Texas State Capitol
Fast 100 Meter hoch ist der Sitz des texanischen Parlaments und als das Gebäude im Neorenaissance-Stil im Jahr 1888 eröffnet wurde, galt es als “siebtgrößtes Gebäude der Welt”. Tatsächlich ist schon die Entstehungsgeschichte eine typische Texas-Story: Zur Finanzierung des Baus gab der Bundesstaat einer Gruppe Investoren ein riesiges, etwa 300 Kilometer langes Stück Land im Westen, die darauf die XIT Ranch gründeten – die größte Ranch der Welt. Im Jahr 1993 wurden dem inzwischen zu klein gewordenem Gebäude vier Stockwerke hinzugefügt, die zur Bewahrung der historischen Fassade unter die Erde verlegt wurden, im Inneren aber trotzdem einen recht luftigen, hellen Eindruck machen. Man kann das Capitol mittels kostenlos verfügbarer Broschüren (Visitor Center schräg gegenüber des Haupteingangs) selbst oder in geführten Touren erkunden. Wer dies tut, hat die Gelegenheit, unter anderem die Porträts aller bisherigen texanischen Gouverneure zu bewundern oder die Sitzungssäle der texanischen Legislative zu sehen. Die imposante Kuppel des Gebäudes ist aus Sicherheitsgründen allerdings nicht begehbar.
Congress and 11th Street. 

 

Moonlight Towers
Im späten 19. Jahrhundert war es für viele Städte zu teuer, ein Netz an Straßenlaternen zu errichten, so auch für Austin. Da die Stadt aber in den 1880ern von einem Serienkiller heimgesucht wurde, entschieden sich die Stadtväter für ein alternatives System, das den Bürgern mehr Sicherheit geben sollte, das der sogenannten Moonlight Towers. Dieses damals recht verbreitete System bestand aus einer Sammlung von Flutlichtmasten im Stadtgebiet, die mehrere Straßenzüge auf einmal erhellen konnten. Heute ist Austin die einzige Stadt der Welt, in der diese Moonlight Towers zumindest zum teil noch benutzt werden. 17 der ursprünglich 31 jeweils 50 Meter hohen Türme befinden sich noch im Stadtgebiet und auf der nationalen Liste der Baudenkmäler. Die Adressen der Standorte sind hier nachzulesen.

 

Austin Museum of Art
Das seit 1961 bestehende Kunstmuseum hat zwei Standorte in der Stadt, den ursprünglichen, von Clara Driscoll gestifteten Standort in einer 1916 erbauten Villa und den hauptsächlich genutzten in Downtown. Schwerpunkte der permanenten Ausstellung liegen auf zeitgenössischer Kunst und solcher aus dem 20. Jahrhundert. Zu den Anliegen des Museums gehört es, die Verbindung zwischen der Kunst und anderen Lebensbereichen herzustellen.
Downtown: 823 Congress Avenue 
Villa Laguna Gloria: 3809 West 35th Street

 

Lady Bird Lake
Der künstlich angelegte See, entstanden durch den Bau des Longhorn-Damms im Jahr 1960, zählt zu den beliebtesten Freizeiteinrichtungen Austins. Zwar war der ursprüngliche Zweck des Sees die Kühlung eines Kraftwerks am Ufer, schnell jedoch wurde das Gewässer bei den Einwohnern der Stadt beliebt und zum Bootfahren genutzt. In den 70er Jahren jedoch verfiel das Gelände zunehmend und es ist vor allem der Initiative von Lady Bird Johnson, Witwe des ehemaligen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson, zu verdanken, dass der ehemals Town Lake genannte See und seine Ufer danach mit viel Aufwand und Ideen zu einem vielseitig nutzbarem Freizeitzentrum umgewandelt wurden. Verschiedene Fischarten wurden im See ausgesetzt, hunderte Pflanzen wurden am Ufer angesiedelt und es wurde ein über 16 Kilometer langer Wander- und Radweg um den ganzen See herum angelegt. Am Rand des Gewässers liegt mit Auditorium Shores ein beliebter Platz für sommerliche Open-Air-Konzerte.

 

Barton Springs Pool
Im südlichen Teil der Stadt, auf dem Gelände des Zilker Parks (der wiederum für zahlreiche Veranstaltungen im Laufe des Jahres genutzt wird), liegen mit den Barton Springs vier Frischwasserquellen. Die größte davon speist mit ihrem Wasser ein in den 1920er Jahren angelegtes Schwimmbecken im Verlauf des Barton Creeks. Mittels Dämmen und Wänden wurde hier direkt im Bachlauf ein bei den Austinites sehr beliebtes Naherholungsgebiet geschaffen, dessen Wassertemperatur völlig ohne menschliche Einflussnahme das ganze Jahr über immer zwischen 20 und 22 C° liegt.

 

Ann W. Richards Congress Avenue Bridge
Die Brücke über den Lady Bird Lake mit ihren sechs Fahrspuren ist an sich wenig sehenswert, trotzdem zählt sie zu den Punkten Austins, zu denen es viele Besucher zieht. Grund dafür ist die größte urbane Fledermauskolonie der Welt, die hier lebt. Zwischen 750.000 und 1,5 Millionen der Tiere verbringen ihre Sommer unter dieser Brücke und jeden Abend finden sich hunderte Schaulustige ein, die vom Ufer oder von Booten aus beobachten, wie die Fledermäuse bei Sonnenuntergang zur Futtersuche ausschwärmen.