Bundesstaat Washington   Einwohner 724.700
Einwohner Ballungsraum 3,73 Millionen   Fläche 369 km²
Bevölkerungsdichte 3.242 / km²   Gründungsjahr 1869
Beiname The Emerald City   Zeitzone MEZ -9

 

Seattle, größte Stadt des Bundesstaates Washington, gilt nicht nur als die Metropole des amerikanischen Nordwestens, sondern auch als eine besonders sehenswerte Perle unter den amerikanischen Großstädten. Dazu beigetragen hat sicher nicht zuletzt die schöne Lage der Stadt in unmittelbarer Nähe von Pazifik, Olympic National Park und dem Mount Rainier. Kaum eine Großstadt Amerikas hat einen solch großen Freizeit- und Erlebniswert aufzuweisen und verfügt zugleich über eine solche wirtschaftliche Bedeutung wie Seattle und sein Umland.

Seattle wurde nach dem Häuptling der in dieser Region seit tausenden Jahren ansässigen Völker der Duwamish und Suquamish benannt und entwickelte sich nach der Gründung durch Siedler aus dem Mittleren Westen zunächst zum Zentrum der Holzindustrie. Als dann in Alaska Gold gefunden wurde, wurde Seattle zu dem Hafen, über den die Goldsucher in den Norden gelangten und die Stadt entwickelte sich zum bedeutenden Handelsort. Während des ersten Weltkriegs erlebten die örtlichen Werften einen Boom, während des zweiten Weltkriegs war es die Firma Boeing, die vom erhöhten Bedarf profitieren konnte.

Boeing hat seinen Hauptsitz inzwischen nach Chicago verlegt, noch immer aber werden hier in der Region Flugzeuge gebaut und die Firma zählt zu den größten Arbeitgebern. Daneben hat sich die Umgebung von Seattle vor allem in Bezug auf Zukunftsbranchen gut aufgestellt – sowohl Amazon und Microsoft als auch Nintendo haben ihren Sitz in der Gegend. Daneben sind hier auch große Handelsunternehmen und seit einiger Zeit auch Firmen aus dem Bereich der Biotechnologie angesiedelt.

Für Arbeitgeber verlockend ist die große Zahl qualifizierter Fachkräfte in der Stadt. Rund 53% der Bevölkerung Seattles hat einen Universitätsabschluss, diese Quote ist fast doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt. Traditionell ist der Anteil asiatischstämmiger Menschen in der Stadt besonders hoch – sie stellen rund 14% der Einwohner -, während nur knapp 7% ihre Wurzeln in Lateinamerika haben.
Seattle ist bekannt für seine häufigen Regenfälle, doch statistisch gesehen fällt im Umland deutlich mehr Niederschlag als in der Stadt selbst. Trotz dieses Rufs hat sich die Stadt in den vergangenen Jahren zunehmend als touristisches Ziel etabliert und verfügt über zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Darüber hinaus ist Seattle der Ausgangspunkt für die Erkundung der Attraktionen der Region, zu denen Mount Rainier und die Olympic-Halbinsel mit ihren Regenwäldern gehören. Zudem hat Seattle eine lebendige Kulturszene und hat vor allem im Bereich der Musik eine wichtige Position eingenommen.

 

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