Der Ecola State Park umfasst einen besonders sehenswerten Abschnitt von Oregons Pazifikküste. Insgesamt sind etwa 14 Kilometer der Küstenlinie sowie die im Hinterland liegenden Wälder enthalten, die neben ihrer landschaftlichen Schönheit auch als Lebensraum für Pflanzen und Tiere Bedeutung haben. Die Zufahrt befindet sich nahe des Ortes Cannon Beach ganz im Nordwesten Oregons, in dem Ort gibt es zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten. Innerhalb des State Parks gibt es nur sehr einfache Wanderhütten für Übernachtungen, Reisemobile dürfen nicht über Nacht bleiben. Das Tagesticket für einmalige Einfahrt in den Park kostet $5 (Stand 2017). Ecola State Park ist ganzjährig geöffnet.

Der State Park hat sogar historische Bedeutung. Als Lewis und Clark auf ihrer berühmten Expedition Anfang 1806 ihr Winterquartier in Fort Clatsop aufschlugen, erfuhren sie von einem an der Küste angeschwemmten Walkadaver. Auf der Suche nach dem Tier mit seinem wertvollen Fleisch entdeckte eine Gruppe der Männer den Strandabschnitt und benannte ihn nach dem Wort für “Wal” aus der Sprache der Chinook. Ab den 1930 Jahren starteten die Bemühungen um die Errichtung eines State Parks an der Stelle. Ländereien wurden aufgekauft, einige auch gespendet. Zwischen 1934 und 1941 errichtete das Civilian Conservation Corps Wege, Straßen und ein Bürogebäude für die Verwaltung. Heute ist der Ecola State Park einer der beliebtesten State Parks in Oregon mit jährlich mehr als 300.000 Besuchern.
Die Landschaft des Parks ist in allen Bereichen sehenswert. Entlang des Ozeans weist das Gelände zwei beliebte Sandstrände auf, Crescent Beach und Indian Beach. Besonders letzterer ist bei Surfern sehr beliebt. Weiter nördlich liegt die Felsküste von Tillamook Head. Bei der Einfahrt in den Park ist der Besucher zunächst von einem Nadelwald umgeben, der sich zum Meer hin öffnet und der Heimat verschiedener Hirscharten und anderer Tiere ist. Auch am Strand lassen sich Tiere beobachten, dort halten sich gerne Seelöwen auf. Im Frühjahr ziehen Wale vor der Küste vorbei.

Dank der Vielfalt der Natur sind Spaziergänge und Wanderungen die beliebtesten Beschäftigungen der Besucher. Ein Teil des Oregon Coast Trails führt durch den Park und es gibt einige andere, kürzere Wanderwege, die jeweils ausgeschildert sind. Einer davon führt zum Tillamook Head und passiert dabei eine ehemalige Radarstation aus dem Zweiten Weltkrieg. Vom höchsten Punkt des Weges aus kann man in einiger Entfernung vor der Küste einen auf einen Felsen erbauten Leuchtturm entdecken, der allerdings nicht mehr in Betrieb ist.