Der Kings Canyon National Park liegt im Südosten Kaliforniens und schließt direkt an den Sequoia National Park an, mit dem er gemeinsam verwaltet wird. Der mehr als 187.000 Hektar große Park wurde 1940 eröffnet und empfängt jährlich etwa eine halbe Millionen Besucher.

Kings Canyon National Park lässt sich grundsätzlich in zwei Abschnitte unterteilen. Der wichtigste Anziehungspunkt für Besucher liegt dabei etwas abseits im so genannten General Grant Grove. In dieser Baumgruppe befindet sich neben einem Hain von Mammutbäumen, dem Redwood Mountain Grove, der General Grant Tree. Dieser Mammutbaum ist mit seinen 81 Metern Höhe und einem Stammumfang von fast 33 Metern der zweithöchste Baum der Welt. Neueren Schätzungen zufolge ist General Grant Tree etwa 1650 Jahre alt.

In dem anderen, weitaus größeren Abschnitt des Nationalparks liegt das Quellgebiet des Kings River. Das Wasser hat sich hier seinen Weg durch die Granitfelsen gebahnt und so unter anderem den Kings Canyon geschaffen, der dem Park den Namen gab und durch Gletscherbildung entstanden ist. Da die Umgebung aus einem Gebirgszug besteht, dessen höchster Gipfel die North Palisade mit mehr als 4300 Metern Höhe ist, ist der Canyon der tiefste in den USA.

Die höhergelegenen Gebiet des Nationalparks sind nur zu Fuß erreichbar, doch auch in tieferen Regionen kann es im Winter zu Straßensperrungen kommen. Der Eingang zum Park ist vom Highway 180 aus zu erreichen. Von Fresno aus benötigt man mit dem Auto etwas mehr als eine Stunde.

Über eine landschaftlich sehr sehenswerte Strecke kann man den Park vom Auto aus erschließen. Wer etwas näher herankommen möchte, hat aber auch die Möglichkeit, an einer der von den Park Rangers angebotenen geführten Wanderungen teilzunehmen. Innerhalb des Nationalparks geben drei Visitors Center über diese und andere Möglichkeiten Auskunft. An verschiedenen Stellen des Nationalparks besteht darüber hinaus die Möglichkeit zum Camping, zum Teil ist Reservierung notwendig. Es gibt allerdings auch eine Lodge mit Übernachtungsmöglichkeit im Park. Auch mit Wohnmobilen darf man den Park befahren und einige der Campingplätze benutzen. Bei allen Aktivitäten im Freien darf man aber nicht vergessen, dass viele wilde Tiere, unter anderem Schwarzbären und verschiedene Schlangenarten, hier zu hause sind.