In der breitgefächerten Riege der Demokraten, die sich den parteiinternen Vorwahlen um die Kandidatur zur Präsidentschaft 2020 stellen, ist Julián Castro eines der national am wenigsten bekannten Gesichter. Dies, obwohl Castro unter Präsident Obama von Juli 2014 bis Januar 2017 den Posten des Bauministers bekleidete. Zuvor hatte er als Bürgermeister von San Antonio auf sich aufmerksam gemacht; als er 2009 in dieses Amt gewählt worden war, war er der jüngste Bürgermeister einer der 50 größten Städte der USA.

Logo der Kampagne

Castro wurde 1974 in San Antonio geboren. Er hat einen Zwillingsbruder, Joaquin, der für die Demokraten im US-Repräsentantenhaus sitzt. Auf den Geschmack für Politik wurden beide wohl durch ihre Mutter gebracht. Maria Castro ist die Mitbegründerin einer Partei, die sich vornehmlich um die Belange von mexikanischen Amerikanern kümmert. Bevor Castro, ebenso wie sein Bruder, allerdings selbst in die Politik einstiegen, besuchten beide die Stanford University und anschließend die Harvard Law School.

Für Julian Castro dürfte es im innerparteilichen Wahlkampf zunächst darauf ankommen, seine politischen Positionen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Als Latino wird er sich wohl vor allem als Vertreter einer stetig wachsenden und zunehmend bedeutender werdenden Minderheit positionieren. Der Slogan seiner Kampagne, „One Nation. One Destiny“ deutet darauf hin, dass er sich vor allem um das Kitten der sozialen Risse bemühen möchte, die in den letzten Jahren in den USA zutage getreten sind.


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