Hennepin Avenue
Die langgezogene Hennepin Avenue zieht sich durch mehrere Stadtteile und ist vor allem im Abschnitt Downtown die Meile für Entertainment und Nightlife. Die Straße ist nicht nur von zahlreichen Geschäften, Restaurants und Bars gesäumt, sondern auch von einigen bedeutenden Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.
Der bekannteste und lebendigste Bereich der Avenue ist der Theatre District. Hier sind vor allem die vier historischen Theatergebäude beachtenswert, deren Erscheinungsbild den Distrikt prägt. Das State Theatre (Nr. 805) wurde 1921 eröffnet und fasst bis zu 2200 Zuschauer für die hier stattfindenden Konzerte und Aufführungen. Etwas kleinere Bühnenshows finden im Pantages Theatre statt (Nr. 710), das eine modernere Fassade zeigt, allerdings in seiner Grundsubstanz sogar noch etwas älter ist. Mit 2600 Plätzen ist das Orpheum Theatre (Nr. 910) der größte Veranstaltungsort. Hier werden Musicals gezeigt und in der Lobby befinden sich sechs sehenswerte Terrakotta-Skulpturen. Das kulturelle Angebot dieses Bezirks wird ergänzt durch das Hennepin Center for the Arts, in dem auf acht Stockwerken zahlreiche Theaterkompanien und Künstlergruppen ein Zuhause gefunden haben und wo sich einige kleinere Bühnen befinden. Das 1888 ursprünglich als Freimaurertempel eröffnete Gebäude gehört heute zum benachbarten Cowles Center for Dance and the Performing Arts, das rund um das historische Shubert Theater eingerichtet wurde. Dieses Theatergebäude, 1910 erbaut, steht im Guinness Buch der Rekorde, seit es bei den umfassenden Renovierungsarbeiten im Stadtviertel 1999 in einer 12 Tage dauernden Prozedur über Gummiräder an seinen neuen Platz bewegt wurde – das schwerste Gebäude, das jemals auf diese Weise versetzt worden ist.

Walker Art Center
Ebenfalls an der Hennepin Avenue gelegen, gilt das seit 1927 bestehende Walker Art Center als eines der bedeutendsten Museen des Landes für moderne Kunst. Im Jahr 2005 erhielt der Museumskomplex eine moderne architektonische Erweiterung, so dass nun noch mehr Platz für die große Sammlung des Museums besteht und die Möglichkeit, Kunstprojekte abzubilden. Zusätzlich zur Kunstausstellung, die eine Vielzahl von Medien beinhaltet, bietet das Walker Center auch Raum für Bühnenkunst und präsentiert regelmäßig Film-, Tanz- oder Musikaufführungen. Das Kunstzentrum verfügt über einen Campus mit einer Grünanlage zwischen den Ausstellungsgebäuden.
1750 Hennepin Avenue

Minneapolis Sculpture Garden
In direkter Nachbarschaft zum Walker Art Center befindet sich der Skulpturengarten, in dem die wahrscheinlich bekannteste Sehenswürdigkeit von Minneapolis zu finden ist. Der Springbrunnen Spoonbridge and Cherry von Claes Oldenburg, der einen überdimensionalen Löffel mit einer Kirsche darauf zeigt, ist das Highlight einer Sammlung von 40 Skulpturen in der 4,5 Hektar großen Grünanlage. Über eine Brücke gelangt man in den benachbarten Loring Park, der häufig für Freiluftveranstaltungen benutzt wird.

Basilica of Saint Mary
Nicht weit entfernt vom Loring Park liegt die römisch-katholische Basilika, die 1913 eingeweiht und 1926 vom Papst zu ersten Basilika in den USA ernannt wurde. Das Kirchengebäude beeindruckt mit seiner Architektur im klassischen Barockstil und Außenwänden aus weißem Granit. Die Basilika dient des öfteren als Kulisse für Veranstaltungen. Im Winter spielt ein Orchester hier regelmäßig klassische Konzerte und im Sommer findet jedes Jahr die Basilica Block Party statt, ein Musikfestival, das sich Jahr für Jahr größerer Beliebtheit erfreut und dessen Erlöse in die Arbeiten zum Erhalt der Kirche gesteckt werden.
1600 Hennepin Avenue

Skyline
Die Skyline von Minneapolis ist, nach einem neuen Bauboom Anfang des 21. Jahrhunderts, ein recht beeindruckender Anblick. Es gibt derzeit 29 Gebäude mit einer Höhe von über 100 Metern in Minneapolis. Das höchste – und damit auch das höchste im Bundesstaat Minnesota – ist das IDS Center (80 8th Street), dessen Dach auf 241 Metern Höhe liegt. Darauf befindet sich noch eine Antenne, mit der eine Gesamthöhe von 280 Metern erreicht wird. Zwei weitere Wolkenkratzer, der Capella Tower (225 6th Street) und das Wells Fargo Center (90 7th Street), sind aber mit 237 bzw. 236 Metern nur unwesentlich niedriger. Das IDS Center zählt 57 Stockwerke und wurde 1972 nach dreijähriger Bauzeit eröffnet. Die höchsten der Gebäude verfügen leider über keine öffentlich zugänglichen Möglichkeiten für eine Aussicht über die Stadt. Einen guten Blick bekommt man lediglich im 136 Meter hohen Foshay Tower (821 Marquette Avenue), wo es im 30. Stock eine Aussichtsplattform gibt.

Minneapolis City Hall
Das Rathaus, zugleich Gerichtsgebäude für das Hennepin County, ist in einem Gebäude untergebracht, das zwischen 1891 und 1909 errichtet wurde – und damals deutlich überdimensioniert war. Im Glockenturm des Rathauses, der seit vielen Jahren die Heimat von Wanderfalken ist, befindet sich ein Glockenspiel, das alle 15 Minuten zu hören ist. In der Eingangshalle können Besucher eine große Skulptur namens “Father of Waters” bewundern, zudem finden hier ab und an Ausstellungen zu speziellen Themen statt.
350 5th Street

Northeast Minneapolis Arts District
Die Kunstszene von Minneapolis konzentriert sich besonders im Stadtteil Northeast, gegenüber von Downtown auf der anderen Seite des Mississippi gelegen. Hier befinden sich, oft untergebracht in ehemaligen Industriegebäuden, zahlreiche Kunstgalerien, Werkstätten und Studios. Ein Beispiel ist das Northrup King Building (1500 Jackson Street), wo mehr als 100 Künstler untergekommen sind. Am ersten Donnerstag des Monats sind viele der Studios und Galerien für Besucher geöffnet, ebenso bei zahlreichen anderen Veranstaltungen. In anderen Gebäuden finden sich ähnliche Angebote. Der Verband der in Northeast ansässigen Künstler veranstaltet jährlich am dritten Wochenende im Mai “Art-a-Whirl”, eine Art Tag der offenen Tür zu mehreren hundert Ateliers und Studios. Zum Künstlerviertel gehört auch das altehrwürdige Ritz Theater an der 13th Avenue, in dem Aufführungen und Gemeinschaftsveranstaltungen stattfinden.

Minneapolis Institute of Art
Dieses von der öffentlichen Hand finanzierte Kunstmuseum zeigt bei kostenlosem Eintritt eine Auswahl aus etwa 80.000 zur Sammlung gehörenden Exponaten und zeigt so die Kunstgeschichte seit rund 5000 Jahren auf. Das Museum besteht seit 1883 und zeigt sowohl Malerei als auch Kunsthandwerk, Textilien und Fotografien. Dabei umfasst die Ausstellung Kunst aus aller Welt, unter anderem gibt es Bilder berühmter Maler wie Matisse oder El Greco zu sehen.
2400 Third Avenue

American Swedish Institute
Mit dem Einfluss der Einwanderer aus Skandinavien auf Minnesota und Minneapolis beschäftigt sich dieses Kulturzentrum im Viertel Philips West. Zum Angebot gehören neben einem Museum mit Ausstellungsstücken aus Schweden und regelmäßigen Bühnenaufführungen auch Programme zur Stärkung der Gemeinschaft und ein Restaurant mit typisch nordischer Küche. Untergebracht ist das Institut in einem bemerkenswerten Gebäude aus dem Jahr 1910, das vom Begründer einer schwedischsprachigen Zeitung, einem Immigranten aus Smaland als Wohnhaus errichtet worden war. Im Jahr 1929 stiftete die Familie das Haus dem Institut.
2600 Park Avenue

Mill City Museum
Minneapolis wuchs vor allem deshalb zur Stadt heran, weil hier die Getreidemühlen errichtet wurden, in denen das Getreide von den weiten Feldern des Mittleren Westens verarbeitet wurde. Diesem Grundstein der Stadtgeschichte ist der Museumskomplex gewidmet, der sich am Ufer des Mississippi auf dem Gelände einer ehemaligen Mühle befindet. Zur Ausstellung gehören folgerichtig nicht nur Exponate, die sich mit der Arbeit der Mühlen beschäftigen, sondern auch solche, mit denen die Geschichte der Stadt dokumentiert werden. Dazu gibt es Kunstwerke zu sehen, die von Künstlern aus der Region gestaltet wurden; im Sommer gibt es zudem Freiluftkonzerte auf dem Gelände.
Gleich nebenan liegt der Mills Ruins Park. Hier wurden die Überreste weiterer ehemaliger Mühlen freigelegt und dazu die Kanäle. mit denen Wasser von den nahegelegenen Saint Anthony Falls herangeleitet worden war, um die Mühlen anzutreiben. Inmitten von Downtown ergibt sich so ein reizvolles Bild des Kontrasts zwischen dem modernen Minneapolis und seinen Ursprüngen.
704 South 2nd Street