In den Jahren seit Donald Trumps überraschendem Sieg bei den Präsidentschaftswahlen 2016 haben sich die USA verändert. Lang bestehende Bündnisse wurden in Frage gestellt, Prioritäten wurden verschoben und Konventionen gebrochen. War es im politischen Amerika zuvor immer um die schwierige Suche nach Kompromissen gegangen, so gab es nun nur noch die Lager für und gegen Trump. In diesem Licht wird auch die Präsidentschaftswahl 2020 stehen – Donald Trump als Kandidat auf der einen Seite und viele Kandidaten, die alles anders machen wollen als er auf der anderen.

So setzt sich mit der Präsidentschaftswahl 2020 die Spaltung des Landes noch weiter fort, die schon 2016 klar erkennbar gewesen ist. In den Ballungsräumen der Großstädte entlang der Küsten herrscht ein liberaler, progressiver Geist vor, der den Demokraten in aller Regel ungefährdete Wahlsiege beschert; im endlos weiten amerikanischen Herzland dazwischen aber sind es die konservativen, oftmals nationalistischen Wähler, die den Ton bestimmen.

Trumps historisch schlechte Popularitätswerte bedeuten für ihn, dass er und die Republikaner in erster Linie seine Wähler aktivieren muss – was im Wahlkampf zu noch schärferen Tönen als bisher bekannt führen könnte. Für die Demokraten geht es darum, Wechselwähler zu überzeugen, weniger Interessierte an die Wahlurnen zu bringen und vor allem, sich geschlossen hinter einem der vielen Kandidaten zu sammeln, die für die Partei ins Rennen gehen und sich einen langen, anstrengenden Vorwahlkampf stellen werden.

In diesem Special informiert Americanet über den US-Wahlkampf, über Themen und Kandidaten und erklärt die Verfahren und Regeln der amerikanischen Präsidentschaftswahl.

Kandidaten Republikaner Begriffe und Erklärungen
Donald Trump Conventions
  Electoral College
Kandidaten Demokraten Endorsements
Julián Castro Swing States
John K. Delaney Vorwahlen
Tulsi Gabbard Wahlmänner
Kirsten Gillibrand  
Elizabeth Warren