Eads Bridge
Rein technisch gesehen ist die Eads Bridge eine 1964 Meter lange Brücke, die vier Spuren Highway und zwei Schienenverbindungen der Straßenbahn trägt, doch die 27 Meter hohe Bogenbrücke ist vor allem ein allseits beliebtes, historisches Wahrzeichen der Stadt. Sie verbindet die Städte St. Louis und East St. Louis und damit die Bundesstaaten Missouri und Illinois. Mit dem Bau der Brücke war 1867 begonnen worden und die damals revolutionäre Architektur wurde von vielen argwöhnisch betrachtet, so dass sich Bauherr James B. Eads genötigt sah, die Stabilität des Bauwerks mit Hilfe eines Elefanten zu beweisen, der hin und zurück über die Brücke geführt wurde. Sie wurde 1874 für den Verkehr freigegeben.

Laclede’s Landing
Am Fuße der Eads Bridge und am Ufer des Mississippi gelegen, ist der Stadtteil Laclede’s Landing nicht nur ein beliebtes Ziel für Touristen und Nachtschwärmer, sondern vor allem auch ein Zeugnis dessen, wie St. Louis im 19. Jahrhundert ausgesehen hat. Heute finden sich hier zahllose Bars, Restaurants, Hotels, Souvenirshops und Theaterbühnen, doch die Fassaden der Gebäude, in denen diese untergebracht sind, sind zu einem großen Teil noch original jene aus Backstein und Gußeisen, die hier ab etwa 1850 errichtet worden sind. Dazwischen, ganz authentisch, befinden sich Straßen mit Pflastersteinen. Das knapp neun Hektar große Viertel bildet einmal jährlich den Hintergrund für das Big Muddy Blues Festival.

Old North St. Louis
Ebenfalls ein historisches Viertel, doch Old North war schon immer in erster Linie eine Wohnsiedlung. Die Bevölkerung, die in den traditionellen Backsteinhäusern lebt, ist damals wie heute zum größten Teil schwarz und sie pflegt eine Nachbarschaft, in der der Gemeinschaftsgedanke weit oben steht. Davon zeugen auch die gemeinschaftlich gepflegten Gärten, die zu einem Symbol des Viertels geworden sind. Mit vielen Millionen Dollar ist der Stadtteil seit dem Jahr 2000 restauriert worden, insbesondere die Fußgängerzone an der 14. Straße bekam ein frisches Gesicht.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist Crown Candy Kitchen (1401 St. Louis Avenue). Schon seit 1913 besteht diese Institution, eine Mischung aus Sandwichbar und Candy Shop, der vor allem wegen seiner zahlreichen historischen Einrichtungsgegenstände und Dekorationsartikel – darunter Coca Cola- Memorabilien aus den 1930er Jahren – einen Besuch wert ist.

Missouri Botanical Garden
Bereits 1859 eröffnet, ist der botanische Garten von St. Louis (Foto) eine der ältesten Institutionen seiner Art in den USA. Mit seiner Fläche von rund 32 Hektar ist der Garten nicht nur eine botanische Forschungsstätte, sondern auch eine grüne Lunge der Stadt, wo im Laufe des Jahres auch mehrere kulturelle Veranstaltungen wie das Japanese Festival stattfinden. Den Hintergrund dafür bildet der großzügige japanische Garten, neben dem Climatron- Gewächshaus, dem biblischen Garten, dem deutschen und dem chinesischen Garten eine der Sehenswürdigkeiten der Anlage. Im Vorort Chesterfield betreibt der Missouri Botanical Garden zudem einen Schmetterlingsgarten.
4344 Shaw Boulevard

City Museum
Ein vielgelobtes, beliebtes Museum, das seit 1997 besteht und das sich mit einer bunten Mischung an Themen und Ausstellungsstücken beschäftigt. Viele der Exponate können angefasst werden, auf manche darf man sogar draufklettern – zum Beispiel im Skateless Park, einer Skateboard-Anlage ohne Skateboards. Auf dem Dach des Gebäudes befinden sich sowohl ein Riesenrad als auch ein Schulbus. Ein Teil der Ausstellung ist das World Aquarium, in dem unter anderem Alligatoren, Haie, Meeresschildkröten und Otter zu hause sind.
750 North 16th Street

St. Louis Art Museum
Das kostenlos besuchbare Kunstmuseum gilt als eines der bedeutendsten seiner Art in den USA. Bereits 1881 gegründet, siedelte das Museum 1904 in ein eigens neu errichtetes Gebäude, den Palace of Fine Arts im Forest Park um. Einer ersten Erweiterung in den 1950er Jahren folgte 2013 die Fertigstellung einer Erweiterung, bei der auch eine Tiefgarage hinzugefügt wurde. Die Sammlung des St. Louis Art Museums besteht aus mehr als 30.000 Exponaten, darunter auch Kunst aus Asien, Ozeanien und Europa; eine besondere Stärke ist die Kollektion deutscher Malereien aus dem 20. Jahrhundert. Die Ausstellung ist insgesamt in elf Abschnitte unterteilt. Vor dem Gebäude befindet sich die wahrscheinlich berühmteste Statue von St. Louis, die Apotheosis, ein 1906 erschaffenes Bronze-Reiterbild des französischen Königs Louis IX.
One Fine Arts Drive

Missouri History Museum
Ebenfalls kostenlos zugänglich (mit Ausnahme von Sonderausstellungen, für die gelegentlich Eintrittsgebühren erhoben werden) und ebenfalls im Forest Park zu finden, ist das geschichtliche Museum im 1913 erbauten Jefferson Memorial Building untergebracht. Das Museum beschäftigt sich hauptsächlich mit der Geschichte des Bundesstaats Missouri und zeigt zum Beispiel authentische Exponate von der Lewis & Clark- Expedition und von Charles Lindberghs Flug über den Atlantik mit der Spirit of St. Louis.
Ecke Lindell und DeBaliviere

St. Louis Science Center
Das Angebot der Museen im Forest Park vervollständigt das Wissenschaftsmuseum, das aus einem 1963 eröffneten Planetarium hervorging und insgesamt zu den am meisten besuchten Museen Amerikas gehört. Wie auch die anderen beiden Museen im Park ist auch das Science Center kostenlos zugänglich. Zu sehen gibt es unter anderem Ausstellungen zu den Themen Dinosaurier, Computer und Umwelt und Ökologie. Im Discovery Room kommen auch die kleinen Besucher auf ihre Kosten.
5050 Oakland Avenue

Forest Park
Innerhalb des mehr als 5,5 km² großen Stadtparks finden sich gleich mehrere Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen neben dem St. Louis Art Museum vor allem The Jewel Box, ein Gewächshaus im Art-Deco-Stil, das 1936 errichtet und 2002 aufwändig renoviert wurde und das sowohl als botanische Ausstellung dient als auch wiederholt als Veranstaltungsort, sowie das seit 1916 bestehende Municipal Theatre, kurz: The Muny. Das Amphitheater bietet bis zu 11.000 Menschen Platz und ist jährlicher Aufführungsort eines Sommerprogramms, das aus sieben verschiedenen Musicals besteht und das von einem aus mehreren hundert Helfern bestehenden Team aufbereitet wird. Daneben gibt es im Forest Park unter anderem ein Tenniszentrum mit 19 Plätzen, einen Golfplatz, ein Bootshaus mit Verleih, eine Eislaufbahn, ein Wald- und ein Feuchtgebiet und zwei Seen. Forest Park zählt jährlich rund 12 Millionen Besucher und damit mehr als jede andere Sehenswürdigkeit der Stadt, was sicherlich auch daran liegt, dass der Park oft Schauplatz großer Veranstaltungen ist. Dazu gehören Sportveranstaltungen, aber auch ein jährliches Rennen von Heißluftballons, ein Musik- und ein Shakespeare-Festival sowie mehrere kulinarische Events. Im Jahr 1904 war der Park sogar ein Austragungsort der Olympischen Spiele.

St. Louis Zoo
Unter den zahlreichen Sehenswürdigkeiten im Forest Park von St. Louis ist der Zoo die beliebteste. Wie auch bei den Museen ist der Eintritt in den Zoo frei, für einige Attraktionen innerhalb werden Gebühren verlangt. Im Rahmen der Weltausstellung 1904 war der Grundstein für den zoologischen Garten gelegt worden, der heute auf 36 Hektar mehr als 19.000 Tieren aus über 650 Arten ein Zuhause bietet. Zu den zahlreichen Themenbereichen des Zoos gehören unter anderem das Großkatzengelände “Red Rocks”, der Streichelzoo im “Discovery Corner” und ein Affenwald. Neben den großzügigen Tiergehegen bietet der St. Louis Zoo seinen Besuchern auch zahlreiche Gelegenheiten, einen Snack oder ein Getränk zu sich zu nehmen. Mit einer Eisenbahn kann man das Zoogelände in einer etwa 20minütigen Fahrt bequem entdecken.
One Government Drive

Wainwright Building
Es ist nicht gleich zu erkennen, dass das Wainwright Building als einer der ersten Wolkenkratzer der Welt gilt, denn mit seinen zehn Stockwerken ist es im Vergleich zur heutigen Generation der Skyscraper nicht besonders riesig. So wirkte es aber zweifellos auf die Menschen, als es 1891 fertiggestellt wurde. Das Gebäude mit der Fassade aus rotem Ziegelstein gilt als wegweisendes Beispiel für die Entwicklung des modernen Bürogebäudes. Heute sind im Wainwright Building einige Büros der Bundesstaatsverwaltung untergebracht.
709 Chestnut Street