Bricktown
Das Stadtviertel Bricktown, so genannt wegen der Backsteine (engl.: bricks), aus denen hier traditionell die Gebäude errichtet wurden, ist wahrscheinlich das beste Beispiel für die umfassende Neugestaltung der Innenstadtbereiche. Bricktown war zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Stadtteil, in dem Bahngesellschaften und andere Unternehmen zahlreiche Lagergebäude errichteten. Später standen die Gebäude leer, heute ist das Viertel ein Entertainment-Distrikt. Ankerpunkt des Viertels ist das 1998 eröffnete Baseballstadion, das bis zu 13.000 Zuschauer fasst und in dem jährlich ein wichtiges Turnier von College-Mannschaften stattfindet. Ein Jahr nach dem Stadion wurde der Bricktown Canal eröffnet, auf dem heute Wassertaxis unterwegs sind und dessen Ufer von Restaurants, Bars und Cafés gesäumt wird.

 

Oklahoma City National Memorial
Als Erinnerung an den verheerenden Anschlag auf das Alfred P. Murrah Federal Building im Jahr 1995 wurde im Februar 2001 das Monument eingeweiht, das heute an der Stelle des zerstörten Gebäudes zu finden ist. Das Denkmal besteht aus mehreren Teilen, unter anderem aus einem großen Becken mit reflektierender Wasseroberfläche, den beiden einzig verbliebenen Grundmauern des Gebäudes und einem Zaun, der einst die Ruine schützte und an dem Besucher bis heute kleine Erinnerungsstücke hinterlassen. Der beeindruckendste Abschnitt des Denkmals ist ein Feld mit 168 leeren Stühlen, einer für jedes Todesopfer des Attentats, auf denen jeweils der Name eines Opfers eingraviert ist. Die in neun Reihen platzierten Stühle symbolisieren das fehlende Familienmitglied am Abendbrottisch. 19 der Stühle sind kleiner als die anderen, diese stehen für die bei dem Anschlag getöteten Kinder. Ebenfalls rührend ist die Children’s Area, in dem einige der über 5000 handbemalten Kacheln ausgestellt sind, mit denen Kinder aus ganz Nordamerika ihre Anteilnahme ausgedrückt haben.
In einem angeschlossenen Museum können Besucher eine interaktive Reise unternehmen, bei der man den Anschlag selbst und die danach entstandene Situation nachempfinden kann.
620 North Harvey Avenue

 

National Cowboy & Western Heritage Museum
Das im Jahr 1972 eröffnete Museum verleiht jedes Jahr den Bronze Wrangler, eine der bedeutendsten Auszeichnungen für herausragende Werke in Literatur, Kunst und Musik mit einem Western-Bezug. Zu den Geehrten der Vergangenheit zählen unter anderem Tom Selleck, John Wayne und Gene Autry. Außerhalb dieser Veranstaltung entdecken Besucher im Museum mehr als 20.000 Ausstellungsstücke, die sich mit Geschichte und Kultur des amerikanischen Westens beschäftigen, darunter viele Kunstwerke und indianisches Kunsthandwerk. Zum Museum gehört darüber hinaus der Nachbau einer historischen Westernstadt.
1700 NE 63rd Street

 

State Capitol und Governor’s Mansion
Der Sitz der Legislative des Bundesstaats Oklahoma wurde 1919 errichtet und im Jahr um eine Kuppel ergänzt. Obwohl Oklahoma bereits ab 1907 zur Union gehörte, wurde Oklahoma City erst 1910 zur Hauptstadt (zuvor war es Guthrie). Bis zum Bau des Kapitols verging dann noch einige Zeit, während der die Regierungsbüros in einem Hotel untergebracht wurden.
Im Inneren des Komplexes am Lincoln Boulevard befinden sich einige große Gemälde des aus Depew stammenden, indianischen Künstlers Wayne Cooper. Mehrere der Kunstwerke beschäftigen sich mit dem Ölboom, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Oklahoma ausgelöst worden war und der auch vor dem Kapitol nicht Halt machte: Bis heute sind auf dem Gelände Ölpumpen aktiv. Zum Gesamtkomplex gehören unter anderem auch einige Verwaltungsgebäude, Bibliotheken, ein Park und Ausstellungsgebäude.
Gleich neben dem Kapitol befindet sich die Governor’s Mansion, der Wohnsitz von Oklahomas Gouverneur. Dieser wurde erst 1928 eingeweiht, nachdem das Parlament mehrere Jahre lang über die Finanzierung gestritten hatte. Entstanden ist ein Gebäude im niederländischen Kolonialstil aus denselben Materialien, aus denen das Kapitol erbaut wurde. Im Inneren befanden sich ursprünglich 19, heute 12 Räume auf drei Stockwerken. Besonders sehenswert sind der Ballsaal, der für offizielle Anlässe genutzt wird, die Bibliothek und der Speisesaal, in dem sich acht Stühle befinden, auf deren Sitzflächen Symbole des Bundesstaats und der hier lebenden indianischen Völker eingenäht sind. Governor’s Mansion ist jeweils mittwochs um 12 Uhr in geführten Touren zu besichtigen, allerdings nicht in den Sommermonaten.

 

Myriad Botanical Gardens
Um einen See herum angelegt, ist der 1988 eröffnete botanische Garten eine Oase inmitten von Downtown Oklahoma City. Der Mittelpunkt der schönen Anlage ist das Crystal Bridge Tropical Conservatory, in dem über 2000 tropische Pflanzenarten, Palmen, Wasserfälle und das dazu passende Klima eine innerstädtische Urwaldlandschaft nachempfinden. Im Außenbereich sind Spazierwege angelegt, die über sanfte Hügel und an Wasserwegen vorbei führen; hier gibt es auch einen speziellen Bereich für Kinder. Ebenfalls gibt es hier einige Kunstwerke zu sehen, unter anderem eine kinetische Windskulptur.
301 West Reno

 

Frontier City
Der Vergnügungspark ist der einzige im ganzen Bundesstaat, er ist allerdings ein wenig in die Jahre gekommen. Bereits 1958 im Stile einer Westernstadt eröffnet, hat der Park im Jahr 2012 einen neuen, von Mai bis September geöffneten Wasserpark namens Water Bay mit Rutschen, Schwimmbecken und einem Flusslauf erhalten. Daneben gibt es vier Achterbahnen und eine speziell für Kinder sowie diverse andere Attraktionen, darunter auch Karussells und eine Eisenbahn, die das gesamte Parkgelände durchquert. Für kleinere Kinder gibt es einen separaten Bereich inklusive Streichelzoo. An verschiedenen Stellen auf dem Gelände werden Snacks und Getränke angeboten, unter anderem in einer Pizzeria. Hin und wieder gibt es im Freizeitpark verschiedene Events, zum Beispiel Konzerte.
11501 NE Expressway

 

Oklahoma City Zoo and Botanical Garden
Der traditionsreiche, bereits 1902 gegründete Zoo beherbergt die stolze Zahl von 1700 Tieren, darunter Löwen, Tiger, Leoparden, Seelöwen, verschiedene Affenarten und Tiere aus der Region wie Bisons, Biber oder diverse Schlangen. Die Elefanten haben im Jahr 2011 ein neues Gehege bekommen und generell merkt man dem Zoo an, dass er kontinuierlich verbessert und modernisiert wird. Die Tiere scheinen ausreichend Platz und Abwechslung zu haben, trotzdem kommen die Besucher in den meisten Fällen sehr nahe an die Tiere heran. Die Anlage des Zoos ist sehr groß, man hat also einiges zu laufen. Wer davon hungrig wird, bekommt im Canopy Restaurant Verpflegung, daneben gibt es einige kleinere Snackbars und Verkaufsbuden.
Die Bewohner des Tierparks sind in verschiedenen Abschnitten untergebracht: Der „Cat Forest“ beherbergt Wildkatzen, „Great Escape“ ist die Heimat der Affen, „Aquaticus“ beschäftigt sich mit Wassertieren aller Art, „Island Life“ zeigt Spezies aus aller Welt. Dazu gibt es einen Schmetterlingsgarten und einen speziell den Kindern gewidmeten Bereich, in dem es einen Streichelzoo, einen Abenteuerspielplatz und einen Wasserspielplatz gibt.
2000 Remington Place

 

Science Museum Oklahoma
Das Wissenschaftsmuseum beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Luft- und Raumfahrt, Wetterphänomene, Dinosaurier und Sport, letzteres insbesondere in Gestalt der hier untergebrachten International Gymnastics Hall of Fame, in der viele Erinnerungsstücke, Medaillen und ähnliches ausgestellt sind.
Das bereits seit 1958 bestehende Museum, zu dem auch ein Planetarium gehört, ist nicht in erster Linie als streng wissenschaftliche Einrichtung zu sehen, sondern eher als abwechslungsreiches, unterhaltsames Ausflugsziel. Es gibt viele interaktive Exponate und einige Bereiche des Museums sind deutlich in erster Linie auf experimentierfreudige Kinder und Jugendliche zugeschnitten. Sehenswert ist die wissenschaftliche Bühnenshow namens „Science Live“, die dreimal täglich angeboten wird.
2100 NE 52nd Street

 

Oklahoma City Museum of Art
Das Kunstmuseum der Stadt zeigt Sammlungen amerikanischer und europäischer Kunst, mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Malerei und Bildhauerei. Eine sehenswerte Sammlung von Fotographien aus dem 20. Jahrhundert und das hauseigene Kino mit den täglichen Vorführungen von Independent-Filmen aus aller Welt sind weitere Bestandteile des Museums. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Glaskunst von Dale Chihuly, die hier in der weltgrößten Sammlung präsentiert wird. Ein Café und eine Cocktailbar auf der Dachterrasse sorgen für Verpflegung.
415 Couch Drive

 

Museum of Osteology
Ein eher ungewöhnliches Museum hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Besucherziele Oklahoma Citys entwickelt. Die Osteologie ist die Lehre von den Knochen und dem Skelett und genau damit beschäftigt sich das Museum, das 2010 eröffnet wurde – und zwar von einem Händler für Knochen und Skelettteile, der gleich nebenan zu finden ist. Im Museum gibt es rund 10.000 Exponate zu sehen, Knochen von etwa 2500 verschiedenen Tierarten aus aller Welt, darunter 300 komplette Skelette. Das von außen unscheinbare Museum begeistert dabei vor allem mit der Art, wie diese Ausstellungsstücke präsentiert werden, nämlich in lebensechten Posen und es erweist sich als vielseitiger und interessanter – durchaus auch für Kinder – als man annehmen könnte.
10301 South Sunnylane Road