Eigentümliche Formationen aus rotem Sandstein, entstanden in Millionen von Jahren aus den Kräften der Erosion, prägen das Bild des Goblin Valley State Parks in der östlichen Mitte von Utah. Diese Gebilde, wenn sie sich säulenartig auftürmen, werden von den Amerikanern “hoodoos” genannt und weil diese hier manchmal aussehen wie Kobolde (englisch: “goblins”), hat der 1964 eröffnete Park diesen Namen bekommen – das Tal der Kobolde. Der sehenswerte State Park mit seinen zahlreichen faszinierenden Fotomotiven wird alljährlich von mehr als 60.000 Menschen besucht. Er erstreckt sich insgesamt über eine Fläche von gut 12 km².

Die gesamte Region ist vermutlich schon seit präkolumbischen Zeiten von Völkern der amerikanischen Ureinwohner bewohnt gewesen; es gibt in der Nähe zahlreiche Felszeichnungen aus jener Zeit. Für den Rest der Welt entdeckt wurde das Goblin Valley dann allerdings eher zufällig, nämlich von Cowboys auf der Suche nach ausgerissenen Rindern. Die Kunde der Cowboys allerdings verbreitete sich zunächst nicht sonderlich. Erst in den späten 1920er Jahren entdeckte ein lokal ansässiger Geschäftsmann, Arthur Chaffin das Tal dann bei der Suche nach einem kürzeren Weg zwischen zwei Orten und war begeistert von dem Anblick. Chaffin kehrte einige Jahre später zurück, fotogafierte die Felsen und publizierte seine Eindrücke und so ist es ihm zu verdanken, dass das Goblin Valley überregional bekannt wurde. In der Folge erwarb der Staat Utah das Gelände, um es vor Zerstörung zu bewahren und richtete es anschließend als State Park ein.

Der Park ist ganzjährig täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Es stehen Picknick- und Campingplätze sowie sanitäre Einrichtungen zur Verfügung und es gibt ein Besucherzentrum, in dem auch ein kleines Museum untergebracht ist. Für die Anreise orientiert man sich am besten an dem winzigen Ort Hanksville. Von hier aus sind es etwa rund 20 Kilometer bis zum Parkeingang. In Hanksville gibt es zwei kleine Hotels, weitere Unterkünfte sowie Restaurants und einige Geschäfte sind in Torrey zu finden, dem Ort nahe des Capitol Reef Nationalparks in etwa zwei Autostunden Entfernung.

Von diesen kleinen Ortschaften abgesehen, besteht die Umgebung des Goblin Valley State Parks vor allem aus menschenleerer Wüstenlandschaft. Für die Tiere und Pflanzen, die sich diesen Umständen angepasst haben, herrschen so fast naturbelassene Bedingungen. Zu den hier lebenden Tieren zählen unter anderem Skorpione, Kojoten und Kitfüchse. Alle Arten kommen mit einer sehr geringen Wassermenge aus und sind meistens in den kühlen Nachtstunden unterwegs. In den Sommermonaten liegen die Temperaturen tagsüber durchschnittlich über 30° C, auch 40° C sind keine Seltenheit. Durch die Höhenlage des Parks – der höchste Punkt liegt auf 1756 Metern – fallen die Temperaturen zur Nacht hin aber deutlich ab und im Winter sind auch gefrorene Böden möglich.

Innerhalb des Goblin Valley State Parks gibt es einige Wanderwege, die zu den sehenswertesten Abschnitten führen. Im Winter ist auch Skilanglauf möglich. Wer sich im Park bewegt, soll selbstverständlich nichts an der einzigartigen Landschaft verändern. Zwei Leiter einer Pfadfindergruppe allerdings sahen 2013 angesichts eines zerbrechlich wirkenden Hoodoos nach eigenen Angaben die Gesundheit der Mitglieder ihrer Gruppe gefährdet. Kurzerhand warfen sie das feine Gebilde einfach um – ein Hoodoo, der 20 Millionen Jahre an dieser Stelle gestanden hatte. Die beiden wurden zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt.