Als eine der profiliertesten Vertreterinnen der Demokraten werden Kirsten Gillibrand recht gute Chancen bei den innerparteilichen Vorwahlen eingeräumt. Gillibrand ist seit 2009 Vertreterin des Bundesstaats New York im US-Senat, sie übernahm dort die Nachfolge von Hillary Clinton, als diese zur Außenministerin ernannt wurde.

Kirsten Gillibrand wurde 1966 in Albany, New York als Kirsten Rutnik geboren. Sie studierte Asienstudien in Dartmouth, einschließlich eines Auslandsaufenthalts in Peking und machte anschließend einen Abschluss in Rechtswissenschaften an der UCLA. Danach arbeitete sie als Anwältin, unter anderem auch als Verteidigerin des Tabakkonzerns Philip Morris gegen Vorwürfe des US-Justizministeriums, die Firma habe Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs verheimlicht.

In Berührung mit der Politik kam Gillibrand, als sie als Teilnehmerin in Programms der Demokratischen Partei zur Förderung von Frauen im Berufsleben eine Rede der damaligen First Lady Hillary Clintons hörte. Bis heute zählt sie Clinton zu ihren Mentoren. In ihrer Zeit in der amerikanischen Bundespolitik machte sie vor allem als Vorkämpferin für Frauenrechte und wegen ihrer deutlichen Meinungsäußerungen in bekanntgewordenen Fällen sexueller Belästigung. So forderte sie zum Beispiel, dass solche Fälle bei den Streitkräften außerhalb der Einrichtungen des Militärs verfolgt werden sollen; ein entsprechender Gesetzesentwurf scheiterte knapp.

Zu Beginn ihrer politischen Karriere galt Gillibrand als eher konservative Demokratin, die bereit war, auch republikanische Positionen zu übernehmen. In späteren Jahren wandelte sich ihre grundsätzliche politische Positionierung aber spürbar hin zu typisch demokratischen Themenschwerpunkten. Von der Waffenlobby NRA erhielt sie beispielsweise in frühen Jahren eine positive Bewertung und 2018 eine der schlechtest möglichen. Sie tritt für die Ehe für alle und für das Recht auf Abtreibung ein und plädierte 2018 für die Abschaffung der Immigrationsbehörde ICE. Weitere Schwerpunkte ihrer Politik sind die Gesundheitsversicherung und eine verbesserte Transparenz der Arbeit von Behörden und Ministerien.

Kirsten Gillibrand ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.


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