William Frederick Cody, besser bekannt als Buffalo Bill und so etwas wie die Galionsfigur des Wilden Westens, gründete die heute knapp 9000 Einwohner zählende Stadt im Jahr 1896, weil er grosses Potenzial in der Region sah. Besonders gefallen hat ihm der Überlieferung nach die sehenswerte Umgebung und die Nähe zum Yellowstone Nationalpark und aus diesen beiden Faktoren speist sich bis heute die Beliebtheit des Ortes im Nordwesten von Wyoming.

Dem berühmten Gründervater ist ein Zentrum mit fünf Museen in der Stadt gewidmet, das Buffalo Bill Historical Center, in dem es unter anderem ein Naturkundemuseum und ein Kunstmuseum mit der Kunst des Westens gibt. Das Center liegt etwas außerhalb des Ortes in Richtung Yellowstone und ist ganzjährig geöffnet.

Hauptsächlich aber kommen Besucher nach Cody, die auf dem Weg in den Yellowstone Nationalpark sind und die hier Versorgung, Services und eine Vielzahl von Unterkünften finden. Cody liegt am Ufer des Shoshone River, dessen gefrorene Wasserfälle im Winter gerne zum Eisklettern genutzt werden. Wer es etwas weniger ausgefallen mag, kann sich aber auch an eines der in der Umgebung liegenden Wintersportgebiete halten, zum Beispiel an die Sleeping Giant Ski Area etwa 50 Meilen westlich der Stadt. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten des Ortes, in dem der berühmte amerikanische Maler Jackson Pollock geboren wurde, gehört die Old Trail Town, ein Freiluftmuseum mit mit mehr als 25 hierher versetzten und liebevoll ausgestatteten, historischen Gebäuden und anderen Ausstellungsstücken aus der Geschichte Codys. Old Trail Town ist von Mai bis September geöffnet.

 


Bighorn Canyon National Recreation Area

Neben dem Yellowstone Nationalpark weist die Umgebung von Cody mit dem Bighorn Canyon ein weiteres beliebtes Ausflugsziel auf. Der Südeingang liegt bei Lovell, etwa 75 Kilometer nordöstlich von Cody; der Canyon reicht bis ins benachbarte Montana hinein. Der durch den Yellowtail Dam aufgestaute Bighorn Lake zieht sich hier über eine Länge von 114 Kilometern durch den Fels, der zu beiden Seiten bis zu 300 Metern hoch aufragt und so einen Canyon schafft. Angeln und Touren mit dem Boot zählen zu den beliebtesten Beschäftigungen in der Recreation Area, man kann aber auch als Wanderer, Radfahrer oder Reiter die Gegend erkunden. Im südlichen Abschnitt gibt es auch eine mit dem Auto befahrbare Straße, die schöne Blicke in den Canyon ermöglicht.