Es ist ein einzigartiger Anblick, der sich Besuchern bietet, die sich zum Beispiel auf die gut einstündige Fahrt über den Interstate 15 Richtung Norden aus Las Vegas heraus machen. Hier, im Südosten Nevadas und direkt an die Lake Mead Recreation Area angrenzend, befindet sich mit dem so genannten Tal des Feuers der älteste der State Parks des Bundesstaats. Die Felsen, die in einem intensiven Rotton leuchten, wenn sie die Sonne reflektieren, sind vor Millionen von Jahren aus Wanderdünen entstanden. Neben den sehenswerten Felsformationen beinhaltet der Park auch zahlreiche Stellen mit Tausende Jahre alten indianischen Felszeichnungen.

Der State Park wurde im Jahr 1935 eingerichtet und ist damit der älteste in Nevada. Darüber hinaus ist er der flächenmäßig größte. Besucher erhalten hier einen Einblick in die Menschheits- und Naturgeschichte dieser Region. Man nimmt an, dass ab etwa 300 v. Chr. bis 1150 Angehörige der Anasazi in der Gegend gelebt und diese bewirtschaftet haben. Vermutlich kamen diese frühen Bewohner aus dem nahegelegenen, vom Muddy River geformten Moapa Valley. Von den Anasazi stammen die zahlreichen Felszeichnungen, die so genannten Petroglyphen, die an verschiedenen Stellen innerhalb der Parkgrenzen zu finden sind. Informationen über Fundorte, Geschichte und Bedeutung der Felszeichnungen erhalten Besucher unter anderem durch eine Ausstellung im empfehlenswerten Visitors Center in der Nähe des westlichen Eingangs zum Park. Hier gibt es auch Karten und Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Freizeitmöglichkeiten und Camping im Valley of Fire. Das Visitors Center ist täglich von 8:30 bis 16:30 Uhr geöffnet.

Um einen ersten Eindruck zu gewinnen, kann man der Strasse NV 169 folgen, der als Hauptstraße durch den Park fungiert. Auf diesem Weg gelangt man unter anderem zu den an zwei Stellen zu findenden versteinerten Bäumen und Baumstümpfen, den Petrified Logs, die allerdings umzäunt sind, um der unberechtigten Mitnahme von Souvenirs vorzubeugen. Das Alter dieser Versteinerungen wird auf etwa 225 Millionen Jahre geschätzt. Eine der Stellen ist der Atlatl Rock, so benannt nach einem indianischen Jagdspeer, der in den Zeichnungen zu sehen ist.

Ebenso entlang der Strecke liegen einige der bekanntesten Felsen des Parks. Zu diesen gehört, in der Nähe des östlichen Eingangs, der Elephant Rock; ein Fels, der wie ein Elefant geformt ist. Der Felsen liegt zwar direkt an der Strasse, der Parkplatz liegt aber ein Stück entfernt, so dass man über einen kurzen Wanderweg zum Elephant Rock kommt. Eine ganz andere Form hat dagegen eine Gruppe von Felsen, die als The Beehives bezeichnet werden, als Bienenkörbe also. Sie sind die erste Sehenswürdigkeit an der Strasse, wenn man von Westen aus einfährt. Die Bienenkörbe sind zu Stein gewordene Sanddünen. In der Nähe befinden sich gleich drei der Campingplätze des Parks, für die allerdings eine Reservierung erforderlich ist. Ein weiterer, oft fotografierter Punkt sind die Seven Sisters genannten Felsen, ebenfalls am Rand der NV 169, bei denen ein Picknickplatz zu finden ist. Die Strasse passiert mehrere Haltepunkte mit Panoramablick und rechts und links der Strecke gibt es mehrere kurze Wanderwege.

Mindestens ebenso sehenswert ist die als Scenic Drive ausgewiesene White Domes Road, die über sechs Meilen bis zu einer Gruppe abgerundeter Felsen, den White Domes, führt. Von hier aus kommt man über einen Wanderweg zum Slot Canyon. Hier stehen Felsen eng beieinander und lassen nur einen schmalen Durchgang frei. Vorher passiert die Strasse unter anderem den Petroglyph Canyon, in dem weitere indianische Felszeichnungen zu sehen sind und den Punkt Rainbow Vista, an dem man einen tollen Blick über eine Ebene geniesst, die mit Felsen in verschiedenen Formen und Farben, nicht nur rot, durchzogen ist. In der Nähe, über einen kurzen Wanderweg erreichbar, liegt der gelbe Sandsteinhügel Silica Dome.

Im ganzen Parkgelände gibt es mehrere Picknickplätze sowie Campingplätze. Die Reservierung von Campingplätzen erfolgt gegen eine kleine Gebühr im Visitors Center. Es besteht auch die Möglichkeit der Nutzung der Campingplätze mit dem Wohnmobil; Wasser und Stromanschlüsse sind vorhanden.