Voraussetzungen für das Auslandsjahr in den USA
In den meisten Fällen wollen die Schülerinnen und Schüler, die für ein Auslandsjahr in die USA gehen, anschließend wieder zurück nach Hause. Zwar kann man natürlich auch einen Schulabschluss in Amerika machen, doch oftmals wird die Rückkehr ins deutsche System bevorzugt. Wer nach dem Highschooljahr in Amerika die Klassenstufe nicht wiederholen möchte, sollte sich daher zunächst mit der heimischen Schule in Verbindung setzen und fragen, ob ein solcher Plan unterstützt wird. In den meisten Fällen steht dem nichts im Wege.
Anschließend geht es an die Bewerbung, denn amerikanische Internate nehmen nicht jeden Interessenten auf. Die Bewerbung ist recht umfangreich, lässt sich mit der Hilfe von Experten wie der Coimbra Schulberatung für das Auslandsjahr in den USA gut bewerkstelligen. Eine solche Internatsberatung hilft vom ersten Schritt an, auch bei der Auswahl der richtigen Schule. Sie hat auch Informationen über die Kosten eines Auslandsjahrs in den USA und über mögliche Finanzhilfen. Wenn die ausgewählte Schule die Bewerbung angenommen hat, kann es dann schon in wenigen Monaten losgehen – nur noch die Beantragung des Visums fehlt dann. Den Bescheid über die Bewerbung erhält man meist im März und das neue Schuljahr beginnt dann im August.