Die moderne Geschichte des Staates New York beginnt mit dem Pionier Henry Hudson, der 1609 im Auftrag der niederländischen Krone in Richtung der Neuen Welt aufbrach und auf Höhe des heutigen New York City die Küste erreichte. Von dort aus segelte er den heute nach ihm benannten Hudson bis etwa in die Höhe der heutigen Hauptstadt Albany hinauf.

Das so erschlossene Land wurde ab 1623 von niederländischen Siedlern in Anspruch genommen, die die Kolonie Nieuw Holland gründeten. 1626 kaufte der Gouverneur dieser Kolonie, Peter Minnewit, den im Südosten des heutigen Staatsgebiets lebenden Indianern für eine Handvoll Perlen das Gebiet ab, das zunächst zur Siedlung Nieuw Amsterdam wurde und das die Grundzelle für New York City darstellte. Diese Siedlung wuchs vor allem unter dem neuen Gouverneur Peter Stuyvesant rasant, so dass sich bald die Briten, die ihrerseits auf der Suche nach gutem Land waren, für die Region zu interessieren begannen. Schon 1664 fiel das Gebiet an die Briten, die es 1685 zu ihrer Kronkolonie erklärten.

Gleich zu Beginn des Unabhängigkeitskrieges konnten die britischen Truppen in der Schlacht von Long Island einen wichtigen Sieg erringen und es gelang ihnen für die gesamte Dauer des Krieges, das Gebiet unter ihrer Kontrolle zu halten. Nach Ende des Krieges trat New York im Jahr 1788 nicht nur schnell der neugegründeten amerikanischen Union bei, für kurze Zeit stellte der Staat mit New York City auch die erste Hauptstadt des Landes, in der George Washington 1789 seinen Amtseid als erster Präsident ablegte. In einem Museum in der Federal Hall an der Wall Street kann man diese Geschichte entdecken.

Von Ende des 19. Jahrhunderts an wurde New York durch Ellis Island, der Aufnahmestation für Einwanderer, zum ersten Stück amerikanischen Bodens, den die Neuankömmlinge betraten, bevor sie sich über das ganze Land verbreiteten. In der Familiengeschichte von mehr als 100 Millionen Amerikanern kommt die Insel vor.