Beale Street
Die etwa drei Kilometer lange Straße ist gesäumt von Restaurants und Bars, die ihren Platz in der Musikgeschichte gefunden haben. Die seit 1966 als Historic District anerkannte und vom Congress offiziell zur Heimat des Blues erklärte Beale Street war die Straße, in der Größen wie B.B. King, Louis Armstrong, Muddy Waters und vor allem W.C. Handy ihre Musik gespielt und die als Memphis Blues bezeichnete Stilrichtung entwickelt haben. Sie ist nach einer zwischenzeitlichen Phase des Niedergangs inzwischen wieder eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Clubs in der Beale Street haben mit Ausnahmegenehmigung bis 5 Uhr morgens geöffnet. Die Straße wird gern für Open Air-Konzerte oder Festivals genutzt; Anfang Mai findet zum Beispiel jedes Jahr das Beale Street Music Festival hier statt.

 

Graceland
Die Heimat einer anderen Musikgröße ist heute das Gebäude mit der zweithöchsten jährlichen Besucherzahl nach dem Weißen Haus in Washington DC. Elvis Presley hatte das Anwesen 1957 gekauft und bis zu seinem Tod 1977 bewohnt. Das Wohnhaus mit seinen 23 Zimmern und das Grab des Musikers auf dem Grundstück werden heute von etwa 600.000 Menschen im Jahr besucht; das Management will diese Zahl aber durch Erweiterungen des touristischen Angebots noch deutlich erhöhen. Eine besondere Attraktion ist der Jungle Room, das zu einem Studio umfunktionierte Zimmer mit Wasserfall und tropischem Ambiente, in dem Elvis seine beiden letzten Platten aufnahm. Die Tochter des Künstlers, Lisa Marie Presley, hatte das Anwesen geerbt und, konfrontiert mit den hohen Steuern und Unterhaltskosten für das Grundstück, zu einer Touristenattraktion ausgebaut. Führungen umfassen heute das Erdgeschoß des Wohnhauses – nicht den ersten Stock, in dem das Badezimmer liegt, in dem Presley starb -, das Grundstück mit dem Pool und dem Grab sowie dem Museum, wo eine Vielzahl von Erinnerungsstücken bis hin zum Privatjet ausgestellt sind.
3765 Elvis Presley Boulevard

 

National Civil Rights Museum
Der Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. wurde am 4. April 1968 auf dem Balkon des Lorraine Motels in Memphis erschossen. Rund um das Motel entstand ab 1987 das nationale Bürgerrechtsmuseum, das sich mit dem Kampf der schwarzen Bevölkerung um Gleichberechtigung, der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung und mit der Ermordung Kings beschäftigt.
450 Mulberry Street

 

Blues Hall of Fame
Direkt gegenüber des Bürgerrechtsmuseums befindet sich seit 2015 eine neue Sehenswürdigkeit, die auf eine Besonderheit von Memphis eingeht. Die Blues-Ruhmeshalle, entstanden aus privaten Spenden aus der ganzen Welt, hat schon über 150 Mitglieder. In der Dauerausstellung der Hall of Fame gibt es Instrumente und authentische Erinnerungsstücke wie Bühnenkostüme zu sehen.
421 South Main Street

 

Pink Palace Museum
Das vom Gründer einer Supermarktkette aus rosa Marmor als Wohnhaus errichtete Gebäude dient seit 1930 als naturwissenschaftliches und historisches Museum mit einer breiten Bandbreite an Themen von Archäologie über Fossilien und indianisches Kunsthandwerk bis hin zur Exponaten zur Geschichte der Stadt Memphis und ihrer Bedeutung für die Musik. Dem Museum ist darüber hinaus ein Planetarium angeschlossen.
3050 Central Avenue

 

Overton Park
Der öffentliche Park zwischen Poplar Avenue und Kenilworth Street wurde 1906 eröffnet. Neben dem Brooks Museum of Art, dem größten Kunstmuseum in Tennessee und einem Baumgarten mit 70 verschiedenen Baumarten, ist besonders der ebenfalls im Park angesiedelte Memphis Zoo ein Besuchermagnet. Der Tiergarten zählt zu den besten in den USA und beherbergt mehr als 3500 Tiere in tiergerechten Gehegen, unter anderem eine sehr beliebte Sammlung von Schmetterlingen. Daneben zählt die Levitt Shell zu den Sehenswürdigkeiten des Parks, ein Amphitheater, in dem regelmäßig kostenlose Open Air- Konzerte stattfinden und das 1954 Schauplatz des ersten großen Auftritts von Elvis Presley wurde.