Die USA sind, schon seit den 1920ern, die größte Volkswirtschaft der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt der USA lag 2017 bei 19,36 Billionen US-Dollar, das entspricht, gerechnet nach Kaufkraft, etwa einem Fünftel der gesamten Weltwirtschaftsleistung. In der durch die Regierung vergleichsweise wenig beeinflussten Wirtschaft des Landes erbringt rein statistisch jeder der etwa 325 Millionen Amerikaner ein Bruttoprodukt in Höhe von etwa 61.700 Dollar, das ist das siebthöchste Pro-Kopf-Ergebnis der Welt. Zur arbeitsfähigen Bevölkerung zählen derzeit knapp 155 Millionen Menschen, davon waren Ende 2017 4,1% arbeitslos gemeldet. Die Wirtschaft des Landes profitiert dabei vor allem von der hohen Bereitschaft zu Investitionen, von der Akzeptanz des US-Dollars als globale Leitwährung, vom Vorhandensein eines großen Reservoirs an Bodenschätzen und von hohen Ausgaben des Staates, unter anderem für das Militär.

Die USA werden oft als Musterbeispiel einer starken privaten Wirtschaft betrachtet und für fast alle Staaten der Welt ist das Land ein wichtiger Handelspartner. Ebenso präsent sind einige der weltweit bedeutendsten Unternehmen, die ihren Sitz in den USA haben. Das Bruttoinlandsprodukt des Landes wird zum weitaus größten Teil, zu mehr als 80%, im Dienstleistungssektor erbracht, während der Anteil des primären Sektors Landwirtschaft inzwischen auf unter 1% gesunken ist und die Industrie rund 19% beisteuert. Die Industrie stellt auch mit dem gesunkenen Anteil an der gesamten Volkswirtschaft noch den größten Industriesektor der Welt. Der Industriesektor verkauft dabei Produkte im Wert von mehr als 2 Billionen Dollar, das ist mehr als Deutschland, Frankreich und Brasilien zusammen verkaufen.

Die USA haben von allen Staaten der Welt das größte Handelsvolumen ($4,9 Billionen in 2016) und verfügen über den größten Binnenmarkt der Welt für Handelsgüter. Unterstützt wird die heimische Wirtschaft von dem international als Leitwährung anerkannten US-Dollar, der auch dafür sorgt, dass das Land der wichtigste Finanzplatz der Welt ist. Ausländische Geldgeber haben rund $2,4 Billionen in den USA investiert, das ist die mit Abstand höchste Quote weltweit.
Beherrschende wirtschaftspolitische Themen der jüngeren Vergangenheit waren neben dem Außenhandelsdefizit – entstanden durch den etwas höheren Wert der Importe im Vergleich zu den Ausfuhren – und dem daraus resultierendem Schuldenstand der Volkswirtschaft, die steigenden Pensionskosten und eine geringe Sparsumme der Bevölkerung. Dazu kommt die Tatsache, dass zuletzt in zunehmendem Maße die Produktion von Gütern aus den USA in andere Länder mit niedrigeren Produktions- und Lohnkosten verlagert wurde.

Ende 2008 entstand in den USA, hervorgerufen durch die jahrelange Vergabe ungenügend abgesicherter Kredite, die weltweite Banken- und Finanzkrise. Mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 5% im Jahr 2008 erlebte das Land die schwerste Rezession seiner Geschichte. Die Staatsverschuldung der USA hat sich seitdem wieder erholt und lag 2016 bei knapp 74% des Bruttoinlandsprodukts.
Firmen in den USA profitieren von vielen Standortvorteilen. Neben den Forschungseinrichtungen von Weltruhm, der Investitionsbereitschaft und der Vielzahl vorhandener Arbeitskräfte ist dazu vor allem die grundsätzlich unternehmensfreundliche Politik der US-Regierung, die der Wirtschaft vergleichsweise weitgehende Freiheiten lässt, sowie die traditionell recht niedrigen Steuersätze. Darüber hinaus ist das Land reich an Bodenschätzen – der Wert der vorhandenen Ressourcen wurde 2016 auf $45 Billionen geschätzt.

 

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Außenhandel der USA US-Dollar