Fourth Street Live
Im Zuge der umfangreichen Maßnahmen zur Revitalisierung der Innenstadt wurde 2004 der Shopping- und Entertainmentkomplex Fourth Street Live eröffnet. Wie damals beabsichtigt, entwickelte sich dieser Komplex zu einem beliebten Treffpunkt und zum Schauplatz von Veranstaltungen. Das Angebot besteht aus vielen Läden, Bars und Restaurants. Es finden regelmäßig Veranstaltungen statt, zum Beispiel zum St. Patrick’s Day oder zu Halloween.
In dem Komplex befindet sich auch die Touristeninformation von Louisville.
Auch eine eigene Sehenswürdigkeit hat die Fourth Street aufzuweisen. Gestaltet wie ein riesiges Aufziehspielzeug steht das 12 Meter hohe Uhrtürmchen Louisville Clock derzeit in dem Komplex. Das etwas kitschig wirkende Kunstwerk wurde 1976 erschaffen und zeigt Szenen aus Kentucky, vor allem solche von der berühmten Pferderennbahn. Einige der Teile sind beweglich und jeden Tag um 12 Uhr beginnt ein “Rennen” zwischen mechanischen Figuren auf der Strecke. Die Louisville Clock hatte schon mehrere Standorte im Stadtgebiet und war zwischenzeitlich sogar in Einzelteile zerlegt und eingelagert, gilt aber den Bewohnern heute als ein liebgewonnenes Wahrzeichen der Stadt.

 

KFC Yum! Center
Im Oktober 2010 eröffnete die neue Multifunktionsarena in Downtown mit bis zu 22.000 Zuschauerplätzen. Die moderne Halle liegt direkt am Ohio River. Sie dient in erster Linie als Heimspielstätte der Basketballteams der University of Louisville, die sich – in Ermangelung eines Profiteams in der Stadt – außerordentlicher Beliebtheit erfreuen. Außerhalb der Saison wird das KFC Yum! Center für hochkarätige Konzerte und andere Großveranstaltungen genutzt.
1 Arena Plaza

 

Louisville Palace
Kleinere Konzerte und die Aufführungen des Louisville Orchestras finden im Louisville Palace statt. Das altehrwürdige Gebäude befindet sich nicht weit von Fourth Street Live entfernt. Es wurde 1928 eröffnet und steht unter Denkmalschutz. Schon die Außenansicht des Gebäudes ist sehenswert, denn die im spanischen Barockstil gehaltene Fassade zeigt sich mit zahlreichen Nischen, Türmchen und Skulpturen.
625 Fourth Street

 

The Kentucky Center
Das Center für die darstellenden Künste wurde 1983 eröffnet und verfügt über drei Bühnensäle, die bis zu 2400 Zuschauern Platz bieten. Darüber hinaus ist es ein Ort, an dem kulturelle Veranstaltungen wie Workshops und Kurse stattfinden. Das Kentucky Center ist Aufführungsort für die Kentucky Opera, das Louisville Ballett und weitere Künstler.
501 West Main Street

 

Kentucky Science Center
Schon seit 1871 besteht in Louisville ein naturwissenschaftliches Museum, das heute als Kentucky Science Center firmiert und einen Schwerpunkt auf interaktive Erlebnisse auf drei Stockwerken. Es gibt einen gesonderten Bereich für die ganz jungen Besucher, in dem ebenso wie in den anderen Bereichen wissenschaftliche Phänomene anschaulich dargestellt werden.
727 West Main Street

 

Muhammad Ali Center
Dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt, Cassius Marcellus Clay alias Muhammad Ali, ist schon seit 2005 ein Museum und Kulturzentrum gewidmet. Hier werden Erinnerungsstücke aus der Karriere und dem privaten Leben des Champions ausgestellt, dazu gibt es Filme und Fotos. Zwei Galerien zeigen Kunst und ein weiterer Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit den wichtigsten Werten und Prinzipien, die Ali inspirierten und die hier auf kreative Weise dargestellt werden. Darüber hinaus finden regelmäßig Veranstaltungen im Center statt.
144 North Sixth Street

 

Louisville City Hall
Seit dem Zusammenschluss der Stadt mit dem Umland dient die City Hall nicht mehr als Rathaus, sondern als Sitz des Rats der Metropolregion. Das schmucke Gebäude aus Kalkstein wurde 1873 fertiggestellt und war zu Beginn nicht nur Rathaus, sondern auch Gerichtsgebäude. Im Laufe der Zeit war das Bauwerk in Downtown mehrfach erweitert worden, unter anderem durch einen Anbau 1909 und die Integration einer benachbarten Feuerwache im Jahr 1937. Weithin sichtbar ist der Glockenturm, der erst drei Jahre nach der Eröffnung des Gebäudes fertig geworden war. Der Giebel über dem Haupteingang zeigt ein Relief mit dem Stadtwappen.
601 West Jefferson Street

 

Big Four Bridge
Die ehemalige Eisenbahnbrücke mit den sechs charakteristischen Bögen wurde 2013 in eine Fußgängerbrücke umgewandelt und wurde spätestens zu diesem Zeitpunkt zu einem Wahrzeichen der Stadt. Die Brücke über den Ohio River ist insgesamt 770 Meter lang, verbindet Louisville mit der Stadt Jeffersonville im benachbarten Bundesstaat Indiana und war 1895 erbaut worden. Der Eisenbahnbetrieb war schon 1969 eingestellt worden und daran anschließend verfiel die ungenutzte Brücke nach und nach. Die Idee, aus ihr eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer zu machen, entstand schon kurz darauf, scheiterte jedoch an den hohen Kosten für die Errichtung einer Rampe auf beiden Seiten. Der jetzt bestehende Zugang zur Brücke beginnt im Waterfront Park.

 

Waterfront Park
Ein riesiges, ehemaliges Industriegelände zwischen Downtown und dem Fluss wurde ab Mitte der 90er Jahre mit erheblichem finanziellen Aufwand aus öffentlichen und privaten Spendengeldern zum beliebtesten Park der Stadt umgewandelt. Waterfront Park hat große Wiesen, die zum Picknicken oder für Sport genutzt werden können; zahlreiche Spazierwege, Spielplätze und ein sorgsam aufgebautes Landschaftsbild mit sanften Hügeln, Zugang zum Flussufer und Baumgruppen. Der Park wird regelmäßig für Events genutzt, etwa für Live-Musik oder das jährliche Festival Thunder Over Louisville, mit dem traditionell der Beginn der Saison für das Kentucky Derby eingeleitet wird. Der Waterfront Park ist an den Louisville Loop angebunden, ein Wegenetz, das zahlreiche Grünanlagen in der Stadt miteinander verbindet.

 

Belle of Louisville
Das Dampfschiff “Belle of Louisville” ist im Besitz der Stadt und hat sich ebenfalls zu einem Wahrzeichen Louisvilles entwickelt. Das im Jahr 1914 in Pittsburgh vom Stapel gelaufene Schiff hat seinen festen Anlegeplatz an der Riverfront Plaza in der Nähe des Waterfront Parks und steht auf der nationalen Denkmalliste. Die “Belle” hat eine lange Geschichte hinter sich, sie diente unter anderem als schwimmender Nachtclub und als Fähre. Als sie 1962 zurück nach Louisville kam, musste sie zunächst umfassend repariert und ausgestattet werden, doch schon 1963 konnte sie das erste Mal in einem Dampfschiffrennen auf dem Ohio River antreten, das seitdem jährlich drei Tage vor dem Kentucky Derby unter dem Namen Great Steamboat Race ausgetragen wird. Darüber hinaus spielt das Schiff, das als ältestes noch aktives Dampfschiff der USA gilt, auch bei anderen Veranstaltungen in Louisville eine Rolle. Zudem werden während der Sommermonate Ausflugsfahrten angeboten.

 

Louisville Slugger Museum & Factory
Wer sich für Baseball interessiert, verbindet mit dem Namen der Stadt Louisville sofort die berühmten “Slugger”; die Baseballschläger, die seit vielen Jahrzehnten von zahlreichen Spielern benutzt werden. Zwar wurde die Produktion des Spielgeräts inzwischen von den Gründern verkauft, die Fabrik ist dennoch eine der beliebtesten Attraktionen der Stadt. Zu sehen gibt es hier ein Museum mit Exponaten aus der Firmengeschichte, aber auch mit vielen Memorabilien berühmter Spieler und der Möglichkeit, sich mal selbst am Schlagmal zu versuchen; zudem gibt es Fabrikführungen. Vor der Tür steht der größte Baseballschläger der Welt und im Foyer befindet sich die Signature Wall mit den Autogrammen vieler Stars des Sports.
800 West Main Street

 

Speed Art Museum
Eine Ausstellung der ganz anderen Art erwartet die Besucher im kurz “The Speed” genannten Museum nahe der Universität. Es ist das größte Kunstmuseum Kentuckys und bietet neben der Ausstellung auch regelmäßig Veranstaltungen wie Konzerte oder Filmvorführungen an. Der Schwerpunkt liegt auf moderner und zeitgenössischer westlicher Malerei, unter anderem auch mit Werken aus Europa. Das 1927 eröffnete Museum ist 2016 deutlich erweitert worden.
2035 South 3rd Street

 

KMAC Museum
Das KMAC (die Abkürzung steht für Kentucky Museum of Art and Craft) ist ein weiteres bedeutendes Kunstmuseum in Louisville. Der Ansatz des Museums ist der Brückenschlag zwischen Kunst und Handwerk. In dem in den 1880er Jahren erbauten Gebäude werden wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen gezeigt. Die Dauerausstellung hat ihren Schwerpunkt auf Kunst aus der Region.
715 West Main Street

 

Frazier History Museum
In vergangene Zeiten eintauchen kann man im Frazier History Museum im Viertel West Main, wo historisch kostümierte Angestellte durch die Ausstellungen führen. Zu sehen gibt es historische Gegenstände aus mehreren hundert Jahren und verschiedenen Themenbereichen, darunter Objekte, die einst George Washington oder Buffalo Bill gehörten. Zusätzlich werden wechselnde Sonderschauen gezeigt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Geschichte Kentuckys und auf den Entdeckungen der Expedition von Lewis und Clark.
829 West Main Street

 

Falls of the Ohio
Etwas außerhalb des Stadtgebiets, auf dem Gebiet des Nachbarstaats Indiana, liegt das Falls of the Ohio Naturschutzgebiet direkt an dem Hindernis im Ohio River, das der Schiffsverkehr auf dem Fluss nicht passieren kann. Genau genommen sind es keine Wasserfälle, sondern eine Reihe von Stromschnellen, die durch Millionen Jahre altes Gestein verursacht werden. Sehenswert sind hier vor allem die Fossilien, im Besucherzentrum gibt es dazu nähere Informationen. Das Gelände, das ein State Park Indianas ist, verfügt über Spazierwege und Picknickflächen.
Clarksville (IN), am Ende des West Riverside Drive