Skyline von Jacksonville
Jacksonville hat derzeit sieben Gebäude mit einer Höhe von mindestens 100 Metern. Die Skyline der Stadt kann damit zwar nicht mit der von Miami oder Atlanta mithalten, ergibt wegen ihrer Lage am Wasser aber ein schönes Gesamtbild. Das höchste Gebäude der Stadt ist der Bank of America Tower (Foto, 50 North Laura Street), der 1990 eröffnet wurde und vom deutschen Architekten Helmut Jahn konzipiert wurde. In dem 189 Meter hohen Gebäude war ursprünglich das Hauptquartier der Barnett Bank untergebracht, die seither mit der Bank of America verschmolzen ist. Die Spitze des Turms wird nachts beleuchtet. Der Tower bildet gemeinsam mit dem Wells Fargo Center (1 Independent Drive) die herausragenden Punkte der Skyline. Das 163 Meter hohe Gebäude stammt aus dem Jahr 1974 und war bis 2011 als “Modis Building” bekannt. Der Hauptmieter des Büroturms ist die Finanzgesellschaft Wachovia, ein Tochterunternehmen der Wells Fargo. Das älteste Gebäude der Skyline von Jacksonville ist der 1967 eröffnete Riverplace Tower, in dem ebenfalls Büros untergebracht sind. Bei seiner Eröffnung war das 132 Meter hohe Bauwerk fünf Jahre lang das höchste Floridas. In den 90er Jahren wegen anhaltenden Leerstands vom Abriss bedroht, ist der Riverplace Tower heute wieder gut ausgelastet. Eine recht gute Perspektive, um die Skyline Jacksonvilles zu fotografieren, ist der St. Johns River Park westlich von Main Street. Leider gibt es keine Aussichtsplattform auf den höchsten Gebäuden der Stadt.

 

St. Johns River Park
Unter den zahlreichen Parks und Grünanlagen der Stadt – Jacksonville verfügt über mehr als 330 städtische Parks mit einer Gesamtfläche von über 300 Quadratkilometern – nimmt der St. Johns River Park, der manchmal auch als Friendship Park bezeichnet wird, eine besondere Stellung ein. Dies liegt zum einen an seiner Lage in Downtown, vor allem aber an der Friendship Fountain, einst der größte und höchste Fontänenbrunnen der Welt. Die 1965 angelegte Fontäne konnte früher eine Menge von mehr als 60.000 Liter Wasser rund 40 Meter in die Höhe schießen, nach dem Ausfall von zwei der drei Pumpen ist die Leistung heute aber reduziert. Dennoch sind der Park und die abends beleuchtete Fontäne beliebte Touristenattraktionen.
1015 Museum Circle

 

Riverwalk
Ursprünglich nur am südlichen Ufer des St. Johns Rivers angelegt, wegen der Popularität aber auch auf das nördliche Ufer des Flusses erweitert, ist der Riverwalk ein guter Ort, um die Skyline der Stadt und den Fluss zugleich zu genießen. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird von den Angestellten der Büros in Downtown gern für die Mittagspause genutzt. Auf der Südseite zieht sich der gepflasterte, breite Weg über gut 2 Kilometer von der Friendship Fountain bis zur Main Street Bridge und führt dabei unter anderem an einigen Geschäften vorbei; viele geplante Projekte für den Riverwalk wurden aber nie verwirklicht. Auf der Nordseite wirkt der Riverwalk weiter entwickelt, hier kamen im Laufe der Jahre immer neue Abschnitte hinzu.

 

Jacksonville Maritime Museum
Im Mittelpunkt des 1985 eröffneten Museums stehen diverse, großformatige Modelle von historischen Schiffen, unter anderem von der berühmten Mayflower. Seit 2011 ist das Museum im Shoppingzentrum Jacksonville Landing untergebracht. Zur Ausstellung gehören zahlreiche Artefakte von Schiffen, die bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen, daneben gibt es einige Kunstwerke zu sehen.
2 Independent Drive

 

Museum of Science and History
Am Southbank Riverwalk gelegen, beschäftigt sich das beliebteste Museum der Stadt mit rund 12000 Jahren Geschichte der Region. Es entstand im Jahr 1969 und zeigt daneben auch Exponate aus der Welt der Wissenschaft, zum Beispiel in dem Abschnitt der Ausstellung, der sich mit der Unterwasserwelt beschäftigt. Auch einige lebende Tiere gehören zur Ausstellung, dazu gehören Schildkröten, Schlangen und sogar Alligatoren. Das 2010 renovierte und verbesserte Bryan Gooding Planetarium ist eines der Highlights des Museums.
1025 Museum Circle

 

Museum of Contemporary Art
Seit dem Jahr 2009 gehört das schon 1924 gegründete Museum für zeitgenössische Kunst zur University of North Florida. Es befindet sich seit 2003 in einem historischen Gebäude in Downtown. Zu sehen gibt es Gemälde, Skulpturen und Fotografien. Zur Sammlung des Museums gehören Werke von Künstlern aus aller Welt; der Schwerpunkt liegt dabei auf Kunstwerken von 1960 bis heute. Die Sammlung ist seit der Eröffnung an neuer Stelle kontinuierlich gewachsen und wird immer wieder von Sonderschauen mit Werken aus anderen Museen ergänzt. Für Besucher steht ein Café mit Getränken und Speisen zur Verfügung.
333 North Laura Street

 

Jacksonville Zoo and Gardens
Der bereits seit 1914 bestehende Zoo zählt heute zu den beliebtesten Attraktionen von Jacksonville. Er erstreckt sich über eine Fläche von rund 45 Hektar und beherbergt mehr als 2000 Tiere, die man unter anderem mit Hilfe einer Eisenbahn auf einem Rundkurs entdecken kann. Der Tierpark ist in verschiedene themenbezogene Abschnitte unterteilt, von denen besonders der Bereich “Range of the Jaguar” erwähnenswert ist, der 2005 als bestes Gehege der USA ausgezeichnet wurde. Zu den anderen Abschnitten zählen unter anderem “Australian Adventure”, “Plains of East Africa” oder “Wild Florida” mit heimischen Tierarten. In einem speziell für Kinder eingerichteten Bereich gibt es unter anderem einen Wasserspielplatz, ein Labyrinth und einen Streichelzoo mit Farmtieren. Zum Angebot des Zoos gehören zwei Restaurants und eine Snackbar. Seit 2005 gehört auch ein botanischer Garten zur Struktur, in dessen Rahmen bepflanzte Abschnitte in den Tierpark integriert wurden.
370 Zoo Parkway

 

Kingsley Plantation
Das heute vom National Park Service betriebene Plantagengelände erinnert an die Geschichte der Sklavenhaltung in den Südstaaten. Der Besitzer des einst vier Quadratkilometer großen Anwesens, Zephaniah Kingsley, hatte zu seiner Zeit zwar auch Sklaven gehalten, führte aber auch eine Ehe mit einer schwarzen Frau und setzte sich für die Möglichkeit ein, dass schwarze Sklaven sich freikaufen konnten und anschließend nicht wieder versklavt werden konnten. Eine solche Regelung hatte unter der spanischen Herrschaft über Florida noch existiert, doch nachdem die Briten die Herrschaft übernommen hatten, waren die Rechte der schwarzen Bevölkerung immer weiter eingeschränkt worden. Auf der Plantage können Besucher heute das herrschaftliche Wohnhaus der Plantagenbesitzer besichtigen (Führungen im Inneren werden allerdings nur am Wochenende angeboten), daneben aber auch die Hütten, in denen die Sklaven untergebracht wurden. Darüber hinaus wurden auf dem Gelände Spuren präkolumbianischer Besiedelung gefunden sowie die Überreste einer spanischen Missionskirche. Die Plantage gehört daher zur Timucuan Ecological and Historic Preserve, die der Verwaltung des National Park Service untersteht.
11676 Palmetto Avenue