Liberty Memorial / National World War I Museum
Das Liberty Memorial wurde 1926 im Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten eröffnet und befindet sich im Penn Valley Park. Der gut 80 Meter hohe Turm verfügt über eine Aussichtsplattform (mit allerdings nur geringer Kapazität), von wo aus man den wohl besten Blick über Kansas City bekommt. Eine ewige Flamme lodert auf dem Dach des Gebäudes.
Seit 2004 befindet sich ein Museum in einem unteren Stockwerk des Memorials, das von der Bundesregierung zum offiziellen Museum über den Ersten Weltkrieg erklärt wurde. Die Ausstellung beschäftigt sich in gut aufbereiteter Form mit den Gründen für den amerikanischen Kriegseintritt und dem Verlauf des Krieges, daneben gibt es unter anderem Uniformen, Waffen und einen Panzer zu sehen. Eine Bibliothek, Seminarräume, ein Café und zwei Filmsäle gehören ebenfalls zum Komplex.
100 West 26th Street

 

Power & Light District
Im Schatten des Power & Light Buildings, eines 1930 erbauten Wolkenkratzer, der die Skyline der Stadt mit bestimmt, wurde ab 2005 ein insgesamt neun Straßenblocks umfassender Restaurant-, Shopping- und Entertainmentbezirk errichtet, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Downtown von Kansas City wiederbelebt worden ist. Gelegen zwischen Grand Boulevard und Baltimore Avenue ist der Bezirk einer der wenigen in den USA, in denen es erlaubt ist, in den Bars ausgegebene Getränke offen mit auf die Straße zu nehmen. Zum Gesamtangebot innerhalb des Komplexes gehören unter anderem ein Hotel, mehrere Bars und Restaurants, ein Kino und ein ursprünglich im Jahr 1927 eröffnetes Theatergebäude, das Midland Theatre (1228 Main Street), das nach einer umfangreichen Renovierung 2008 wiedereröffnet wurde und heute für Veranstaltungen aller Art genutzt wird. Der Mittelpunkt des Power & Light Districts ist aber zweifellos Kansas City Live!, wo sich eine zentrale Bühne zum Beispiel für Konzerte befindet. Die Zuschauer finden auf einem Platz davor, geschützt durch ein zeltähnliches Dach, Platz und rund herum befinden sich Bars, in denen oft ebenfalls Live-Musik geboten wird.

 

Swope Park
Eine tatsächliche grüne Oase inmitten der Stadt ist dieser mehr als sieben Quadratkilometer große Park am East Meyer Boulevard. Hier befindet sich unter anderem das Starlight Theatre, eine Outdoor-Bühne mit mehr als 8000 Zuschauerplätzen. Swope Park ist der Standort einiger Denkmäler, Springbrunnen, Spiel- und Picknickplätzen, Sportstätten und des Zoos. Der größte Park der Stadt ist nach Thomas Swope benannt, der Mitte des 19. Jahrhunderts zum größten Grundbesitzer von Kansas City geworden war. Radfahrer finden hier ebenso wie Spaziergänger ein ausgedehntes Wegenetz, obwohl der größte Teil des Parks gar nicht erschlossen ist, sondern mit dichtem Wald bestanden.

 

Kansas City Zoo
Wer einmal im Swope Park ist, sollte den Besuch des zehntgrößten Zoos der USA nicht verpassen. Seit 1909 besteht der Tierpark, der insgesamt eine Fläche von 82 Hektar einnimmt und über einen besonders großen Bereich mit Tieren aus Afrika verfügt. Daneben gibt es einen Abschnitt mit australischen Tieren und seit 2010 ein neues, modernes Gehege mit Wasserfall, in dem Eisbären leben. Für Kinder gibt es einen Bereich mit Farmtieren , in dem auch Shows und Fütterungen zu sehen sind. Insgesamt leben rund 1300 Tiere im Kansas City Zoo, Teile der Ausstellung sind mit einer Gondelbahn oder per Bootsfahrt zu entdecken. Es gibt mehrere Snackbars und Cafés auf dem Gelände und es werden einige Sonderführungen angeboten, Parkplätze sind kostenlos.
6800 Zoo Drive

 

Nelson-Atkins Museum of Art
Die Idee zum Kunstmuseum entstand Anfang des 20. Jahrhunderts, basierend auf einer Privatspende; 1933 wurde eröffnet. Schon im Außenbereich sind einige Skulpturen zu entdecken – darunter Werke von Rodin und Henry Moore -, im Inneren warten dann mehrere Ausstellungsbereiche, die sich unter anderem mit europäischer und amerikanischer Malerei beschäftigen. Besonders bekannt ist das Nelson-Atkins Museum für seine Sammlung chinesischer Kunst, daneben gibt es die historische Fotografiensammlung des Grußkartenherstellers Hallmark zu sehen. Im Museum befindet sich ein Restaurant. Der Eintritt zum Museum ist frei, Parken im angeschlossenen Parkhaus kostet 5 Dollar.
4525 Oak Street 

 

Kemper Museum of Contemporary Art
Das zweite große Kunstmuseum von Kansas City beschäftigt sich mit moderneren Werken aus der Zeit vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute. Im Kemper Museum wird großer Wert auf anspruchsvolle Sonderschauen gelegt, von denen jährlich rund zehn verschiedene organisiert werden. Zum Angebot des Museums, das seit 1994 besteht und in einem hellen Gebäude mit großem Atrium untergebracht ist, gehören ein Café und wechselnde Veranstaltungen wie Konzerte und Workshops. Eintritt und Parken sind kostenlos.
4420 Warwick Boulevard

 

18th and Vine Historic District
Das nach den abgrenzenden Straßen benannte Stadtviertel, das sich östlich an die Downtown von Kansas City anschließt, ist traditionell eine Hochburg der schwarzen Bevölkerung der Stadt gewesen und hat große kulturelle Bedeutung, die man als Besucher an vielen Stellen nachvollziehen kann. So ist der Bezirk zum Beispiel die Geburtsstätte der Musikrichtung, die als Kansas City Jazz bekannt wurde und zahlreiche Musiker, allen voran der aus der Stadt stammende Charlie Parker, haben hier im Viertel ihre Visitenkarte abgegeben. An diese musikalische Vergangenheit erinnert das American Jazz Museum (1616 East 18th Street), das allerdings schon bessere Tage gesehen hat. Eine etwas lebendigere Art, die Musik der Stadt zu entdecken, ist vielleicht ein Besuch des von außen wenig sehenswerten Gebäudes der Mutual Musicians Foundation (1823 Highland Avenue), das traditionell als Treffpunkt für Jazzmusiker fungiert und wo in den frühen Morgenstunden immer Jam Sessions stattfinden. Noch mehr Besucher allerdings sehen sich ein weiteres Museum in dem Stadtviertel an, das sich mit einer Zeit beschäftigt, als Schwarze und Weiße in allen Lebensbereichen noch strikt voneinander getrennt waren. Das Negro League Baseball Museum (1616 East 18th Street) besteht seit 1990 und ist wegen seiner zeitgeschichtlichen Dimension nicht nur für Sportfans interessant. Gezeigt wird die Geschichte der schwarzen Baseball-Liga in den USA, die von den 20ern bis in die 60er Jahre hinein bestand. Höhepunkt der Ausstellung ist der Nachbau eines Spielfelds mit Statuen berühmter Spieler, daneben gibt es zahlreiche Original-Artefakte zu sehen, die zum Teil von ehemaligen Spielern gestiftet worden sind.

 

Trailside Center
Gleich drei historische Routen, die von den Siedlern auf ihrem Weg zur Frontier nach Westen genutzt werden, treffen im Süden des Stadtgebiets von Kansas City aufeinander: Der berühmte Santa Fe Trail und die später genutzten Oregon und California Trails. Im Trailside Center gibt es eine kleine Ausstellung zur historischen Bedeutung dieser Pfade und zur Battle of Westport, einer in der Region ausgetragenen Schlacht im Bürgerkrieg. Darüber hinaus fungiert das Center, das in einem ehemaligen Bankgebäude untergebracht ist, als Besucher- und Informationszentrum für einige weitere historische Stätten in der Umgebung sowie für natürliche Sehenswürdigkeiten wie einem kleinen Regengarten neben dem Zentrum.
9901 Holmes Road

 

National Airline History Museum
Am Charles B. Wheeler Downtown-Flughafen von Kansas City, der heute von Privatfliegern genutzt wird, befindet sich seit 1986 ein Museum für alle Freunde der Luftfahrt. Die Highlights des Museums sind natürlich die Original-Flugzeuge, von denen zwei flugtauglich sind und eines auch im Innenraum zu einem Teil des Museums geworden ist. Die weiteren Exponate beschäftigen sich mit der Geschichte der Luftfahrt. Darüber hinaus betreibt das Airline History Museum mehrere Flugsimulatoren.
201 NW Lou Holland Drive

 

Arabia Steamboat Museum
Eine besondere Sehenswürdigkeit erwartet Besucher mit dem Arabia Steamboat Museum. Die Arabia war ein Dampfschiff, das auf dem Missouri unterwegs war und die neu entstandenen Orte an der Frontier mit Gütern versorgte. 1856 sank das Schiff nur wenige Meilen von Kansas City entfernt nach einer Kollision mit einem Baumstumpf. Als sich später der Lauf des Missouri änderte, lag das Schiff an Land unter der Erde. 1987 schließlich gelang es einem Hobby-Archäologen, die Arabia unter einer 14 Meter dicken Erdschicht begraben zu finden. Die erstaunlich gut erhaltenen Artefakte von dem Schiff konnten geborgen werden und sind nun im Museum ausgestellt, das damit ein gutes Stück der Eroberung des amerikanischen Westens dokumentieren kann.
400 Grand Boulevard