Washington Park ist eine der größten und ältesten der zahlreichen Grünanlagen in Portland, die Stadt kaufte die erste Parzelle schon 1871. Damals wurde die Kaufentscheidung der Stadt von vielen kritisch gesehen, denn das Land war hügelig und mit dichtem Buschwerk bewachsen. Heute ist genau dieser Umstand ein Aspekt, der den Park besonders beliebt und sehenswert macht. Ein anderes Argument ist die Vielzahl der Sehenswürdigkeiten, die der Washington Park aufzuweisen hat. Die Aufgabe, aus der Fläche einen Stadtpark zu machen, fiel dem deutschen Einwanderer Charles Myers zu, der zwar kein ausgebildeter Landschaftsgärtner war, sich die Details europäischer Parkgestaltung aber so eingeprägt hatte, dass er es in kurzer Zeit schaffte, aus der einstigen Wildnis ein Erholungsgebiet mit Wegen und farbenfrohen Pflanzenarrangements zu machen. Der berühmte Landschaftsarchitekt John Olmsted gab den Verantwortlichen einige Tipps zur Verbesserung des Gesamteindrucks, unter anderem die Verlegung des Haupteingangs, die Trennung von Fuß- und Autowegen und die Umbenennung der bis dahin als City Park bekannten Grünanlage in etwas einprägsameres. Den Empfehlungen des Experten wurde beinahe komplett Folge geleistet, was sich als gute Entscheidung erwies.

Die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, aber auch die interessante und abwechslungsreiche Landschaftsgestaltung machen den Washington Park zu einem sehr beliebten Ausflugsziel für Einwohner und Besucher gleichermaßen. Auf einer Fläche von heute mehr als 160 Hektar gibt es verschiedene Höhenlagen von 61 bis 265 Meter, mehrere Teiche (Reservoirs), über 20 Kilometer Spazierwege, Picknickpavillons, einen großen Spielplatz, mehrere Sportfelder und mehrere Statuen und Springbrunnen. Der Park ist mit der Light Rail sowie mit der Buslinie 63 erreichbar. Von Mai bis Oktober gibt es auch einen Bus, der den Park durchquert. Washington Park ist täglich von 5 bis 22 Uhr geöffnet.

International Rose Test Garden
Der älteste Rosengarten in den USA, der zum Testen neuer Arten genutzt wird und damit ein Bestandteil der Tradition Portlands als City of Roses ist. Mehr Informationen…
 

Oregon Zoo
Bereits im Jahr 1888 wurde der Tierpark eröffnet, als ein privater Tierhalter seine stattliche Sammlung der Stadt Portland überließ. Heute leben hier auf einer Fläche von 26 Hektar rund 2200 Tiere aus 260 Arten. Der Zoo unterhält einige erfolgreiche Zuchtprogramme, vor allem für den asiatischen Elefanten. Der Tierpark ist in mehrere thematisch strukturierte Abschnitte unterteilt, so gibt es unter anderem den “Regenwald”, die “afrikanische Savanne” und einen Nachbau der Lebensräume rund um den Amazonas. Den Tieren des amerikanischen Nordwestens ist, ebenso wie den Bären, ein separater Bereich gewidmet. In den Sommermonaten ist der Zoo Schauplatz einer Serie von Konzerten. Über eine Schmalspur-Eisenbahn ist der Oregon Zoo mit dem benachbarten Rose Test Garden verbunden.
4001 SW Canyon Road

 

Portland Japanese Garden
Eine Atmosphäre voller Ruhe und Harmonie zu schaffen, das ist der Anspruch der japanischen Gartenbaukunst und im seit 1967 bestehenden Japanese Garden von Portland hat man diese Zielsetzung aufgenommen und in eine vielseitige Parkanlage verwandelt. Zum Gesamtbild gehören dabei neben den Pflanzen vor allem auch Arrangements aus Steinen und die Einbeziehung des Elements Wasser. Zur Anlage gehören neben dem naturbelassenen Abschnitt “Natural Garden” auch ein “Sand and Stone Garden”, der an das Meer erinnern soll und ein traditioneller Teegarten mit authentischem Teehaus.
611 SW Kingston Avenue


Portland Children’s Museum
Museen speziell für Kinder, in denen wissenswerte Inhalte auf für Kinder ansprechende Art interaktiv vermittelt und dargestellt werden, gibt es heute überall im Land. Im Jahr 1946, als die Einrichtung in Portland eröffnet wurde, war das noch nicht so und so darf sich das Portland Children’s Museum als eines der ältesten seiner Art weltweit bezeichnen. Zu sehen gibt es Ausstellungen unter anderem zu den Themen Kunst und Naturwissenschaften, beispielsweise in Gestalt einer nachgebauten Tierklinik oder mit Hilfe einer Installation zum Nutzen und Konservieren von Wasser. Ein Töpferstudio, eine Theaterbühne und mehrere Orte, in denen das Spielen im Vordergrund steht, gehören ebenfalls zum Angebot.
4015 SW Canyon Road

World Forestry Center
Was zunächst nicht unbedingt nach einer besonderen Attraktion klingt, ein Zentrum der internationalen Forst- und Waldwirtschaft, hat in und um Portland immerhin für so viele Jahre für Interesse gesorgt, dass daraus eine dauerhafte Einrichtung wurde. Im Jahr 1905 wurde anlässlich einer Lewis & Clark-Ausstellung eine riesige Blockhütte errichtet, für die ausschließlich massive Baumstämme aus den Wäldern der Region verwendet wurden. Portlands Bevölkerung zeigt noch lange nach Ende der Ausstellung großes Interesse an dem Bauwerk und so wurde mehr als 65 Jahre später, im Juni 1971, das Forestry Center eröffnet. Dieses beschäftigt sich heute nicht mehr nur mit regionalen Hölzern, sondern widmet sich den Wäldern in aller Welt, wobei der Schwerpunkt noch immer auf dem Nordwesten der USA liegt. In der Ausstellung werden das Wachstum des Waldes und die Möglichkeiten zu seiner nachhaltigen Nutzung gezeigt, auch Kunstgegenstände und viele interessante Einblicke in die Welt des Waldes gehören zum Programm.
4033 SW Canyon Road