Lage Südliche Mitte von New Hampshire
Einwohner 42.900
Gründungsjahr 1734

 

Concord, die kleine Hauptstadt von New Hampshire, liegt an beiden Ufern des Merrimack River. Die Wohngebiete liegen zu einem großen Teil an Hügeln, die sanft zum Fluss hin abfallen. Wie überall in Neu-England, einem der am frühesten von europäischen Einwanderern besiedelten Gebiete Nordamerikas, lassen sich auch in Concord an vielen Orten Spuren der amerikanischen Geschichte entdecken.

Der Merrimack River war schon vor Ankunft der Siedler eine Lebensader für die hier ansässigen Menschen. Das Volk der Pennacook fischte in dem Fluss, transportierte Güter auf ihm bis zum Atlantischen Ozean und nutzte das Wasser für die Felder. In den 1720er Jahren kamen dann Siedler aus der benachbarten Massachusetts-Kolonie in die Gegend und eröffneten eine Siedlung, die 1734 noch unter dem Namen Rumford das Stadtrecht erhielt. 1765 erfolgte die Umbenennung nach einem friedlich beigelegten Streit mit einem Nachbarort um die Grenzziehung zwischen den Städten – “Concord” bedeutet “Übereinstimmung”. Sitz der Regierung des Bundesstaats seit 1808 wurde Concord bekannt für die hier ansässige Fertigung von Möbeln und von Kutschen, später kamen Eisenbahnbau und textile Erzeugnisse dazu.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Concord zählt natürlich das New Hampshire State House (107 North Main Street), der Sitz des Obersten Gerichts, des Parlaments und des Gouverneurs des Bundesstaats. Das Gebäude ist 1819 fertiggestellt worden und im griechischen Revival-Stil erbaut. Auf dem Gelände gibt es einige Statuen zu sehen, im Inneren befindet sich unter anderem die Halle der Flaggen und weitere Kunstwerke. Gleich gegenüber ist das ehemalige Eagle Hotel sehenswert, das 1851 erbaute Backsteingebäude steht unter Denkmalschutz.
Im ganzen Stadtgebiet gibt es noch zahlreiche weitere historische Gebäude. Dazu gehört das Walker-Woodman House an der Main Street, das älteste noch bestehende Wohnhaus in Concord. Ebenfalls sehenswert ist Pierce Manse, das ehemalige Wohnhaus des 14. Präsidenten der USA, Franklin Pierce. Es wurde 1971 an seinen jetzigen Standort (14 Horseshoe Pond Lane) transferiert, um es vor dem Abriss zu schützen. Von Juni bis Oktober werden Besichtigungstouren angeboten. Das Gebäude, in dem Pierce später lebte, wurde dagegen 1981 durch ein Feuer zerstört.

Concord verfügt darüber hinaus über ein Wissenschaftsmuseum. Das McAuliffe-Shepard Discovery Center (2 Institute Drive, geöffnet Freitag-Sonntag 10:30-16 Uhr, während der Schulferien jeden Tag) ist nach einer Lehrerin aus Concord benannt, die beim Challenger-Unglück 1986 ums Leben gekommen war. Neben einem Planetarium verfügt das Discovery Center über verschiedene Exponate, die Wissenschaft zum Anfassen ermöglichen. Ausstellungen zur Geschichte der Region zeigt die New Hampshire Historical Society in ihren Räumen an der Adresse 30 Park Street (geöffnet Dienstag-Samstag 9:30-17 Uhr). Kultur und Bühnenkunst schließlich haben ihre Heimat im Capitol Center for the Arts (44 South Main Street). Hier werden Konzerte gespielt und Theaterstücke aufgeführt. Noch mehr Kunst gibt es alljährlich im November beim SNOB Filmfestival – wobei die Abkürzung für “somewhere north of Boston” steht.