Die Republikanische Partei, Republican Party, ist eine der beiden maßgeblichen großen Parteien in den USA. Sie wurde 1854 gegründet und hat bisher 19 der 45 amerikanischen Präsidenten gestellt. Die Partei ist weithin als Grand Old Party, kurz GOP bekannt. Rund 55 Millionen Amerikaner haben sich als republikanische Wähler registrieren lassen. Das Symbol der Partei ist der Elefant.

Zu den bekanntesten Vertretern der Republikanern gehörten zum Beispiel die beiden Präsidenten Bush, Donald Trump, Abraham Lincoln, Theodore Roosevelt, Ronald Reagan oder Dwight D. Eisenhower. Infolge des Watergate- Skandals um Präsident Richard Nixon durchlitt die Partei in den 1970er Jahren eine schwere Krise.

Die Partei hat ein konservatives Profil und steht für eine liberale Wirtschaftspolitik. Die Republikaner sind heute allgemein oft weniger konservativ als noch in den 1980er Jahren. Einige Teile der Partei, besonders aus den Südstaaten (dem so genannten Bible Belt), verfolgen jedoch nach wie vor einen christlich-moralisch bestimmten Kurs, während andere Teile den Konservatismus im Wesentlichen auf die Wirtschaftspolitik beschränken und gesellschaftlichen Entwicklungen etwas offener gegenüber stehen. Trotzdem stehen die Republikaner insgesamt nach wie vor grundsätzlich gegen die Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare und gegen Abtreibung. Traditionell steht die Partei für den freien Besitz von Waffen und für harte Strafen für Verbrecher inklusive der Todesstrafe. Seit dem 11. September tritt die Republikanische Partei in der öffentlichen Wahrnehmung mit einem starken Profil in Bezug auf die nationale Sicherheit auf, was die Sicherung der Grenzen, ein härteres Vorgehen gegen illegale Einwanderung und auch die Nutzung vorbeugender militärischer Maßnahmen zum Schutz des Landes in den meisten Stimmen mit einschließt. Trotz der Tatsache, dass die Republikaner traditionell die politische Heimat der konservativen Kräfte des Landes bildet, entstand der Partei durch das Aufkommen der Tea Party-Bewegung eine interne Gefahr am rechten, streng konservativen Rand.

Obwohl die Republikanische Partei aus der Anti-Sklaverei-Bewegung heraus entstand, hat sie nur vergleichsweise wenige Anhänger unter der schwarzen Bevölkerung. Die Partei findet ihre Wähler häufig in den Teilen der Bevölkerung, die etwas älter und gebildet ist. Starke Unterstützung kommt traditionell von Angehörigen des Militärs und von den Wählern, die sich als aktive christliche Gläubige bezeichnen. Die Politik von Präsident George W. Bush im Irak und in Bezug auf die Sicherheit hatte das Lager der republikanischen Wähler bereits in einem gewissen Sinn gespalten, doch ihren extremsten Wesenstest erlebten die Republikaner mit der Wahl Donald Trumps. Dessen Auftreten sorgte schon in den Vorwahlen für viel böses Blut in der Partei und die zahlreichen Kontroversen in seiner Amtszeit erforderten es von allen republikanischen Amtsinhabern, sich zu positionieren.

Die sichersten Bundesstaaten für die Republikaner in nationalen Wahlen liegen in erster Linie im Herzland und im Süden des Landes. Obwohl die Wahl Donald Trumps 2016 den Republikanern überraschend die Regierungsgewalt zurückgab, sorgte sie auch für neue Fragen der politischen Ausrichtung der Partei zwischen Populismus und Konservatismus.