Archäologischen Funde im Gebiet des heutigen Bundesstaats Oklahoma zufolge hat es bereits vor rund 2000 Jahren Menschen hier gegeben. Diese lebten zunächst als nomadische Jäger und Sammler; Spuren von ersten dörflichen Ansiedlungen stammen aus dem 9. Jahrhundert. Die ersten Bewohner Oklahomas gehörten zu den Prärie-Indianern, genauer zum Volk der Wichita. Um 1500 kamen dann auch Apachen in die Region, die für eine Zeit mit den Wichita friedlich koexistierten. Mit dem Eintreffen der ersten Europäer jedoch veränderte sich das Zusammenleben. Die spanischen Missionare zwangen die Ureinwohner zur Arbeit auf den Feldern und versuchten, die Kultur und Traditionen der Indianer in ihrem Sinne zu verändern, was zu vielen Feindseligkeiten führte.

Ansonsten jedoch blieb das Gebiet des heutigen Oklahoma – der Name bedeutet soviel wie “rote Menschen” in der Sprache der Choctaw-Indianer – von der langsam wachsenden Bevölkerung im Osten des Landes weitgehend unbeachtet. Das änderte sich nach und nach im Anschluss an den Louisiana Purchase von 1803, als die USA riesige Ländereien westlich des Mississippi von Frankreich erwarben. Das neue Staatsgebiet jedoch blieb in weiten Teilen ungenutztes und unbekanntes Land, obwohl die Expedition von Lewis und Clark erste Erkenntnisse erbrachte. Das Arkansas-Territorium wurde 1819 organisiert und 1824 in zwei Hälften aufgeteilt, wovon die westliche Hälfte den Ureinwohnern als Lebensraum zugesprochen wurde. Diese Region wurde später als “Indian Territory” bezeichnet.

Die Dinge änderten sich in der Folge allerdings schnell. 1830 wurde der Indian Removal Act erlassen, der die Grundlage für die Vertreibung und zwangsweise Umsiedelung der Indianer aus dem Osten der USA schuf. Unter dem Gesetz verhandelte Präsident Jackson mit fünf Völkern den Umzug aus dem Südosten des Landes in das Indianer-Territorium, 1830 waren die Choctaw die ersten, die sich über den “Pfad der Tränen” auf den Weg Richtung Westen machten. Später folgten die Cherokee und die Creek, die ebenso wie die Choctaw schon auf dem Weg ins Indian Territory schwere Verluste erlitten. Präsident Jackson hatte den Ureinwohnern zugesichert, dass das Land im neuen Territorium ihnen gehören würde, “solange Gras wächst oder Wasser fließt”. Während diese Völker mehr oder weniger freiwillig und nach Abschluss von Verträgen ihre Heimat verließen, widersetzten sich die Seminolen in Florida den Anordnungen der Regierung und lieferten dieser einen viele Jahre dauernden Krieg.

Um 1860 lebten mehr als 50.000 Angehörige indianischer Völker in Oklahoma, dazu einige Tausend Weiße und schwarze Sklaven, die für die Indianer arbeiteten. Während des Bürgerkriegs schlossen die Völker Abkommen mit der Südstaaten-Konföderation ab, doch im Juli 1863 übernahmen die Truppen des Nordens die Kontrolle über das Territorium. Diese militärische Niederlage bedeutete erneute Einschnitte für die Indianer. Die Bundesregierung übernahm große Teile des einst auf ewig zugesicherten Indianerlandes, siedelte in einem Teil davon kleinere Indianervölker aus anderen Regionen an und baute Eisenbahnstrecken durch das Territorium.

Das sogenannte “nicht zugeteilte” Land, 8000 km² insgesamt, das so zwischenzeitlich aus der Hand der Ureinwohner wieder in den Besitz der Regierung gegangen wird, wurde von Präsident Harrison im März 1889 zur Besiedelung freigegeben. Am 22. April desselben Jahres kam es dann zur wohl ungewöhnlichsten Besiedlung eines amerikanischen Bundesstaats. Um 12 Uhr wurde das Land eröffnet und jeder, der ein Grundstück zuerst für sich beanspruchte, durfte es auf seinen Namen registrieren lassen. Einige hatten sich aber schon vor dem Startschuss aufs Gelände geschlichen und hielten sich dort versteckt, um vor den ersten Ankömmlingen die besten Stücke Land für sich zu sichern. Diese Siedler wurden als „Sooners“ bezeichnet, so entstand der heutige Beiname des Bundesstaats. Am Ende des Tages lebten so plötzlich mehrere 10.000 weiße Siedler in Oklahoma, Straßen und Orte wie Guthrie und Oklahoma City waren angelegt und innerhalb von nur zwei Wochen wurden Schulen eröffnet. 1890 wurde per Gesetz auch offiziell das Oklahoma Territory geschaffen, das durch Zukäufe weiteren Lands von den Cherokee 1893 erweitert wurde. Als die Verhandlungen mit den anderen zwangsweise hierher umgesiedelten Völkern über noch mehr Land ins Stocken gerieten, wurde die indianische Selbstbestimmung über ihren Grund und ihre Verwaltung mit dem Curtis Act von 1898 ausgehebelt. Somit war der Weg frei zur Eingliederung Oklahomas als US-Bundesstaat, die 1907 erfolgte. Der Versuch der fünf größten Indianervölker, einen eigenen Bundesstaat namens Sequoyah zu schaffen, war zwischenzeitlich gescheitert. 1910 wurde Oklahoma City Hauptstadt des neuen Bundesstaats und löste damit Guthrie ab.

In der Folge erlebte Oklahoma erfolgreiche Zeiten. Zunächst profitierte die heimische Wirtschaft, die zu einem großen Teil auf Agrarwirtschaft beruhte, von den steigenden Lebensmittelpreisen während des Ersten Weltkriegs. Kurz darauf wurden an immer mehr Stellen im Bundesstaat Ölfelder entdeckt und zwar so viel, dass der Gouverneur sich 1931 zu einer vorübergehenden Zwangsstilllegung der Ölquellen veranlasst sah, um die Preise zu stabilisieren. In demselben Zeitraum entwickelten sich zahlreiche sogenannter “Black Towns” mit einer überwiegend schwarzen Bevölkerung, die es vorzog, nicht mit Weißen zusammenzuleben. Heute sind nur noch neun Orte in Oklahoma übrig geblieben, deren Bevölkerung zu mehr als 50% schwarz ist.

In den 1930er Jahren erlebte Oklahoma seine schwerste Krise. Zunächst sanken die Preise für die wichtigsten Produkte des Bundesstaats, Öl und landwirtschaftliche Erzeugnisse, in Folge der Weltwirtschaftskrise ins Bodenlose, dann setzte der Dust Bowl ein, jenes Ereignis, bei dem über Jahre hinweg der von langanhaltender Dürre und übermäßiger Bewirtschaftung geschädigte Boden vom Wind davongetragen wurde und in riesigen, Tage anhaltenden Sandstürmen über das Land getragen wurde. Eine Migrationsbewegung setzte ein, bei der viele Farmer ihren nicht mehr zu bewirtschaftenden Grund in Oklahoma zurückließen und sich in der Hoffnung auf bessere Bedingungen Richtung Westen auf den Weg machten. Dort jedoch, zum Beispiel in Kalifornien, begegnete ihnen oft Abneigung, Geringschätzung und Ausbeutung.

Die 40er Jahre und die durch den Zweiten Weltkrieg wieder anziehenden Preise verbesserten die Bedingungen in den Great Plains wieder deutlich. Nach dem Krieg, verstärkt aber in den 1980ern, gewann der Kampf der Indianervölker in Oklahoma um weiterreichende Selbstbestimmung wieder neu an Fahrt, darüber hinaus gründeten die Indianer zahlreiche Unternehmen, um von der Bundesregierung unabhängiger zu werden. Zugleich entwickelte sich Oklahoma wirtschaftlich bedeutend weiter, wozu auch ein erneuter Ölboom in den 80ern beitrug. Zudem gewannen andere Branchen an Bedeutung, darunter die Luft- und Raumfahrt.
Am 19. April 1995 wurde Oklahoma und das ganze Land durch einen der schwersten Terroranschläge in der Geschichte der USA erschüttert. Der Golfkriegsveteran Timothy McVeigh, der sich von einer “Tyrannei der Bundesregierung” bedroht sah. Er verübte zusammen mit einem Komplizen einen Sprengstoffanschlag auf das Alfred P. Murrah Building in Oklahoma City, in dem einige staatliche Behörden untergebracht waren. Bei dem Attentat kamen 168 Menschen ums Leben. McVeigh wurde zum Tode verurteilt und 2001 hingerichtet.