Für viele ist der US-Dollar so etwas wie ein Synonym für das ganze Land, ein Symbol sowohl für die Freiheit als auch für die wirtschaftliche Bedeutung des Landes. Tatsächlich gilt die Währung als internationale Leitwährung, an der sich das geldwirtschaftliche Handeln weltweit orientiert und in der wichtige Rohstoffe gehandelt und notiert werden. In einer Vielzahl weiterer Länder außerhalb der USA ist der Dollar zumindest ebenbürtige Zweitwährung. In den letzten Jahren hat der US-Dollar zwar ein wenig an Bedeutung für die internationale Finanzwelt gegenüber dem Euro verloren, dennoch lässt sich an seinem Status noch immer der Grad der Bedeutung der USA für die Wirtschaftswelt ablesen.

Geld mit dem Namen Dollar war in Amerika schon vor der Unabhängigkeit im Umlauf; 1786 wurde die Währung dann offiziell vom Kontinentalkongress eingeführt. Der Name „Dollar“ stammt von einer Münze aus dem mittelalterlichen Spanien. Die Stabilität der Währung wurde ursprünglich durch die Goldreserven der USA gedeckt, dieser Vorrat reicht aber wie bei allen anderen Währungen angesichts der sich heute im Umlauf befindlichen Mengen an Banknoten und Münzen nicht mehr zur Deckung aus. 2017 befanden sich etwa 1,57 Billionen US-Dollar im Umlauf.

Im Umlauf befindliche Münzen gibt es in den Größen 1 Cent (penny), 5 Cents (nickel), 10 Cents (dime), 25 Cents (quarter) und -selten- 50 Cents und 1 Dollar. Darüber hinaus gab es verschiedene andere Denominationen, die aber keine Rolle mehr spielen oder ganz vom Markt verschwunden sind. Die Münzen tragen einen Buchstaben, der anzeigt, wo sie geprägt worden sind: D steht für Denver, P steht für Philadelphia.

Auch bei den Banknoten sind nur noch einige Größen im Umlauf, während andere nur unter Sammlern kursieren. Der 2-Dollar-Schein ist so selten, dass selbst Amerikaner ihn mitunter für Falschgeld halten. Die Geldscheine werden vom Bureau of Engraving and Printing, einer Behörde des Finanzministeriums, hergestellt. Die Geldscheine sehen einander für ungeübte Augen recht ähnlich und sind gleich groß. Sie bestehen aus Papier, das aus Baumwollfasern hergestellt wird. Seit einigen Jahren versucht die amerikanische Notenbank aber, unter anderem mit Hilfe anderer Färbungen des Papiers und Aufdrucks, Variationen ins Spiel zu bringen – auch um das Geld fälschungssicherer zu machen. So hat beispielsweise der 100-Dollar-Schein seit einiger Zeit eine bläuliche Färbung. Unterscheiden lassen sich die Scheine vorrangig an ihren Aufdrucken:

Wert Vorderseite Rückseite
$1 George Washington Großes Siegel der USA
$2 Thomas Jefferson Gemälde von John Trumbull
$5 Abraham Lincoln Lincoln Memorial
$10 Alexander Hamilton Finanzministerium
$20 Andrew Jackson Weißes Haus
$50 Ulysses S. Grant Capitol
$100 Benjamin Franklin Independence Hall

 

Im täglichen Zahlungsverkehr verliert die Bedeutung von Münz- und Scheingeld beständig, da der größte Teil der Einkäufe von den Amerikanern mit Kredit- und Kontokarten oder Schecks bezahlt wird. Insbesondere Münzgeld spielt im Vergleich zu europäischen Staaten eine untergeordnete Rolle – Amerikaner gehen selten mit einer Geldbörse, sondern häufig mit einem Bündel Scheine aus dem Haus. Neben dem immer stärker werdenden Euro – insbesondere in der Folge der Wirtschaftskrise, die ihren Anfang 2008 in den USA nahm, hat die europäische Währung eine starke Aufwertung erfahren – ist der US-Dollar noch immer eine der bedeutsamsten Währungen der Welt. Vor allem aber ist er nach wie vor Gegenstand amerikanischen Stolzes.