Der Indiana Dunes National Park ist ein Schutzgebiet entlang der Südküste des Lake Michigan. Die nächstgelegene Stadt ist Chesterton im Nordwesten von Indiana. Das Gebiet mit einer Gesamtlänge von rund 40 Kilometern enthält Strände, Wanderwege und historische Stätten, in erster Linie aber dient es dem Schutz der Landschaften am Ufer und der dort lebenden Tier- und Pflanzenarten. Bereits seit 1966 war das Areal als National Lakeshore unter Naturschutz gestellt worden, im Februar 2019 wurde es in den Status eines Nationalparks erhoben. 

Das Gesamtgebiet besteht aus mehreren Einzelteilen, die meist nicht miteinander verbunden sind. Ein guter Ausgangspunkt ist die über den Interstate I-94 erreichbare, mittelgroße Stadt Michigan City, wo es eine gute Auswahl an Hotels gibt. Innerhalb des Nationalparks stehen einige Campingplätze zur Verfügung.

Der Indiana Dunes Nationalpark hat viele Kilometer an Sandstränden zu bieten. Die verschiedenen Strandabschnitte haben alle eigene Parkplätze, an denen sich auch Toiletten befinden. Der größte und am meisten besuchte der Strände ist West Beach am südlichsten Punkt des Lake Michigan, wo zwischen Mai und September auch Rettungsschwimmer anwesend sind. Hier allerdings wird für das Parken eine Gebühr erhoben.

Obwohl die Freizeitmöglichkeiten wie Schwimmen, Radfahren, Angeln oder Skifahren einen Großteil der Besucher anlocken, war das Hauptanliegen bei der Gründung des Naturschutzgebiets als National Lakeshore 1966 der Schutz der natürlichen Lebensräume in den Dünen. Bei einer Bestandsaufnahme im Jahr 2012 wurden mehr als 1200 verschiedene Tier- und Pflanzenarten in dem Gebiet gezählt. Heute führt ein Netz aus Wanderwegen mit einer Gesamtlänge von mehr als 50 Meilen Besucher an dieses Ökosystem heran. Insgesamt sind 14 Wege ausgeschildert, die in Länge und Schwierigkeitsgrad variieren; auf einem davon, dem Glenwood Dunes Trail, ist sogar das Reiten gestattet. Eine Karte, in die alle Wege eingetragen sind, ebenso wie die Möglichkeiten zum Skifahren, bekommt man im Besucherzentrum (1215 North State Road 49, geöffnet ab 8 Uhr im Sommer und ab 8:30 Uhr im Winter).

Ein beliebtes Ziel ist die Heron Rookery, besonders im Frühjahr. Der Begriff bezeichnet ein von Reihern genutztes, bewaldetes Brutgebiet. Im März und April brüten die Vögel, dann sind die von Park Rangers geführten Touren sehr empfehlenswert. Ebenfalls beliebt ist der Abschnitt Miller Woods im westlichen Teil des Nationalparks. Dieser Bereich enthält Dünen und Küstenwald, in dem zahlreiche Tierarten zu Hause sind, darunter Opossums und Weißwedelhirsche. Auch dieser Abschnitt erfreut sich im Frühjahr großer Beliebtheit, weil dann tausende Wildblumen blühen. Hier befindet sich das Paul H. Douglas Center für Umwelterziehung (100 North Lake Street, geöffnet ab 9 Uhr), in dem es eine Ausstellung zur Natur in dieser Region gibt.

Weitere wichtige Lebensräume innerhalb des Schutzgebiets sind die Hoosier Prairie (erreichbar über West Main Street in Griffith), ein Stück erhaltene Grasprärie und die Feuchtgebiete Cowles Bog (bei Dune Acres) und das bei Zugvögeln beliebte Great Marsh (bei Burns Harbor), die jeweils wertvolle Ökosysteme für verschiedene Tier- und Pflanzenarten darstellen – Naturfreunde sollten das Fernglas nicht vergessen.


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