Rosson House
In einer Stadt, die im Jahr 1865 erst gegründet wurde, sucht man vergeblich nach etwas tatsächlich historischem und aus europäischer Sicht ist ein Gebäude von 1895 nicht unbedingt eine Erwähnung wert. Das Rosson House wird dennoch als historic house museum betrieben. Es wurde im Queen Anne-Stil aus Backstein errichtet und nach dem Erwerb durch die Stadt in seinen Originalzustand rekonstruiert. Das Haus war im Auftrag des Arztes und späteren Bürgermeisters Roland Lee Rosson erbaut wurden und hatte von Anfang an eine damals hochmoderne Ausstattung mit fließendem Wasser, Telefon und elektrischem Strom für seine 10 Räume, die in kostenlosen Führungen besichtigt werden können. In der Nachbarschaft befinden sich einige weitere Gebäude ähnlichen Alters.
Ecke 7th Street und Monroe

 

Heard Museum
Das seit 1929 bestehende Museum hat sich einen internationalen Ruf für seine Darstellung der Kunst und Kulturen der amerikanischen Ureinwohner erworben, wobei der Schwerpunkt auf den Völkern liegt, deren Heimat in der Region liegt. Einst aus einer Privatsammlung entstanden, zählt das Heard heute über 40.000 Ausstellungsstücke und eine Bibliothek mit mehr als 30.000 Schriften zu seinem Bestand. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit den Erfahrungen der indianischen Kinder, die nach der Verdrängung der Urbevölkerung in Reservate gezwungen worden waren, ihre Kultur aufzugeben. Mindestens ebenso bekannt wir die ständige Ausstellung sind aber die Veranstaltungen des Museums. Zu diesen gehört der Indian Fair and Market im März, bei dem Kunst und Kunsthandwerk in der Herstellung gezeigt werden oder der jährliche Hoop Dance Contest im Februar, den Meisterschaften im indianischen Reifentanz. Eine Zweigstelle des Heard Museums befindet sich in Scottsdale im Umland von Phoenix.
2301 North Central Avenue

 

Desert Botanical Garden
Mehrere liebevoll gestaltete Wege führen durch den 20 Hektar großen botanischen Garten, der bereits seit 1937 besteht. Auf diesen lassen sich die thematisch getrennten Abschnitte des Gartens erkunden, zu denen unter anderem der Agave Yucca Forest, ein Kräutergarten, eine Abteilung für Wildblumen und natürlich viele Kakteen gehören. Insgesamt gehören mehr als 20.000 Pflanzen aus über 4000 Arten zum Angebot. Von diesen gehört ein großer Teil zur heimischen Wüstenflora, es gibt aber auch Sammlungen nicht aus der Region stammender Pflanzen, zum Beispiel aus Südamerika oder Australien.
1201 North Galvin Parkway

 

St. Mary’s Basilica
Der beeindruckende römisch-katholische Kirchenbau wurde im Jahr 1914 nach jahrzehntelanger Arbeit fertiggestellt. Bei Besuchern besonders beliebt ist die Sammlung an Glasmalerei. Seit 1978 steht St. Mary’s im nationalen Register für Denkmalschutz, im Jahr 1987 wurde sie bei einem Besuch Papst Johannes Paul II zur Basilika erhoben. Die Franziskanerkirche liegt an der North 3rd Street im Copper Square, dem zentralen Viertel der Stadt.

 

Wesley Bolin Memorial Plaza
An diesem Platz in Downtown, benannt nach einem ehemaligen Gouverneur Arizonas, konzentrieren sich Gedenkstätten und Denkmäler der Stadt Phoenix und des Bundesstaats. Der Platz liegt vor dem Gebäudekomplex, in dem die Legislative und Exekutive Arizonas untergebracht sind. Im Laufe der Zeit seit der Einweihung im Jahr 1978 wurden bisher 27 Denkmäler und Monumente zusammengetragen. Dazu gehören unter anderem ein Denkmal für die Opfer des 11. September, eines zur Erinnerung an Martin Luther King oder Mast und Anker der USS Arizona, die beim japanischen Angriff auf Pearl Harbor versunken worden war.

 

Phoenix Zoo
Seit der Eröffnung des Zoos im Jahr 1962 liegt dessen Schwerpunkt auf dem Erhalt gefährdeter Arten. Der Name des Tierparks ist insbesondere mit der erfolgreichen Neuzucht der beinahe komplett ausgestorbenen Antilopenart Arabische Oryx verbunden (aus dem Erhaltungszucht-Programm des Zoos in den 60er Jahren stammen die Vorfahren wohl aller weltweit heute lebender Exemplare der Art). Vier Wege mit verschiedenen Themen durchziehen den einen halben Quadratkilometer großen Park, in dem mehr als 1300 Tiere auf Besucher warten. Zu den Besucherattraktionen zählen unter anderem das begehbare Affengehege Monkey Village und der Arizona Trail, der durch eine Ausstellung der heimischen Tierwelt führt.
455 North Galvin Parkway

 

Phoenix Art Museum
Seit dem Jahr 1959 besteht das inzwischen gut etablierte und renommierte Kunstmuseum, das einst aus privater Initiative finanziert worden war. Zum Museum gehören nicht nur über 18.000 Beispiele zeitgenössischer und moderner Kunst aus aller Welt auf über 26.000 m², sondern auch wechselnde Fotoausstellungen, ein Skulpturengarten und mehrere Veranstaltungen über das ganze Jahr, darunter wechselnde Sonderschauen. Ein eigener Abschnitt ist dem Maler Philip Campbell Curtis gewidmet, der lange Zeit im benachbarten Scottsdale lebte. Interessant ist auch der Blick über den Tellerrand klassischer Kunst, den das Museum in Form einer Darstellung des Modedesigns schafft.
1625 North Central Avenue

 

Mystery Castle
Die ungewöhnlichste und zugleich bewegendste Sehenswürdigkeit in Phoenix ist ein unfertig anmutendes Gebäude am Fuß der South Mountains. Im Jahr 1929 wurde Boyce Gulley aus Seattle mit Tuberkulose diagnostiziert, damals ein fast sicheres Todesurteil. Er verließ seine Frau und seine kleine Tochter ohne Abschied, ging nach Phoenix und begann, mit sehr wenig Geld und vielen in der Nähe gefundenen Materialien, ein Haus für seine Tochter zu errichten, in dem diese leben sollte, wenn er starb. Gulley arbeitete mit großem Eifer für viele Jahre an dem Haus, ohne noch ein einziges Mal mit seiner Familie in Kontakt zu treten. Er starb 1945 und seine Tochter Mary Lou lebt seitdem in dem Haus, dessen 18 Zimmer auf drei Etagen aus Stein, Ton, Zement, Schrottteilen alter Autos und vielen anderen Materialien bestehen, das aber erst 1992 einen Strom- und einen Wasseranschluss erhielt.
800 East Mineral Road

 

Biltmore District
Der Biltmore District im Nordosten der Stadt ist das Nobelviertel der Stadt mit den höchsten Immobilienpreisen und zahlreichen herrschaftlichen Anwesen. Zum Angebot in dieser Gegend zählen Golfplätze und Biltmore Fashion Park, ein hochpreisiges Shoppingcenter mit edlen Boutiquen und Restaurants. Mittelpunkt und Namensgeber für das Viertel ist das luxuriöse Arizona Biltmore Hotel an der East Missouri Avenue, das 1929 eröffnet wurde und bereits viele große Persönlichkeiten zu seinen Gästen zählen durfte. Das Hotel mit seiner bemerkenswerten Architektur mit geometrischen Formen ist selbst zu einer Sehenswürdigkeit der Stadt Phoenix geworden.

 

Arizona Science Center
Ein auf eine interaktive Erfahrung für die Besucher ausgerichtetes Naturwissenschaftsmuseum in Downtown, das seit 1984 besteht. 1997 erfolgte der Umzug in die heutigen Räumlichkeiten, was den benötigten Platz schaffte, um unter anderem Multimedia-Räume, ein Planetarium und ein IMAX-Theater unterzubringen. Das Science Center bietet neben seiner ständigen Ausstellung immer wieder wechselnde Sonderschauen zu verschiedenen Themen und zahlreiche Lernprogramme für Kinder und Erwachsene an. In den Installationen werden unter anderem Themen wie “Die Wissenschaft von der Angst”, “Die Kräfte der Natur” oder Informationstechnologie behandelt. Besucher können an Experimenten teilnehmen und die Ausstellung mit allen Sinnen entdecken.
600 East Washington Street

 

Pueblo Grande Museum
Auf dem Grund, auf dem sich vor über 1500 Jahren ein Dorf der Hohokam – Indianer befunden hat, erinnert heute das Pueblo Grande Museum an die Ureinwohner dieser Region. Zu sehen sind Ruinen des Dorfes inklusive einem archäologisch freigelegtem Sportfeld, zwei originalgetreue Nachbauten typischer Behausungen der Hohokam und einige weitere Ausstellungsstücke in einem kleinen Museum; darunter viele direkt vor Ort gefundene Alltagsgegenstände. Ab und an finden Sonderveranstaltungen wie Vorträge statt. Zur Anlage gehören auch einige ausgewiesenen Spazierwege auf dem Außengelände mit Anpflanzungen typischer, schon von den Hohokam benutzter Pflanzen.
4619 East Washington Avenue