Das Monument Valley ist durch unzählige Filme und Bilder zum ikonischen Abbild des amerikanischen Südwestens geworden. Wohl mehr als einmal sind Abbildungen des Monument Valley als Illustrationen zu den berühmten Nationalparks der USA gewählt worden – dabei ist es überhaupt kein Nationalpark. Die berühmte, staubig-sandige Landschaft mit den charakteristischen, kargen Felsen in unzähligen Rottönen zieht sich entlang beider Seiten der Staatslinie zwischen Arizona und Utah, liegt dabei aber auf dem Gebiet des Reservats der Navajo und steht unter deren Verwaltung.

Dieser Umstand trägt dazu bei, dass das Monument Valley in dieser ohnehin nicht gerade dicht mit Straßen durchzogenen Region noch einmal besonders abgelegen erscheint. Nur eine einzige Straße führt hierher, der Highway 163 und bis zu den nächstgelegenen nennenswerten Orten, Kayenta in Arizona beziehungsweise Halchita in Utah sind es jeweils mehr als 40 Kilometer. In Kayenta gibt es einige Hotels, eine größere Auswahl gibt es erst wieder in Farmington in New Mexico oder in Flagstaff in Arizona, beide rund drei Stunden vom Monument Valley entfernt.



Die weite Anreise dürfte aber die wenigsten Menschen davon abhalten, das Monument Valley zu besuchen. Schließlich gilt dieses Landschaft weltweit als Sinnbild des Westens, sind ihre markanten Tafelberge aus Sandstein das Bild, das Regisseur John Ford in alle Welt getragen hat. Die sandige, fast vegetationslose Ebene entwickelte sich aus den Kräften der Natur. Nach der Gebirgsbildung vor rund 70 Millionen Jahren haben Wasser und Wind nach und nach Schichten des Gesteins wieder abgetragen, so dass die heutige Landschaft entstand. Dabei wurden auch die Felsformationen herausgebildet, die heute so charakteristisch sind, dass sie jeweils eigene Namen bekommen haben. Die typische rötliche Färbung der Felsen stammt von dem Eisenoxid, das in dem Gestein enthalten ist.

Sehr markant ist beispielsweise der Totem Pole, eine dünne Felsspitze, die in einem Film mit Clint Eastwood berühnt wurde. The North Window sind zwei sich gegenüberstehende, massive Tafelberge, die wie ein Fensterrahmen den Blick auf die dahinter liegende Landschaft fokussieren und die Three Sisters sind drei steil aufragende Felssäulen. „Easy Rider“, „Forrest Gump“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ sind nur drei der bekanntesten Filme, die im Monument Valley gedreht worden sind und die einen oder mehrere dieser Felsen auf die Leinwand gebracht haben. Auch eine bekannte Zigarettenmarke nutzte den rauen, wilden Charakter dieser Bilder für die Werbung.


Three Sisters

Um die Felsformationen aus der Nähe zu betrachten, muss man den etwa 120 km² großen Monument Valley Navajo Tribal Park besuchen, die Einfahrt kostet $20 für einen PKW. Die Navajo bieten geführte Touren an, man kann aber auch mit dem eigenen Fahrzeug den Valley Drive befahren. Diese rund 27 Kilometer lange, nicht asphaltierte Rundstrecke führt zu einigen der schönsten Aussichtspunkte im Park. Besonders bei Sonnenuntergang sind die Farben und Schatten des Monument Valley wirklich einzigartig. Wer abseits der Straße wandern möchte, braucht eine Permit der Parkverwaltung, das Klettern auf den Felsen ist strikt verboten.

Die Region ist sehr trocken und kann im Sommer sehr heiß werden, auch wenn die recht hohe Lage des Monument Valley für etwas kühlere Temperaturen als weiter unten auf dem Colorado Plateau sorgt. Im Winter kann es deswegen auch recht kalt werden und manchmal schneien, wobei der Schnee allerdings selten länger als ein paar Stunden liegenbleibt. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte genau prüfen, ob das Fahrzeug für die Fahrt auf nicht befestigten Straßen zugelassen ist.


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