Von weit her sichtbar erhebt sich der Mount Hood über die Landschaft im Umland der rund 80 Kilometer entfernten Stadt Portland. Der Berg ist ein ruhender Schichtvulkan, 3429 Meter hoch und er wirkt besonders massiv, weil seine Umgebung vergleichsweise flach ist. Er gehört zur Cascade Range und weist im Gipfelbereich mehrere Gletscher und Schneefelder auf. Mount Hood ist ein beliebtes Ziel für Bergsteiger und Kletterer, außerdem gibt es im Winter viele Möglichkeiten zum Skifahren. Im Sommer lässt sich die reizvolle Umgebung des Bergs mit rund 40 Seen, Wäldern und Wiesen auf Wanderungen oder mit dem Fahrrad erkunden, zudem kann man auf Flüssen Kanu fahren oder sich im Rafting versuchen.

In der Sprache der Ureinwohner, eines Stamms der Chinook, heißt der Berg Wy’east und einige Sagengeschichten ranken sich um seine Entstehung. Die Bezeichnung Mount Hood wurde ihm 1792 von einem Mitglied einer vom englischen Offizier George Vancouver angeführten Expedition gegeben. Der Name wurde zu Ehren des britischen Admirals Samuel Hood vergeben.

Die Saison der Bergsteiger geht von April bis Juni. Mehrere tausend Menschen versuchen sich jedes Jahr am Aufstieg auf den Gipfel. Es gibt viele verschiedene Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und da es mitunter zu schwierigen Wetterverhältnissen kommen kann, kommt es hin und wieder auch zu tödlichen Unfällen, diese sind gemessen an der Zahl der Bergsteiger aber sehr selten.

Ungefährdeter bewegt sich allerdings, wer die vielseitigen Möglichkeiten zum Wandern wahrnimmt. Zu erwähnen ist dabei in erster Linie der in den 1930er Jahren angelegte Timberline Trail. Dem Namen entsprechend bewegt sich dieser Weg größtenteils auf Höhe der Baumgrenze. Auf einer Gesamtlänge von gut 65 Kilometern werden 2700 Höhenmeter überwunden und mehrere Wasserläufe müssen überquert werden. Für die komplette Strecke werden mindestens zwei Tage benötigt. Der tiefste Punkt des Wegs ist ein Abschnitt am Ufer des Sandy River, der von einem Gletscher des Mount Hood aus über insgesamt 92 Kilometer bis in die Nähe von Portland fließt. Hier gibt es Teilbereiche, in denen man angeln, Kanu oder Floß fahren kann.

Wer lieber mit dem Auto unterwegs ist, entscheidet sich in aller Regel für den Mount Hood Scenic Byway, das ist der Abschnitt der US Route 26 zwischen Troutdale und der Südflanke des Bergs. Entlang der Strecke gibt es mehrere spektakuläre Aussichtspunkte mit Parkplätzen, sowie Zugang zu Campingplätzen und Wanderwegen. So ist zum Beispiel die Wildwood Recreation Site erreichbar, wo es einen Boardwalk am Bach und ein Blick durch Glasscheiben in den Lebensraum unter Wasser gibt. Ebenso kommt man zu den Sahalie Falls und zu den Tamanawas Falls, zwei etwa 30 Meter hohe Wasserfälle, die sich aus Gletscherwasser speisen. Zu den Sehenswürdigkeiten an der Strecke gehört weiterhin die Timberline Lodge, die 1937 von Präsident Franklin D. Roosevelt eingeweiht wurde. Die Lodge ist wegen ihrer Architektur und wegen der Kunstwerke im Inneren sehenswert, zudem diente sie als Kulisse für bekannte Filme wie “Shining”. Gleich anschließend an die Lodge liegt das Timberline-Skigebiet.

Außer diesem gibt es am Mount Hood noch fünf weitere Ski- und Wintersportgebiete. Mount Hood Meadows ist das größte davon mit elf Skiliften, unzähligen Abfahrten und rund 14 Kilometer an Loipen; auch nachts kann hier skigefahren werden. Der nächstgelegene Ort ist Government Camp. Für Familien mit Kindern, die noch nicht gut skifahren können, bieten sich die Gebiete Skibowl und Snow Bunny an.

Wer im Sommer kommt, wird sich eher an den Seen der Region orientieren wollen, wo sich neben guten Möglichkeiten zum Angeln häufig auch Campingplätze befinden. Ein lohnendes Ziel ist der Trillium Lake, ein 26 Hektar großer Stausee am Mud Creek, schon allein deshalb, weil man hier einen wunderbaren Blick auf den Mount Hood hat. Der Berg spiegelt sich in der Regel im See und schafft so ein wunderbares Fotomotiv. Aber auch vom Ufer des Lost Lake aus ist der Blick schön. Der See lädt zum Bootfahren ein und zum Schwimmen; hier gibt es einen beliebten Campingplatz, der im Sommer schnell voll werden kann. Spaß an und auf dem Wasser gibt es daneben an zahlreichen weiteren Seen innerhalb des Mount Hood Nationalwalds.